BGW-Fotowettbewerb "Mensch - Arbeit - Handicap" 2021: Inklusion zeigen

Fotowettbewerb 2021: Wanderausstellung auf der Moorweide mit verschiedenen Gewinnermotiven.

Der erste Fotowettbewerb "Mensch - Arbeit - Handicap" hat bereits bewiesen, wie vielfältig dieses Thema ist. Und auch in der zweiten Runde möchten wir zeigen, wie wichtig Arbeit für die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist.

Der Wettbewerb leistet so einen Beitrag zur Inklusion und damit zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

Lernen Sie die ausgezeichneten Bilder kennen: in unserer virtuellen Ausstellung (nicht barrierefrei) oder alternativ in der Bildergalerie zum Durchklicken!

Beide Formate zeigen alle Werke!

Starten Sie die virtuelle Ausstellung:

Die Bildergalerie zum Fotowettbewerb:

Um die Fotos der Künstlerinnen und Künstler in Originalgröße zu sehen, klicken Sie bitte auf die Bildvergrößerung!

Bild vergrößern Eine kleinwüchsige junge Frau steht barfuß auf dem Arbeitstisch einer Schneiderei. Sie hält ein Maßband in der Hand. Vor dem Tisch steht eine Trittleiter.

1. Preis/Patrick Junker "Mutter ohne Kind" – Bild 1: Nadine steht auf dem Schneidetisch bei „wasni“. Sie ist Produktionsleiterin in dem Inklusionsunternehmen, das Menschen mit oder ohne Behinderung beschäftigt.



Nadine (26) und ihr Mann Michael (37) sind zwei von etwa 100.000 Kleinwüchsigen in Deutschland. Sie versuchen seit 2017, ein Kind zu bekommen. Die Fotoserie dokumentiert Momente aus dem Leben und der Beziehung des Paares.

Bild vergrößern Drei junge Frauen in weißen Gewändern und buntem Kopfschmuck laufen einen Flu entlang. Eine von ihnen ist kleinwüchsig.

1. Preis / Patrick Juncker "Mutter ohne Kind" – Bild 2: Nadine bei ihrer Abschlussmodenschau. Die ausgebildeten Schneiderinnen mussten ein Kostüm zum Thema „Fantasy“ und eines zum Thema „Klassik“ schneidern.

Bild vergrößern Ein junges Paar liegt nebeneinander im Bett. Sie streicht im zärtlich über die Wange. Er hat eine Hand vor dem Gesicht. Beide lachen.

1. Preis / Patrick Junker "Mutter ohne Kind" – Bild 3: Nadine und Michael stecken ihre Hoffung in eine Präimplantationsdiagnostik. Dabei wird der Embryo auf Erbkrankheiten untersucht, bevor er in die Gebärmutter eingesetzt wird.

Bild vergrößern Ein kleinwüchsiges Paar sitzt auf der Bordsteinkante einer Stadt. Es ist dunkel. Neben ihnen liegen zwei Roller.

1. Preis / Patrick Junker "Mutter ohne Kind" – Bild 4: Berlin-Kreuzberg: Nadine kommt aus einer Kleinstadt bei Stuttgart, Michael ist Berliner. In Berlin fühlt sie sich unbeobachtet, Zitat: „Hier ist jeder mit sich selbst beschäftigt.“

Bild vergrößern Eine kleinwüchsige junge Frau füllt Wasserbomben auf der Terrasse. Links von ihr stehen zwei Jungen, hinter ihr ihrin Mädchen und rechts eine weitere Frau.
Sie haben eine "Welcome Home Party" für Nadines Mann organisiert. Wegen seiner Querschnittslähmung war er über ein halbes Jahr nicht zu Hause.

1. Preis / Patrick Junker "Mutter ohne Kind" – Bild 5: Nadine füllt Wasserbomben auf ihrer Terrasse. Links von ihr stehen ihre beiden Neffen, hinter ihr ihre Nichte zweiten Grades und rechts ihre Schwester Alisha. Nadine lebt in einer Familie, in der gemeinsame Zeit wichtig ist.

Bild vergrößern Eine Frau steht an einem Tisch und arbeitet am Computer. Vor dem Tisch liegt ein Kleinkind auf dem Boden und spielt. Im Raum herrscht Unordnung.

2. Preis / Lena Grimm "Blanca, die Weiße – Petita, die Kleine": – Bild 1:10 Minuten Zeit zu arbeiten: In meinem Arbeitszimmer/Porträtstudio. Blanca lässt mich circa 10 Minuten arbeiten und spielt mit ihren Sachen. Auf dem Tisch steht seit acht Monaten ein neu verpackter Computer. Keine Zeit.



Die Bilder dokumentieren den Alltag der Fotografin  Lena Grimm und ihrers Mannes mit ihrer 6 Jahre altenTochter Blanca, die ein 100-prozentiges Handicap hat – ein Alltag während der Corona-Pandemie, der geprägt ist von Erschöpfung aber auch von Kreativität.


Bild vergrößern Ein Kleinkind steht hinter einer Scheibe und leckt daran. Im Hintergrund stehen zwei andere Personen, die man nicht erkennt.

