BGW-Fotowettbewerb "Mensch - Arbeit - Alter" 2019: Was Pflegende leisten

Im Rahmen von "Mensch – Arbeit – Alter" hat die BGW im März 2020 Beiträge von 16 Künstlerinnen und Künstlern ausgezeichnet. Die Werke beschäftigen sich mit der Arbeit in der Pflege älterer Menschen.

Die BGW setzt sich damit für gesunde Arbeitsbedingungen im Zukunftsberuf Pflege und für mehr Wertschätzung dieser wichtigen Profession ein.

Lernen Sie die ausgezeichneten Bilder kennen: in unserer virtuellen Ausstellung (nicht barrierefrei) oder alternativ in der Bildergalerie zum Durchklicken!

Beide Formate zeigen alle Werke!

Starten Sie die virtuelle Ausstellung:

Die Bildergalerie zum Fotowettbewerb:

Um die Fotos der Künstlerinnen und Künstler in Originalgröße zu sehen, klicken Sie bitte auf die Bildvergrößerung!

Bild vergrößern Eine ältere Frau liegt auf einem Bett und schaut an die Decke.

1. Platz: Marlene Hoberger "Leere Tage" - Bild 1



Die Fotografin hat sechs Monate lang ein Altenpflegeheim besucht und am Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner teilgenommen. In den Bildern spiegeln sich insbesondere die Leere des Heimalltags und das Gefühl des "Nicht-mehr-gebraucht-werdens" wider.

Bild vergrößern Fotos eines Paares in jüngeren und ältern Jahren stehen nebeneinander auf einer Kommode.

1. Platz: Marlene Hoberger "Leere Tage" – Bild 2

Bild vergrößern Eine Getränkeflasche und Weintrauben stehen auf einem Tisch im Pflegeheim.

1. Platz: Marlene Hoberger "Leere Tage" – Bild 3

Bild vergrößern Eine Sammlung bunter Teller hängt über einem Bett, in dem eine ältere Frau liegt.

1. Platz: Marlene Hoberger "Leere Tage" – Bild 4

Bild vergrößern Eine ältere Frau in einem pinken Pullover. Sie schaut an der Kamera vorbei.

1. Platz: Marlene Hoberger "Leere Tage" – Bild 5

Bild vergrößern Eine Pflegerin wäscht einem Mann in einer Badewanne die Haare.

2. Platz: Livia Kappler "Badezimmerbegegnungen"  –  Bild 1: Zwei Mal in der Woche kommt die Caritas zu Herrn B. Obwohl er altersbedingt noch keine Hilfe benötigt, bekommt er mit diesen zwei Terminen etwas Struktur in sein Leben. Die Pflege seiner langen Haare ist ihm besonders wichtig.



Die Fotoserie ist eine Homage an den Pflegeberuf. Livia Kappler arbeitete ein Jahr lang in den Semesterferien in der ambulanten Altenpflege und erfuhr, wie schnell man durch diese Arbeit Zugang zu Menschen in intimsten Situationen findet und das es letztlich um "Menschlichkeit" geht. Diese Eindrücke werden in ihren Fotos festgehalten.


Bild vergrößern Eine Pflegerin duscht eine Patientin und hat einen Katheterbeutel am Kittel hängen.

2. Platz: Livia Kappler "Badezimmerbegegnungen"  – Bild 2: Auch beim Duschen bleibt ein Dauerkatheter an Ort und Stelle. So lernt man als Pflegekraft, kreativ zu werden. Schon die kleinsten Tricks und Kniffe erleichtern die Arbeit enorm.

Bild vergrößern Eine Pflegerin hilft einer Frau in die Dusche.

2. Platz: Livia Kappler "Badezimmerbegegnungen"  – Bild 3: Der Weg aus der und in die Dusche ist oftmals kein leichter. Kleine Schwellen und rutschige Fliesen können ganz schnell zum Verhängnis werden. Deshalb muss man in dieser Situation besonders vorsichtig sein. Antirutschmatten, Duschstühle und Griffe minimieren das Risiko zu stürzen. Doch Frau M. wehrt sich gegen einen Duschstuhl und hält tapfer die Balance.

Bild vergrößern Eine Patientin sitzt auf der Toilette. Eine Pflegerin kniet ihr gegenüber.