2. Preis / Lena Grimm "Blanca, die Weiße – Petita, die Kleine" – Bild 2: Blanca an Scheibe: Blanca erforscht alles mit ihrem Mund, uns stört das nicht. Sie steht mit dem Mund an der Scheibe zum Garten und wird von hinten gehalten.

Bild vergrößern Eine junge Frau steht vor einer Waschmaschine in einem Kellerraum. Sie hat ein Kleinkind unter dem Arm. Im Keller stehen und liegen überall Gegenstände herum.

2. Preis / Lena Grimm "Blance, die Weiße – Petita, die Kleine" – Bild 3: Wäsche für den nächsten Tag: Mit Blanca unter dem Arm versuche ich, die Wäsche zu machen. Ich möchte das schnell erledigen, damit ich in der Nacht nicht noch mal aufstehen muss. Blanca spielt dabei mit ihren Bechern.

Bild vergrößern Ein Mann liegt mit einem Kind auf dem Boden eines Dachbodens - sie schauen gemeinsam in einen Bildschirm. Drum herum herrscht Unordnung.

2. Preis / Lena Grimm "Blance, die Weiße – Petita, die Kleine" – Bild 4: Gemeinsame Arbeit: Bei der Arbeit gemeinsam am Computer auf dem Dachboden im Homeoffice. Mein Mann und Blanca schauen auf den Bildschirm. Arbeiten in Etappen. Füttern, arbeiten, spielen, füttern, arbeiten, wickeln.

Bild vergrößern Auf einem großen Bett liegen ein Mann und ein Kind - beide schlafen. Drum herum liegen viele Gegenstände wie Schuhe, Brille, Mobiltelefon und ein Wasserglas.

2. Preis / Lena Grimm "Blanca, die Weiße – Petita, die Kleine" – Bild 5: 2 Uhr nachts: Total erschöpft sind beide eingeschlafen. Blanca schläft kaum eine ganze Nacht durch.

Bild vergrößern Collage aus drei Fotos: Ein Mann hält eine Schachtel in der Hand - er ist teilweise unscharf; vier Notizzettel und Malutensilien.

3. Preis / Peter Lange "Inside Outside" – Bild 1: Thomas ist „der Fotograf“ – aber nicht nur. Reduziert und bunt rücken Dinge in den Fokus.



Peter Lange hat fünf ganz unterschiedliche Künstlerinnen und Künstler des Ateliers FARBIG der Lebenshilfe Dresden e. V. begleitet und porträtiert  – was sie über sich selbst denken und wie ihr alltäglicher Arbeitsplatz aussieht.

Bild vergrößern Collage aus drei Fotos: Ein Notizzettel, das Foto eines Mannes, dem jemand Flügel angemalt hat und ein Schreibtisch mit Malutensilien.

3. Preis / Peter Lange "Inside Outside" – Bild 2: Richard: Feine Linien, schwarz-weiß, ein Ölgemälde, Sudoku, die alten Meister, Heavy Metal.

Bild vergrößern Collage aus drei Bildern: Liniertes Blatt Papier mit Zahlen und Buchstaben, eine Frau sitzt auf einer Bank und wirft bunte Papierschnipsel in die Luft; ein Atelier mit Malutensilien.

3. Preis / Peter Lange "Inside Outside" – Bild 3: Katja: Kunst ersetzt die gesprochene Sprache. Freude und Wut, die Suche nach dem Frausein ...

Bild vergrößern Collage aus drei Fotos: bunte Kreiden in Schachteln, Notizzettel und ein Mann , der ein Lebkuchenherz um den Hals trägt.

3. Preis / Peter Lange "Inside Outside" – Bild 4: Peter: Die Welt durch ein Kaleidoskop und die rosarote Brille. Warum denn verstecken, was man mag, auch wenn es der Busen einer Frau ist? Peter ist „der Charmeur“.

Bild vergrößern Collage aus drei Fotos: In Schachteln liegen Blätter mit gezeichneten Gesichtern - davor liegt eine Box mit Stiften; ein kurzer Brief und ein Mann hinter einem runden Glas vor einer gelben Wand. Er streckt dir linke Hand vor - darüber trägt er einen bunte Socke.

3. Preis / Peter Lange "Inside Outside": Erich – Bild 5: Er ist weder Ichthyologe noch Verkäufer für Strumpfwaren … Und dennoch: Socken erwachen bei ihm zum Leben, und Fische – na ja, die leben ja sowieso ...

Bild vergrößern Collage aus 2 Bildern: Der gleiche junge Mann beim Lachen und beim Essen. Er ist spastisch gelähmt und sitzt im Rollstuhl. Bildunterschrift: Konrad: "arbeiten - guat!"

4. Preis / Tobias Heyel "Arbeit mit Herz und Hand – 50 Jahre Werkstatt Heggbach": Hände am Puls – Bild 1: Konrad: Arbeiten – guat!



Anlässlich des Jubiläums der WfbM Heggbach wurden Fotos angefertigt, auf denen Beschäftigte abgebildet sind. Von jedem und jeder Beschäftigten existieren zwei Fotos – eine Porträtaufnahme sowie „arbeitende Hände“. Gemäß dem Motto „Arbeit mit Herz und Hand“ sollen Beschäftigten der WfbM Heggbach und ihre Arbeit in den Mittelpunkt gestellt werden.
 

Bild vergrößern Collage aus 2 Bildern: Die obere und die untere Hälfte eines Mannes, der eine Schraube in den Händen hält. Bildunterschrift: Klaus: Mir gefällt meine Arbeit, weil ich dafür zuständig bin, dass nur geprüfte Teile unsere Werktatt verlassen. Ich kontrolliere diese Teile jeden Tag.

4. Preis / Tobias Heyel "Arbeit mit Herz und Hand – 50 Jahre Werkstatt Heggbach": Hände am Puls – Bild 2: Claus-Werner: Mir gefällt meine Arbeit, weil ich dafür zuständig bin, dass nur geprüfte Teile unsere Werkstatt verlassen. Ich kontrolliere diese Teile jeden Tag.

Bild vergrößern Collage aus 2 Bildern: Obere und untere Hälfte einer Frau - sie hält eine Montageteil in der Hand. Bildunterschrift: Sybille: "Ich komme eigentlich jeden Tag richtig gern, weil ich gerne für Firma Weisshaupt arbeite. Bei mir muss immer was laufen!"

4. Preis / Tobias Heyel "Arbeit mit Herz und Hand – 50 Jahre Werkstatt Heggbach": Hände am Puls – Bild 3: Sibylle: Ich komme eigentlich jeden Tag richtig gern, weil ich gerne für die Firma Weishaupt arbeite.

Bild vergrößern Collage aus 2 Bildern: Obere und untere Hälfte einer spastisch gelähmten jungen Frau. Sie tippt auf ein Smartphone. Bildunterschrift: Johanna: Ich regle die Logistik.

4. Preis / Tobias Heyel "Arbeit mit Herz und Hand – 50 Jahre Werkstatt Heggbach": Hände am Puls – Bild 4: Johanna: Ich regle die Logistik.

Bild vergrößern Zwei Tänzerinnen tanzen in roten Kleidern vor einem Schiffscontainer.

5. Preis / Daniela Buchholz "Stärke und Verletzlichkeit" – Bild 1: Rosa sieht rot: Lieblich wild und fordernd rot ziehen die beiden Tänzerinnen Neele Buchholz und Corinna Mindt mit ihren Koffern umher, lassen sich nieder, um sich ins Leben zu stürzen.



Die Fotos porträtieren die 29-jährige Tänzerin Neele Buchholz, die seit 2013 sozialversicherungspflichtig als Tänzerin arbeitet.  Ihr Downsyndrom ist in ihrem Beruf eine besondere Eigenschaft und ein Wettbewerbsvorteil. Neele und ihre Tanzkolleginnen und -kollegen verdienen mit der darstellenden Kunst ihren Lebensunterhalt.

Bild vergrößern Porträt einer jungen Frau mit weiß geschminktem Gesicht und roten Lippen. Sie trägt einen weißen Pullover und schaut nach unten.

5. Preis / Daniela Buchholz "Stärke und  Verletzlichkeit" – Bild 2: Sommernacht: Inspiriert von Shakespeares Komödie „Ein Sommernachtstraum“ entfalteten die Tänzerinnen und Tänzer in dem Stück mit einem Augenzwinkern verspielt dynamische Szenen, in denen die Grenzen von Traum und Realität verschwammen. Das Motiv zeigt die Tänzerin vor dem Auftritt in der Garderobe.

Bild vergrößern Eine Frau trägt eine schwarzes Kleid vor schwarzem Hintergrund. Man sieht nur ihr Gesicht, ihre Haare und Hände deutlich.

5. Preis / Daniela Buchholz "Stärke und Verletzlichkeit" – Bild 3: Zauderhaft: In dem Stück „Zauderhaft“ geht es um zwei junge Frauen in einem Raum zwischen Haltung und dem Wunsch, aus sich herauszutreten. Das Motiv zeigt Neele Buchholz in ihrem schwarzen Kostüm vor dem schwarzen Bühnenvorhang.

Bild vergrößern Ein junges Paar. Er steht hinter ihr und hält seinen Arm unter ihr Kinn. Sie hat die Augen geschlossen.

5. Preis / Daniela Buchholz "Stärke und Verletzlichkeit" – Bild 4: touch me: Das Tanzstück spürt dem Wesen von Berührungen in Alltagsgesten, Zufallssituationen und Ausnahmemomenten nach und zaubert aus seinen Entdeckungen einen choreografischen Kosmos, der zum Miterleben einlädt. Das Motiv zeigt Neele Buchholz in einer Berührung mit ihrem Tanzkollegen Oskar Spatz.

Bild vergrößern Ein junges Mädchen in Rock und Jeansjacke vor einer alten Hauswand.

5. Preis / Daniela Buchholz "Stärke und Verletzlichkeit" – Bild 5: Ballroombusters: Das Stück Ballroombusters“ enthüllt charmant wie unerschrocken die Höhenflüge, Untiefen und Fallstricke des Miteinander-Tanzens. Das Motiv zeigt Neele Buchholz in einem der Kostüme, die später im Stück nicht mehr verwendet wurden.