2. Platz: Livia Kappler "Badezimmerbegegnungen"  – Bild 4: Was gibt es Intimeres als den Gang ins Badezimmer? Vor einer anderen Person sein Geschäft zu verrichten oder sich zu waschen kostet sehr viel Überwindung. Es braucht als PflegerIn viel Feingefühl, um in dieser Situation dem Patienten/der PatientIn richtig zu begegnen und ihm/ihr das Schamgefühl zu nehmen. Nur wenn man als Team agiert, schafft man eine Basis, auf der man sich vertraut und respektiert.

Bild vergrößern Ein älterer Mann trocknet sich mit einem Handtuch ab.

2. Platz: Livia Kappler "Badezimmerbegegnungen"  – Bild 5: Wie in allen Pflegeberufen gilt es, den Patienten/die Patientin lediglich zu unterstützen, nichts abzunehmen, was er/sie selbst noch kann. Dieser Grundsatz ist sehr wichtig, da zum einen motorische Fähigkeiten erhalten bleiben und zum anderen die Würde des Patienten/der Patientin bewahrt wird. Es geht um Selbstbestimmung, diese steht immer an erster Stelle.

Bild vergrößern Ein älterer Mann liegt in einem Krankenhausbett.

3. Platz: Thomas Engel "Walter und Marie" – Bild 1: Walter Paul im Krankenhaus



Walter stirbt. Seine Tochter Marie ist mit ihm im Krankenhaus. Die Arbeit entstand in den Wochen, in denen der 93-jährige Walter, der in den vorherigen zehn Jahren bereits mehrere Schlaganfälle erlitten hatte, zum letzten Mal im Hospital auf verschiedene altersbedingte Symptome hin behandelt wurde.

Bild vergrößern Ein älterer Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch.

3. Platz: Thomas Engel "Walter und Marie" – Bild 2: Marie

Bild vergrößern Eine Frau und ein älterer Mann im Rollstuhl befinden sich in einem Fahrstuhl.

3. Platz: Thomas Engel "Walter und Marie" – Bild 3: Im Fahrstuhl

Bild vergrößern Ein leeres Bett steht auf einem Krankenhausflur.

3. Platz: Thomas Engel "Walter und Marie" – Bild 4: Leeres Bett

Bild vergrößern Ein älterer Mann und eine Frau sitzen an einem Tisch.

3. Platz: Thomas Engel "Walter und Marie" – Bild 5: Vater und Tochter abends

Bild vergrößern Ein Lama steht am Bett einer älteren Frau.

Sonderpreis: Lisa-Marie Kaspar "Berührungspunkte" – Bild 1: An diesem Tag waren zwei Lamas zu Besuch auf dem Gelände des Pflegeheims. Zu zwei bettlägerigen Bewohnerinnen kamen sie sogar ins Zimmer.



Das Bild entstand im Seniorenheim Ehehaltenhaus/St.Nikolaus der Stiftung Bürgerspital im Würzburger Stadtteil Sanderau. Der Titel "Berührungspunkte" verrät schon, dass es um Berührungen geht – sowohl körperlich als auch emotional.


Bild vergrößern Eine ältere Frau hält lächelnd eine VR-Brille auf dem Schoß.

4. Platz: Andrea Vollmer "Zurück in die Zukunft" –  Bild 1: Frau Bertels, Bewohnerin des Caritas-Altenzentrums St. Maternus, freut sich auf die virtuellen Reisen.



Das Caritas-Altenzentrum St. Maternus in Köln verfolgt seit 2018 ein erweitertes digitales Betreuungskonzept, bei dem Virtual-Reality-Brillen, Gaming-Stationen und Tablets eingesetzt werden. Die Fotos erzählen, wie das Angebot von Bewohnern und Mitarbeitenden angenommen und genutzt wird.

Bild vergrößern Eine ältere Frau hat eine VR-Brille aufgesetzt.

4. Platz: Andrea Vollmer "Zurück in die Zukunft" – Bild 2: Frau Kasper, Mitarbeiterin der Sozialen Betreuung im Caritas-Altenzentrum St. Maternus, hilft Frau Bertels beim Aufsetzen der VR-Brille.

Bild vergrößern Eine ältere Frau mit VR-Brille sitzt neben einer jungen Frau vor einem Computer.

4. Platz: Andrea Vollmer "Zurück in die Zukunft" – Bild 3: Durch den Einsatz der VR-Brille kann Frau Bertels Erinnerungen, etwa an eine Reise nach New York, wieder aufleben lassen. Frau Kasper ist bei diesen Reisen an ihrer Seite.