Bild vergrößern Ein contergangeschädigter Fotograf entwickelt ein Bild. Zwei Personen schauen zu.

6. Preis / Carsten Kobow "Der Fotograf Peter Wieler": – Bild 1: Peter zeigt Ergebnisse seines Projekts: Peter Wieler mit Fotodarstellern zeigt Beispielmotive seines Fotoprojekts „Väter und Söhne“.



Peter Wieler ist möglicherweise der einzige Berufsfotograf in Deutschland, der „contergangeschädigt“ ist. In einer Bilderstrecke von fünf Motiven hat der Fotograf Carsten Kobow ihn bei seiner Arbeit fotografisch begleitet.

Bild vergrößern Ein contergangeschädigter Fotograf bei der Arbeit in einem Atelier. Im Vordergrund stehen drei Personen von der Kamera abgewandt.

6. Preis / Carsten Kobow "Der Fotograf Peter Wieler" – Bild 2: Peter mit „Vätern und Söhnen“: Peter Wieler fotografiert weitere Menschen für sein Projekt.

Bild vergrößern Ein contergangeschädigter Fotograf fotografiert eine junge Frau.

6. Preis / Carsten Kobow "Der Fotograf Peter Wieler" – Bild 3: Peter mit „Vätern und Söhnen“: Peter fotografiert Charlie: Für sein Fotoprojekt „Väter und Söhne“ erstellt Peter Wieler ein Einzelporträt eines „Sohnes“.

Bild vergrößern Ein contergangeschädigter Fotograf mit einem Kunden, den er fotografiert.

6. Preis / Carsten Kobow "Der Fotograf Peter Wieler" – Bild 4: Peter gibt „Regieanweisungen“: Peter Wieler beim Erstellen eines Einzelmotivs für sein Fotoprojekt „Väter und Söhne“.

Bild vergrößern Ein contergangeschädigter Fotograf - er hält seine Kamera in den Händen.

6. Preis / Carsten Kobow "Der Fotograf Peter Wieler" – Bild 5: Peter mit Kamera: Porträt des Fotografen Peter Wieler mit Kamera am Rande eines Shootings für sein Projekt „Väter und Söhne“.

Bild vergrößern Eine Frau und ein Kind liegen in einem farbig beleuteten Raum auf einem großen runden Kissen und entspannen sich.

6. Preis /Benedikt Ziegler "Chronisch beschäftigt – wenn aus Schwäche Stärke wird" – Bild 1: Kinderrheuma – an jedem weiteren Tag: Im Rahmen meiner Bachelorarbeit kehrte ich 2015 an verschiedene Orte aus meiner eigenen Krankheitsgeschichte zurück. Die hier gezeigte Bewegungs- und Entspannungstherapie gilt als einer der essenziellen  Bausteine eines ganzheitlichen Behandlungsspektrums.



Der Fotograf erhielt im Alter von zehn Jahre die Diagnose Rheuma. Die Behinderung nicht als Schwäche, sondern als Stärke zu verstehen, nahm er zum Anlass, sich selbst sowie andere – auch in Corona-Zeiten – in Szene zu setzen. Und damit sowohl Hürden als auch positive Beispiele von Inklusion sichtbar zu machen.

Bild vergrößern Zwei Röntgenaufnahmen. Ein Arm und eine Hand.

6. Preis /Benedikt Ziegler "Chronisch beschäftigt – wenn aus Schwäche Stärke wird" – Bild 2: Knochenjob – sichtbare Veränderungen: Neben verformten Gelenken gibt es kaum Möglichkeiten, rheumatische Erkrankungen fotografisch nach außen sichtbar zu machen. Das Röntgenbild aus dem Jahr 2014 zeigt meine starken knöchernen Veränderungen.

Bild vergrößern Eine Frau sitzt auf einem großen Trampolin. Um sie herum springen drei Kinder. Hinter ihr sitzt ein Mann.

6. Preis /Benedikt Ziegler "Chronisch beschäftigt – wenn aus Schwäche Stärke wird" – Bild 3: Ein Beispiel gelebter Inklusion: „Jeder Mensch soll am gesellschaftlichen Leben, bei der Arbeit und in der Freizeit, gleichberechtigt teilhaben können – auch mit Behinderung.“ (UN-Behindertenrechtskonvention) Mit einem angeborenen Gliedmaßendefekt (Peromelie) arbeitet Inka mit Selbstverständlichkeit als Sonderpädagogin. Nach einer zweimaligen Lebertransplantation gehört sie zur Risikogruppe in der aktuellen Pandemie.

Bild vergrößern Ein Gesicht mit Mund-Nasen-Maske im Licht vor schwarzem Hintergrund.

6. Preis /Benedikt Ziegler "Chronisch beschäftigt – wenn aus Schwäche Stärke wird" – Bild 4: Farbe bekennen – sichtbar werden: Die Corona-Pandemie trifft mich besonders – auch ich gehöre zur Risikogruppe, muss im Alltag auf mich achten. Die derzeitige Situation wirft Unsicherheiten auf und stellt berufliche Perspektiven infrage: Wann kann ich an Projekten weiterarbeiten? Wie kann ich diese Herausforderung kreativ meistern? Inspiriert durch eine Zusammenarbeit mit blinden Menschen habe ich mich selbst ins Licht gerückt.

Bild vergrößern Der Schatten von zwei Personen - ein davon sitzt in einem Rollstuhl, die andere schiebt den Stuhl.

6. Preis /Benedikt Ziegler "Chronisch beschäftigt – wenn aus Schwäche Stärke wird" – Bild 5: Perspektivwechsel: Schmerzen, Therapien,  mich durch mein Handicap eingeschränkt fühlen, auf die Unterstützung anderer angewiesen sein – all das ist Teil meiner Erkrankung. Schon früh begann ich, meinen Alltag mit der Kamera zu dokumentieren und mich auf diese Weise künstlerisch mit den Barrieren durch meine Behinderung auseinanderzusetzen.

Bild vergrößern Ein Mann, der nichts trägt, außer einer Decke, die er sich über den Kopf gelegt und um den Körper geschnürt hat bis zur Hüfte.

7. Preis /Janine Dewi Wirnata "EIGENLEBEN – Monologe eines Tabus" – Bild 1: Ein Umriss von Wirklichkeit: Beeinträchtigende Nebenwirkungen von Psychopharmaka verursachen eine Entfremdung gegenüber der eigenen Persönlichkeit und nehmen Betroffenen ihre Menschlichkeit. Sie funktionieren zwar wieder körperlich und fühlen sich, oberflächlich gesehen, gesund, jedoch ist ihnen vieles genommen worden, was sie letztendlich zu den Menschen gemacht hatte, die sie vor der Medikation waren.



Das Fotoprojekt „EIGENLEBEN – Monologe eines Tabus“ greift schwerwiegende psychische Erkrankungen in Form von konzeptioneller Porträtfotografie auf und schafft somit einen emotionalen Zugang zur Thematik. Die Fotografin möchte Verständnis und Offenheit für das Thema psychische Erkrankungen wecken und ein Bewusstsein für die Sichtweise von Betroffenen schärfen.

Bild vergrößern Porträt eines bärtigen Mannes. Auf seinem Kopf befindet sich eine Rolle Toilettenpapier - etwas davon fällt bis auf seine Schulter.

7. Preis /Janine Dewi Wirnata "EIGENLEBEN – Monologe eines Tabus" – Bild 2: Des Königs Gesicht: In psychotischen Zuständen kommt es oftmals zu Größenwahnsinn und Hemmungslosigkeit. Diese entrückten Realitätswahrnehmungen hindern Betroffene daran, eine stabile psychische Konstitution zu erreichen, um an einem geregelten Arbeitsalltag teilnehmen zu können.

Bild vergrößern Portät einer Frau - sie trägt fünf Scheren um den Hals.

7. Preis /Janine Dewi Wirnata "EIGENLEBEN – Monologe eines Tabus": Eckenphilosophie – Bild 3: Autoaggressives Verhalten und vor allen Dingen Depressionen können mit einer Schizophrenie einhergehen. Die Folge ist sozialer Rückzug. Im Mittelpunkt steht das eigene verzerrte und meist negative Selbstbild. Man fühlt sich in eine Ecke gedrängt, aus der man allein nur schwer herausfindet.

Bild vergrößern Eine Junge Frau steckt sich einen Zimmermannshammer in den Mund.

7. Preis /Janine Dewi Wirnata "EIGENLEBEN – Monologe eines Tabus" – Bild 4: Unzerbrechlich: Manche Betroffene fühlen sich wie in einer Sackgasse aus verzweifelter Ausweglosigkeit und Suizidgedanken. Bei Schizophrenie liegt die Suizidrate bei 10 Prozent.

Bild vergrößern Porträt einer Frau im Profil - sie trägt Medikamentenschachteln auf den Kopf.

7. Preis /Janine Dewi Wirnata "EIGENLEBEN – Monologe eines Tabus" – Bild 5: Die Psycho-Balance: Psychisch beeinträchtigte Menschen müssen oft sehr viel Energie aufwenden, um sich im Alltag und mit ihren Symptomen und Nebenwirkungen von Medikamenten zurechtzufinden. Das Leben von Betroffenen geht häufig mit einem seelischen Balanceakt einher, der kaum Raum für berufliche Aktivität lässt.

Bild vergrößern Eine kleinwüchsige Frau auf einem Roller steht auf einem Platz in der Stadt. Sie hält eine Kamera in der Hand.

8. Preis /Kurt Steinhausen "Akteure ihres Lebens" – Bild 1: Andrea Schöne: Freie Autorin/Journalistin.



Die Porträtserie „Akteure ihres Lebens“ zeigt Menschen mit einem körperlichen Handicap, die selbstbestimmt einen Beruf ausüben – teilweise von Assistenten/Assistentinnen unterstützt. Sie stehen alle in Verantwortung für sich und ihr Tun.

Bild vergrößern Eine blind junge Frau sitzt in einem Radiostudio und spricht in ein Mikrofon. Sie hat die Hände auf einem Gerät abgelegt.