Bild vergrößern Eine Hand fährt mit einem elektrischen Gerät über einen Monitor.

4. Platz: Andrea Vollmer "Zurück in die Zukunft" – Bild 4: Gemeinsam mit Frau Kasper folgt Frau Bertels den Unterwassertieren.

Bild vergrößern Eine junge Frau lächelt in die Kamera.

4. Platz: Andrea Vollmer "Zurück in die Zukunft" – Bild 5: Frau Kasper empfindet den Einsatz digitaler Technik als Bereicherung für Mitarbeiter und Bewohner.

Bild vergrößern Ein alter Mann mit großer Brille sitzt in einem Wohnzimmer ganz nah vor einem Monitor und blättert in Unterlagen. Auf dem Monitor steht eine beleuchtete Weltkugel. Der Lichtschein trifft sein Gesicht.

5. Platz: Magdalena Stengel "± 100" – Bild 1: 99 Jahre



Die Serie „±100“ erzählt von Menschen im Alter zwischen 90 und 100 Jahren aus Ost-, West-, Nord- und Süddeutschland. Und vom stetigen Erleben der Welt um sich herum, von Glück und Unglück, von Krieg und Frieden innerhalb unterschiedlichster Lebenswirklichkeiten und Lebensräume.

Bild vergrößern Ein älterer Mann steht mit Stock zwischen Pflanzen vor einer grauen Wand.

5. Platz: Magdalena Stengel "± 100" – Bild 2: Herr Viefhaus

Bild vergrößern Ein älterer Mann schaut durch einen Schlitz in einem orangenen Vorhang.

5. Platz: Magdalena Stengel "± 100" – Bild 3: In Leipzig

Bild vergrößern Ein älterer Mann im Anzug tanzt.

5. Platz: Magdalena Stengel "±- 100" – Bild 4: WiPe tanzt.

Bild vergrößern Eine ältere Frau wird von Mädchen geschminkt.

5. Platz: Magdalena Stengel "± 100" – Bild 5: Hermine

Bild vergrößern Eine junge Frau schiebt eine alte Dame im Rollstuhl an einer Hecke entlang. Im Hintergrund ziehen Wolken auf.

6. Platz: Marlene Pfau "Sorgearbeit" – Bild 1: Spaziergang



Die Serie "Sorgearbeit" setzt sich mit dem Thema der 24-Stunden-Betreuung in der häuslichen Altenpflege auseinander. Im Mittelpunkt steht die aus Polen stammende Altenpflegerin Danuta Banasiak, die sich um eine schwer an Demenz erkrankte Frau kümmert – rund um die Uhr.

Bild vergrößern Ein älterer Mann hält sich ein Handtuch vor das Gesicht, während seine Haare gewaschen werden.

6. Platz: Marlene Pfau "Sorgearbeit" – Bild 2: Duschen

Bild vergrößern Eine ältere Frau entstaubt Bilderrahmen.

6. Platz: Marlene Pfau "Sorgearbeit" – Bild 3: Putzen

Bild vergrößern Ein Teller mit in Häppchen geschnittenem Käsebrot.

6. Platz: Marlene Pfau "Sorgearbeit" – Bild 4: Abendbrot

Bild vergrößern Eine Frau in Winterkleidung.

6. Platz: Marlene Pfau "Sorgearbeit" – Bild 5: Danuta Banasiak

Bild vergrößern Ein älterer Herr mit Hemd und Krawatte bekommt einen Kuchen mit einer 100 überreicht.

7. Platz: Ellen R. Dornhaus "Altenpflege" – Bild 1: Eine übermäßige Pflege kann Widerstand hervorrufen. Manchmal dient sie eher dem Bedürfnis der Pflegenden als dem zu Pflegenden selbst.



Pflege muss mit Taktgefühl ausgeführt werden. Die Wehrlosigkeit des zu Pflegenden kann demütigend sein. Der Abgebildete ist mein Vater, der bereits vor neun Jahren verstorben ist. Die anderen Personen sind unkenntlich gemacht.

Bild vergrößern Ein älterer Mann liegt in einem Bett, umgeben von medizinischen Geräten.

8. Platz: Finn Winkler "Will you still need me, will you still feed me?" – Bild 1: Vor seinem Unfall im Jahr 2010 war Klaus als selbstständiger Kunstbedarfshändler tätig. Seit dem Sturz muss er nun ständig an eine Beatmungsmaschine angeschlossen sein. Um für den Notfall gewappnet zu sein, hält Julia immer eine spezielle Handpumpe bereit. Mit ihr kann man die Lungenfunktion manuell aufrechterhalten.



Die Bilder dokumentieren den Alltag von Klaus und Julia (Namen geändert): Klaus ist seit einem Reitsturz querschnittsgelähmt. Seine Partnerin Julia hat sich entschlossen, ihn zu Hause zu versorgen. 

Bild vergrößern Eine Frau beugt sich über einen Mann im Bett.

8. Platz: Finn Winkler "Will you still need me, will you still feed me?" – Bild 2: Seit 23 Jahren ist das Paar zusammen. Zwei Jahre nach dem Unfall haben sie geheiratet. Nur noch selten öffnet Klaus seine Augen. Doch manchmal spricht aus ihnen eine ungemeine Lebensfreude.

Bild vergrößern Durch die geöffnete Tür erkennt man einen Rollstuhl und einen Personenlifter.

8. Platz: Finn Winkler "Will you still need me, will you still feed me?" – Bild 3: Julia versucht häufig, mit Klaus an die frische Luft zu gehen. Selbst kleine Spaziergänge bedeuten einen großen Aufwand. Sie sind nur möglich, wenn die Temperatur nicht zu niedrig ist. Sonst wird die Funktion der Beatmungsmaschine beeinträchtigt.

Bild vergrößern Eine Frau kämmt einem Mann die Haare.

8. Platz: Finn Winkler "Will you still need me, will you still feed me?" – Bild 4: Jemand hat Klaus einmal die Frage gestellt, ob er weiterleben oder sterben möchte. Klaus wollte weiterleben.

Bild vergrößern Ein Mann sitzt in einem Rollstuhl im Wohnzimmer.

8. Platz: Finn Winkler "Will you still need me, will you still feed me?" – Bild 5: Julia betont häufig, wie wenig sie Mitleid mag. Wenn sie von dem Unfall spricht, klingt ihre Stimme fest.

Bild vergrößern Ein Pfleger geht mit einer älteren Frau mit einem Rollator durch einen Flur.

9. Platz: Kurt Steinhausen "Daniel und Gertrud" – Bild 1: Reden und Zuhören



Die Fotoserie "Daniel und Gertrud" geht auf die Beziehung zwischen Pflegenden und gepflegter Person ein – einerseits einer wirtschaftlichen Vereinbarung und andererseits Räume und Zeitfenster, in denen sich auch Vertrauen, Verbundenheit und Sympathie entwickeln können und damit ein zugewandter Umgang und emotionaler Austausch.


Bild vergrößern Ein Pfleger kämmt einer älteren Frau die Haare.

9. Platz: Kurt Steinhausen "Daniel und Gertrud" – Bild 2: Pflegen und Helfen

Bild vergrößern Eine ältere Frau hält sich am tätowierten Arm ihres Pflegers fest.

9. Platz: Kurt Steinhausen "Daniel und Gertrud" – Bild 3: Festhalten und Vertrauen

Bild vergrößern Eine ältere Frau schaut mit einem Pfleger ein Fotoalbum an. Beide lachen.

9. Platz: Kurt Steinhausen "Daniel und Gertrud" – Bild 4: Zusammensein und Erinnern

Bild vergrößern Eine ältere Frau tanzt mit einem Pfleger.

9. Platz: Kurt Steinhausen "Daniel und Gertrud" – Bild 5: Tanzen und Leben

Bild vergrößern Ein älterer Mann liegt in einem Krankenhausbett.

10. Platz: Uta Gareis "Menschliches Sein in der Pflege" – Bild 1: Robert Simpson (verstorben am 16.05.2019), ehemaliger schottischer Offizier



Die Fotos stellen das Thema Pflege so gut und authentisch wie möglich dar. Eine besondere Herausforderung war, diesen sehr intimen Bereich würdevoll, aber dennoch unverfälscht bildlich wiederzugeben.

Bild vergrößern Ein älterer Mann liegt in einem Krankenbett in einer Kirche.