8. Preis /Kurt Steinhausen "Akteure ihres Lebens" – Bild 2: Nina Odenius: Angehende Redakteurin

Bild vergrößern Ein Mann - gehandicapt durch das Fehlen beider Arme - sitzt am Schreibtisch und schaut in den Monitor eines Laptops. Im Vordergrund steht ein Ringlicht mit Stativ.

8. Preis /Kurt Steinhausen "Akteure ihres Lebens" – Bild 3: Matthias Berg: Sportler, Hornist, Jurist ...

Bild vergrößern Eine Frau mit grauen Haaren sitzt mit vier Kindern im Wald. Sie bauen Papierflieger.

8. Preis /Kurt Steinhausen "Akteure ihres Lebens" – Bild 4: Susanne Eck: Erzieherin.

Bild vergrößern Ein Mann im Rollstuhl sitzt vor einem Flipchart und spricht mit einer weiteren Person, die Kopfhörer trägt.

8. Preis /Kurt Steinhausen "Akteure ihres Lebens" – Bild 5: Thomas Spitzer: Master Coach DVNLP.

Bild vergrößern Collage aus zwei Bildern: Links: Porträt eines älteren Mannes. Rechts: Auf einem Tisch liegen Malutensilien.

9. Preis / Birgit Kleber "outside IN" – Bild 1: Der Künstler Adolf Beutler und sein Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt Mosaik.



Die Bilderserie zeigt Porträts von Künstler und Künstlerinnen aus der Kunstwerkstatt Mosaik in Berlin-Spandau – diese Porträts wurden den Fotos der jeweiligen Arbeitsplätze gegenübergestellt.


Bild vergrößern Collage aus zwei Bildern: Links: Porträt einer jungen Frau - sie trägt eine Kette mit Friedenszeichen. Rechts: ein Stundenplan - darauf liegen ein Stickrahmen und Garn.

9. Preis / Birgit Kleber "outside IN" – Bild  2: Die Künstlerin Bruna Schneider und ihr Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt Mosaik.

Bild vergrößern Collage aus zwei Bildern: Links: Ein Gemälde hängt an einer Klemme an der Wand - daneben eine Holzleiste. Rechts: Porträt eines Mannes.

9. Preis / Birgit Kleber "outside IN" – Bild 3: Der Künstler Gerd Schrade und sein Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt Mosaik.

Bild vergrößern Collage aus zwei Bildern: Links: Auf dem Tisch liegt eine Bild mit einer fliegenden Möwe. Rechts: Porträt einer Frau.

9. Preis / Birgit Kleber "outside IN" – Bild 4: Die Künstlerin Katja Hesselbach und ihr Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt Mosaik.

Collage aus zwei Bildern: Links: Modell eines Schlosses. Rechts: Porträt einer Frau mit Mütze.

9. Preis / Birgit Kleber "outside IN" – Bild 5: Die Künstlerin Suzy van Zehlendorf und ihr Arbeitsplatz in der Kunstwerkstatt Mosaik.

Bild vergrößern Ein junger Mann schiebt einen Transportwagen.

10. Preis / Ninette Niemeyer "Ichthyose, na und?" – Bild 1: Lagertätigkeit



Die Fotos dokumentieren den Arbeitsalltag eines Lebensmittelkaufmanns, der an Ichthyose leidet – einer seltenen, aber sehr einschränkenden Hautkrankheit. Trotz einer 60-prozentige Schwerbehinderung übt er seinen Beruf mit viel Freude und Stolz aus.

Bild vergrößern Nahaufnahme menschlicher Haut. Die Haut ist trocken und schuppt.

10. Preis / Ninette Niemeyer "Ichthyose, na und?"– Bild 2: Ichthyose

Bild vergrößern Eine Lebensmittelverpackung auf einem Kühlregal wird mit einem Scanner gescannt. Daneben liegt ein Gerät zur Preisauszeichnung.

10. Preis / Ninette Niemeyer "Ichthyose, na und?" – Bild 3: Preisbestimmung

Bild vergrößern Zwei geöffnete Hände. Die Innenflächen sind dick eingecremt.

10. Preis / Ninette Niemeyer "Ichthyose, na und?" – Bild 4: Einsalben

Bild vergrößern Ein junger Mann mit Mundschutz legt Croissants in einen Verkaufstresen.

10. Preis / Ninette Niemeyer "Ichthyose, na und?" – Bild 5: Croissants

Bild vergrößern Ein spastisch gelähmter Mann sitzt im Rollstuhl. Auf dem Kopf hat er einen Helm und vor sich einen Bildschirm. Daneben im Sessel liegt ein großer brauner Hund.

11. Preis / Obie Oberholzer "THE MAN INSIDE" – Bild 1: Julius with best friend: Julius in his wheel chair and the iPad setup designed by his engineer brother, Isak. Next to him is his companion and protector, a Boerboel dog named Jessie.



Julius hat eine spastische Tetraplegika-Lähmung und hat nur eingeschränkte Beweglichkeit von Hals und Kopf und kann nur mühsam sprechen – sein Verstand ist klar und in keinster Weise behindert. Sein jüngerer Bruder entwarf ein Headset mit einem Eingabestift,  um ihm die Bedienung eines Computers zu ermöglichen.  Mithilfe  einer App auf seinem iPad fertigt er auch Kunstwerke an, die er ausstellen und verkaufen kann. 

Bild vergrößern Ein großer brauner Hund sitzt an einem Fenster und schaut ins innere des Zimmers. Im Vordergrund die spastisch gelähmte Hand eines Menschen.

11. Preis / Obie Oberholzer "THE MAN INSIDE" –  Bild 2: The look of love: The South African Boerboel dog, Jessie, gives his master a loving glance.

Bild vergrößern Ein Mann mit Helm auf dem Kopf. Der Helm hat eine Vorrichtung mit einem Stift, der Farben auf einen Bildschirm malt. Im Hintergrund liegt ein großer brauner Hund.

11. Preis / Obie Oberholzer "THE MAN INSIDE" – Bild 3: Julius, the graphic artist: Julius has an permanent helper called Jafta. After his morning bath he is settled in front of his iPad where he then tends to his emails, reads the news and then starts to create his art works.

Bild vergrößern Das Gesicht eines Mannes mit Helm auf dem Kofp und Brille. Auf seinem Gesicht spiegelt sich ein buntes Gemälde.

11. Preis / Obie Oberholzer "THE MAN INSIDE" – Bild 4: The Man Inside: The iPad light from an graphic art work reflects back on the creator, Julius van der Wat.

Bild vergrößern Aufnahme eines Gemäldes - sehr abstrakt und bunt.

11. Preis / Obie Oberholzer "THE MAN INSIDE" – Bild 5: Bluetooth Connectivity: One example of one of the many graphic creations of Julius van der Wat. They have been exhibited in a few venues in Johannesburg and are popular with some collectors. The Everard Read Gallery has also shown interest in his creations.

Bild vergrößern Ein Mann im Rollstuhl - er trägt OP-Kleidung.

12. Preis / Heiko Grandel "Der Neurochirurg" – Bild 1­­



Thomas Kappa ist von Geburt an querschnittsgelähmt. Die Bilderserie porträtiert den Neurochirurgen in seinem Beruf – als Teil seines Teams nimmt er als Oberarzt einer Spezialklinik mikroskopische Eingriffe an Gehirn, Kopf und Nervenbahen vor.

Bild vergrößern Ein OP-Mitarbeiter im Rollstuhl bindet sich den Mundschutz um. Im Hintergrund ein Waschraum.

12. Preis / Heiko Grandel "Der Neurochirurg"– Bild 2

Bild vergrößern OP-Team im Krankenhaus - ein OP-Mitarbeiter sitzt in einem höhenverstellbaren Rollstuhl.

12. Preis / Heiko Grandel "Der Neurochirurg"– Bild 3

Bild vergrößern Ein OP-Team bei der Arbeit. Ein Mitarbeiter wird durch einen automatischen Rollstuhl aufgerichtet.

12. Preis / Heiko Grandel "Der Neurochirurg"– Bild 4

Bild vergrößern Ein Neurochirurg bei der Arbeit im OP - er schaut in ein Mikroskop.

12. Preis / Heiko Grandel "Der Neurochirurg"– Bild 5

Bild vergrößern Drei Personen auf einer Bank - eine Frau und zwei Männer. Sie tragen Theaterkostüme und sind geschminkt.

13. Preis / Mali Lazell "Unterwegs mit Theater HORA" – Bild 1: Warten: Die Schauspielerinnen und Schauspieler Julia Häusermann, Gianni Blumer und Remo Beuggert (v. l.) warten auf den Beginn der Vorstellung von „Bob Dylans 115ter Traum“.



Das Theater HORA ist das einzige Ensemble für Menschen mit geistiger Behinderung in der Schweiz. Hier haben kreative Menschen die Möglichkeit, professionell und gleichgestellt als angestellte Schauspieler und Schauspielerinnen mit festem Gehalt und sämtlichen sozialen Versicherungen zu arbeiten. Mali Lazell hat das Theater auf einer Tour fotografisch begleitet.

Bild vergrößern Ein Paar umarmt sich vor einer Bühne - auf der mehrere Menschen sich aufhalten.

13. Preis / Mali Lazell "Unterwegs mit Theater HORA" – Bild 2: Umarmen: Der Schauspieler Gianni Blumer umarmt die Theaterpädagogin vor der Vorstellung.

Bild vergrößern Eine junge Frau sitzt vor einem Spiegel und schminkt sich.

13. Preis / Mali Lazell "Unterwegs mit Theater HORA" – Bild 3: Schminken: Die Schauspielerin Julia Häusermann bereitet sich auf die Vorstellung vor. Alle Darstellerinnen und Darsteller schminken sich für dieses Stück selbst.

Bild vergrößern Eine junge Frau setzt sich einen Hut auf. Ein Mann schaut ihr dabei zu.

13. Preis / Mali Lazell "Unterwegs mit Theater HORA" – Bild 4: Umziehen: Der Musiker Enrico Rizzi und die Schauspielerin Julia Häusermann backstage in der Garderobe beim Umziehen..

Bild vergrößern Ein Mann mit Hut und Brille lacht in die Kamera.

13. Preis / Mali Lazell "Unterwegs mit Theater HORA" – Bild 5: Spielen: Der Schauspieler Gianni Blumer während der Vorstellung. Er spielt den griechischen Gott Dionysos, den Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase.

Bild vergrößern Eine junge Frau steht im Wald. Links trägt sie eine Handprothese. Sie hält eine Trompete.

14. Preis / Jana Madzigon "Josy aus Zwettl" – Bild 1



Bei einem Unfall in ihrer Heimat in Ruanda erleidet Josy im Alter von zwei Jahren schwere Verbrennungen und in Folge verlor sie den linken Unterarm und beide Unterschenkel. Über ein Zentrum für Straßenkinder wird sie nach Österreich gebracht und dort operiert und mit Prothesen versorgt. Sie lernt schnell Deutsch, geht in die Schule und bekommt Trompetenunterricht. Bei dem Wettbewerb „Prima la Musica!“ gewinnt sie in ihrer Altersklasse den 1. Preis für ihr Trompetenspiel. 

Bild vergrößern Eine Trompete wird von einer Hand und einer Handprothese gehalten.

14. Preis / Jana Madzigon "Josy aus Zwettl" – Bild 2

Bild vergrößern Eine junge Frau mit dunkler Hautfarbe steht im Wald und spielt Trompete. Links trägt sie eine Handprotese.

14. Preis / Jana Madzigon "Josy aus Zwettl" – Bild 3

Eine junge dunkelhäutige Frau sitzt an einem Baum ein einem Flussufer. Links trägt sie eine Handprothese.

14. Preis / Jana Madzigon "Josy aus Zwettl" – Bild 4

Junge Frau mit dunkler Hautfarbe auf eine Wiese. Vor hier hängen rote Äpfel an einem Baum. Sie lächelt.

14. Preis / Jana Madzigon "Josy aus Zwettl" – Bild 5

Bild vergrößern Ein alter Mann riecht an einer Blume.

Sonderpreis / Rafael Heygster "Würde wahren" – Bild 1: Dieter Mahl: Dieter Mahl genießt den Duft einer Blume.



Bis vor 30 Jahren wurden Menschen mit Behinderungen in Deutschland in psychiatrischen Langzeitkliniken untergebracht und vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen. So auch in „Kloster Blankenburg“ in der Nähe von Oldenburg, wo sie unter unmenschlichen Bedingungen lebten. Rafael Heygster hat ehemalige Patienten besucht und porträtiert – die Bilder sind nicht inszeniert, sie entstanden im Alltag.

Bild vergrößern Ein Mann sitzt in der Dunkelheit auf seinem Bett. Er hält eine Hand vor dem Mund.

Sonderpreis / Rafael Heygster "Würde wahren" – Bild 2: Thomas Mische: Thomas Mische lernte nach seiner Rückkehr, dass man beim Essen und Trinken nicht hetzen muss, sondern in Ruhe genießen darf. Er liebt es, Kaffee zu trinken.

Bild vergrößern Eine alte Dame sitzt in einem Sessel. Sie fasst sich an den Kopf und schaut an der Kamera vorbei.

Sonderpreis / Rafael Heygster "Würde wahren" – Bild 3: Ursula Pump: Wie Ursula Pump ihre Zeit in Blankenburg erlebte, kann sie nicht in die Worte einer bekannten Sprache fassen. Und doch bleibt das Geschehene da. Wie drückt man sich aus, wenn Worte fehlen? Ursula Pump schreibt gern ganze Blätter mit Schleifen voll, mit Schwung und Kraft, manchmal nur in Schwarz, oft in wechselnd bunten Farben.

Bild vergrößern Ein alter Mann sitzt in der Dunkelheit. Er schaut nachdenklich und hat das Kinn in die rechte Hand gstützt.

Sonderpreis / Rafael Heygster "Würde wahren" – Bild 4: Horst Ziebarth: Horst Ziebarth sitzt in seinem Zimmer im Wohnheim in Bremen. Er sorgte sich viel um den Garten, den er von seinem Fenster aus sehen konnte.

Bild vergrößern Ein alter Mann schaut durch den Sucher einer Kamera.

Sonderpreis / Rafael Heygster "Würde wahren" – Bild 5: Willi Fliedl: Willi Fliedl saß im Rollstuhl und konnte nicht sprechen, liebte es jedoch, zu fotografieren und zu filmen. An seinem Rollstuhl hatte er eine eigene Vorrichtung, um seine Kamera zu befestigen.



Ab Herbst 2021 werden die ausgezeichneten Bilder bundesweit in einer Wanderausstellung zu sehen sein.

06.09.-27.09.2021

Hamburg, Moorweide

30.09-16.10.2021

Berlin, Wittenbergplatz

19.10.-27.10.2021

Schweinfurt, Georg-Wichtermann-Platz

30.10.-07.11.2021

Erfurt, Willy-Brandt-Platz

10.11.-23.11.2021

Kassel, Treppenstraße (Obelisk)

26.11.-19.12.2021

Köln, Ottoplatz

04.01.-19.01.2022

Bonn, Münsterplatz

24.02.-09.03.2022

Darmstadt, Friedensplatz

Video der Preisverleihung auf dem Kongress BGW forum 2021 "Sicher und gesund in der Behindertenhilfe":