10. Platz: Uta Gareis "Menschliches Sein in der Pflege" – Bild 2: Robert hat sich eine Segnung in unserer Kapelle im Beisein seiner Tochter Yvonne gewünscht. Unser Seelsorger, Pastoralreferent Jürgen Schmitz, liest ihm seine Lieblingsstelle vor und segnet ihn.

Bild vergrößern Eine Pflegerin steht mit einem Tablett in einem Krankenhausflur.

10. Platz: Uta Gareis "Menschliches Sein in der Pflege" – Bild 3: Ohne persönliches Engagement und Überzeugung wäre die hohe Arbeitsbelastung nicht zu schaffen.

Bild vergrößern Mehrere Rollatoren stehen auf einem Kranenhausfur.

10. Platz: Uta Gareis "Menschliches Sein in der Pflege" – Bild 4: Unentbehrliche Fahrzeuge in der Pflege

Bild vergrößern Fünf Personen sitzen um einen Tisch mit Kaffee und Kuchen.

10. Platz: Uta Gareis "Menschliches Sein in der Pflege" – Bild 5: Immer donnerstags öffnet unser Café Zeit. Für unsere Patienten, deren Angehörige und Freunde ist es eine Rückzugsmöglichkeit, die zur Begegnung und zum Gespräch einlädt. Das Café Zeit wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern und professionellen Kräften aus dem Krankenhaus begleitet. Unsere unentbehrlichen Grünen Damen verwöhnen die Gäste mit selbst gebackenem Kuchen und Getränken


Bild vergrößern Eine ältere Frau im Rollstuhl sitzte mit einer jüngeren Frau an einem gedeckten Tisch.

11. Platz: Axel Beyer "Aufgenommen sein" – Bild 1: Zweisamkeit



Der Fotograf begleitete seine Frau und seine Schwiegermutter, nachdem diese aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit bei ihnen einzog. Die Bilder dokumentieren die belastenden Situationan genauso wie Momente der gegenseitigen Zuwendung.

Bild vergrößern Eine Frau hilft einer älteren Frau ins Bett.

11. Platz: Axel Beyer "Aufgenommen sein" – Bild 2: Transfer

Bild vergrößern Eine Frau streichelt einer älteren Frau im Bett über den Kopf.

11. Platz: Axel Beyer "Aufgenommen sein" – Bild 3: Berührtsein

Bild vergrößern Eine Frau trägt einer älteren Frau Lippenstift auf.

11. Platz: Axel Beyer "Aufgenommen sein" – Bild 4: Lippenstift

Bild vergrößern Eine ältere Frau sitzt im Rollstuhl und schaut einer jüngeren Frau in die Augen.

11. Platz: Axel Beyer "Aufgenommen sein" – Bild 5: Augenblick

Bild vergrößern Ein Mann schläft in einem Bett vor einer Wand mit vielen Bilderrahmen.

12. Platz: Sebi Berens "Sich Zeit nehmen" – Bild 1: Mittagsschlaf



Der Fotograf betreut ein paar Tage lang seinem Opa Scharly, der nicht mehr alleine bleiben kann und deshalb inzwischen bei Verwandten wohnt. Die Bilderserie beschäftigt sich mit der Frage, was Pflege im Kreis der Familie bedeutet und nimmt sich Zeit, genauer hinzuschauen.

Bild vergrößern Ein mit Plastikfolie abgedeckter Teller mit Kuchenstücken.

12. Platz: Sebi Berens "Sich Zeit nehmen" – Bild 2: Pack es ein, für später!

Bild vergrößern Ein Grabstein auf einem Friedhof

12. Platz: Sebi Berens "Sich Zeit nehmen" – Bild 3: Muss man für Grabpflege anwesend sein?

Bild vergrößern Ein älterer Mann in Seitenansicht.

12. Platz: Sebi Berens "Sich Zeit nehmen" – Bild 4: Digitales Licht

Bild vergrößern Hände auf einem Tisch zeichnen eine Skizze. Daneben steht benutztes Kaffeegeschirr.

12. Platz: Sebi Berens "Sich Zeit nehmen" – Bild 5: Epilog

Eine ältere Frau schaut an der Kamera vorbei.

13. Platz: Stanislava Schott "Das Leben im Schloss" – Bild1: Woher kenne ich Dich?



Die Fotografin – selbst ehemalige Krankenschwester – begleitete eine Palliativpflegerin zwei Tage lang bei ihrer Arbeit im Pflegewohnhaus Schloss Wasserleith und dokumentiert den dortigen Pflegealltag.

Bild vergrößern Eine ältere Frau und eine Pflegerin umarmen sich vor einem Rollstuhl.

13. Platz: Stanislava Schott "Das Leben im Schloss" – Bild 2: Gib mir Halt!

Bild vergrößern Eine ältere Person hält die Hand einer jüngeren, die um ihre Schulter liegt.

13. Platz: Stanislava Schott "Das Leben im Schloss" – Bild 3: Bleib bei mir!

Bild vergrößern Eine Pflegerin steht neben einem leeren Rollstuhl vor einem Fenster.

13. Platz: Stanislava Schott "Das Leben im Schloss" – Bild 4: Du fehlst!

Bild vergrößern Eine Pflegerin sitzt erschöpft an einem Tisch im Freien.

13. Platz: Stanislava Schott "Das Leben im Schloss" – Bild 5: An der Grenze

Bild vergrößern Eine Pflegerin mit einem Blumentopf in der Hand steht vor einem älteren Mann in einem Sessel.

14. Platz: Henry Steffens "Inseln der Zufriedenheit" – Bild 1: Marcella (28) ist examinierte Altenpflegerin. Sie hilft Menschen wie Herrn A. (88), ihren Weg durch den Alltag zu finden.



Pflegende sorgen jeden Tag dafür, dass sich Menschen  mit Demenz in einer durch Erinnerungsverlust entfremdeten Welt zurechtfinden und wohlfühlen können. Sie sind  wichtige Bezugspersonen und führen immer wieder entfallendes Wissen und Erfahrungen zurück, helfen erinnern und erschaffen Inseln der Zufriedenheit.

Bild vergrößern Ein junger tätowiertetr Mann schiebt eine ältere Frau im Rollstuhl. Er lächelt in die Kamera.

15. Platz: Elisa Radzun "Lachen ist die schönste Sprache der Welt" – Bild 1: Unkonventioneller Typ trifft auf konventionelle Seniorin. 



Auf den Bildern sieht man die 81-jährige Bewohnerin Gisela mit ihrem Pfleger Serno und ihrer Pflegerin Lara. Die Fotos zeigen, dass Altenpflege nicht nur "Pflege" im engeren Sinn ist. Sie bedeutet auch geschenktes Vertrauen, Dankbarkeit und Lebensfreude. 

Bild vergrößern Eine junge Frau und eine ältere Frau im Rollstuhl stehen Rücken an Rücken auf einer Straße.

15. Platz: Elisa Radzun "Lachen ist die schönste Sprache der Welt" – Bild 2: In der Nähe des Wohnheims befindet sich der Spreebogen, wo man vorbeikommende Schiffe und Wasservögel beobachten kann. 

Bild vergrößern Eine junge Frau pflückt Blumen für eine ältere Frau im Rollstuhl.

15. Platz: Elisa Radzun "Lachen ist die schönste Sprache der Welt" – Bild 3: Lara und Gisela – Flower-Power

Bild vergrößern Eine alte Frau im Rollstuhl und eine junge Frau sitzen am Ufer eines Flusses.

15. Platz: Elisa Radzun "Lachen ist die schönste Sprache der Welt" – Bild 4: Lara und Gisela – gemeinsam

Bild vergrößern Eine ältere Frau sitzt im Rollstuhl, eine jüngere Frau lehnt sich lächelnd an.

15. Platz: Elisa Radzun "Lachen ist die schönste Sprache der Welt" – Bild 5: Lara und Gisela – der Blick in die Ferne

Licht und Schatten in der Pflege

Profis wie Newcomer in der Fotografie haben sich taktvoll und mitfühlend der Aufgabe genähert, Menschen in – teilweise intimen – Pflegesituationen zu fotografieren. Manche von ihnen arbeiten selbst in der Pflege, andere fotografierten Angehörige, wieder andere erschlossen sich das Thema als Außenstehende.

Die Preisträgerinnen und Preisträger haben dabei ihren persönlichen Blickwinkel und ihre eigene Bildsprache gefunden. Gleichzeitig beeindruckt die gestalterische Qualität und Vielfalt ihrer Werke: sorgsam gewählte Farben und Bildkompositionen, mal künstlerisch, mal sachlich, mit Blick aufs Detail und auf das große Ganze.

Vorstellung der preisgekrönten Werke im Video: