BGW-Fotowettbewerb "Mensch - Arbeit - Handicap" 2021: Inklusion zeigen

Beim Wettbewerb "Mensch - Arbeit - Handicap" 2017 der BGW und ihres Medienpartners chrismon haben die Teilnehmenden Inklusion zum Thema ihrer fotografischen Arbeit gemacht.

Die eingereichten Arbeiten zeigten, was in Menschen mit Behinderungen steckt. Zu sehen sind sowohl positive Beispiele als auch Hindernisse.

Lernen Sie die ausgezeichneten Bilder kennen: in unserer virtuellen Ausstellung (nicht barrierefrei) oder alternativ in der Bildergalerie zum Durchklicken!

Beide Formate zeigen alle Werke!

Starten Sie die virtuelle Ausstellung:

Die Bildergalerie zum Fotowettbewerb:

Um die Fotos der Künstlerinnen und Künstler in Originalgröße zu sehen, klicken Sie bitte auf die Bildvergrößerung!

Bild vergrößern Die Hände einer Frau. Die Handinnenflächen sind der Kamera zugewandt, Zeige- und Mittelfinger jeder Hand sind nach oben gerichtet und berühren sich an den Spitzen.

1. Platz: Selina Pfrüner "Blinde Expertin – Porträt einer medizinischen Tastuntersucherin" – Bild 1: Mit diesem Profi-Handgriff ertasten die blinden Expertinnen und Experten 30% mehr Veränderungen im Brustgewebe, doppelt so viele Knoten und bis zu 2 mm kleine Mini-Tumore., doppelt so viele Knoten und bis zu 2 mm kleine Mini-Tumore.



Die Fotoserie zeigt die Arbeit der blinden Tastuntersucherin Katrin Kasten. Gezeigt wird so ein Positivbeispiel von Inklusion – Menschen  die nicht trotz, sondern genau wegen ihres Handicaps beschäftigt werden. Weil sie eine spezielle Begabungmit mitbringen.

Bild vergrößern Die Hand einer Expertin tastet die Brust einer Frau ab.

1. Platz: Selina Pfrüner" Blinde Expertin – Porträt einer medizinischen Tastuntersucherin" – Bild 2: Vor dem eigentlichen Abtasten erfühlt die MTU, wie die Brust beschaffen ist, z.B. in Größe, Form und Festigkeit.

Bild vergrößern Klebestreifen liegen auf einem Tisch.

1. Platz: Selina Pfrüner" Blinde Expertin – Porträt einer medizinischen Tastuntersucherin" – Bild 3: Die selbstklebenden Streifen werden auf der Brust angebracht. Sie dienen der MTU zur Orientierung und helfen ihr bei der genauen Angabe der Befunde.

Bild vergrößern Porträt: blinde Frau in konzentrierter Haltung

1. Platz: Selina Pfrüner"Blinde Expertin – Porträt einer medizinischen Tastuntersucherin" – Bild 4: Um in tieferen Gewebeschichten zu spüren, muss teilweise mit etwas Druck getastet werden.

Bild vergrößern  Eine Frau liegt mit freiem Oberkörper auf einer Liege und wird von der Untersucherin abgetastet.

1. Platz: Selina Pfrüner "Blinde Expertin – Porträt einer medizinischen Tastuntersucherin" – Bild 5: Katrin Kasten konzentriert bei der Untersuchung.

Bild vergrößern Ein bärtiger Mann mit einer Prothese am linken Arm bindet sich eine Krawatte.

2. Platz: Thomas Victor "HUMAN+ – Die Verschmelzung von Mensch und Technik" – Bild 1: Bertolt Meyer, Professor für Organisationspsychologie an der Technischen Universität Chemnitz, kam ohne linken Unterarm zur Welt. Nach verschiedenen herkömmlichen Prothesen trägt er nun eine bionische Prothese.



Die vorliegenden Abbildungen sind ein Auszug aus der Arbeit des Fotografen zum Universitätsabschluss im Bereich Fotojournalismus und Dokumentarfotografie. Die Serie beschäftigt sich mit der Verschmelzung von Mensch und Technik und zeigt, von welchen technischen Assistenzsystemen Menschen heute schon profitieren.

Ein Mann sitzt an einem Laptop und trägt ein Stirnband mit Elektroden am Kopf.

2. Platz: Thomas Victor "HUMAN+ – Die Verschmelzung von Mensch und Technik" – Bild 2: Stefan Greiner ist Mitbegründer des Berliner Cyborg e.V. Zusammen mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern hat er sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von technischen Erweiterungen des Körpers auf Open-Source-Basis voranzutreiben, sowie die Rechte von Menschen mit technischen Erweiterungen zu schützen.

Bild vergrößern Modell eines menschlichen Schädels. Die obere Hälfte fehlt, sodass das Gehirn sichtbar ist.

2. Platz: Thomas Victor "HUMAN+ – Die Verschmelzung von Mensch und Technik" – Bild 3: Auf dem Bild ist ein vom Freiburger Professor für Biomedizinische Mikrosystemtechnik Thomas Stieglitz entwickeltes neurotechnisches Implantat zu sehen, das auf der Großhirnrinde liegend Summensignale kleiner Kortexbereiche sammelt.

Bild vergrößern Ein asiatischer Mann im Rollstuhl vor einer Zuschauertribüne. Er trägt eine weiße Kappe an der verschiedenfarbige Elektroden befestigt sind.

2. Platz: Thomas Victor "HUMAN+ – Die Verschmelzung von Mensch und Technik" – Bild 4: Hong Ki Gim aus Korea ist querschnittgelähmt und nimmt am Wettbewerb der sogenannten BCI Racer teil. Seine Aufgabe ist es, mittels eines Brain-Computer Interface (BCI) eine Figur in einem Computerspiel mit Gedanken zu steuern.

Bild vergrößern Die Shilouette eines Mannes im Profil, aus dessen Hinterkopf eine dünne, nach vorne gebogene Antenne ragt.

2. Platz: Thomas Victor "HUMAN+ – Die Verschmelzung von Mensch und Technik" – Bild 5: Neil Harbisson ist berühmt für seine im Schädel implantierte Antenne. Sie ermöglicht dem von Geburt an Farbenblinden, Farben zu hören.

Bild vergrößern Eine Junge Frau steht an ihrer Wohnungstür.

3. Platz: Inga Alice Lauenroth "Marietta, 21" – Bild 1: Marietta an ihrer Wohnungstür



Inga Alice Lauenroth hat Marietta zwei Jahre lang fogotrafisch begleitet. Das „Krankheitsbild“ der jungen Frau wurde erst als Borderline, dann als Dissoziative Identitätsstörung bennant  – der letzte Standpunkt ist das Asperger-Syndrom. 

Bild vergrößern Eine junge Frau steht auf einer Wiese an einem Baum im Nebel.

3. Platz: Inga Alice Lauenroth "Marietta, 21" – Bild 2: Marietta im Nebel

Bild vergrößern Eine junge Frau mit unregelmäßig geschnittenem Haar im Porträt bis zu den nackten Schultern.

3. Platz: Inga Alice Lauenroth "Marietta, 21" – Bild 3: Marietta, Porträt

Bild vergrößern Eine junge Frau sitzt auf einer Bank vor einer Klinik.

3. Platz: Inga Alice Lauenroth "Marietta, 21" – Bild 4: Marietta wartet auf Hilfe

Bild vergrößern Eine junge Frau mit kurzem Haar sitzt lächelnd auf einer Treppe.

3. Platz: Inga Alice Lauenroth "Marietta, 21" – Bild 5: Marietta im Warteraum ihres Arztes

Bild vergrößern Der Schatten der Speichen und der Radnabe trifft den jungen Mann im Gesicht. Das Rad selbst liegt im Licht.

4. Platz: Marco Boehm "Barrieren begreifen – Brücken beschreiten" – Bild 1: Wie liegen die persönlichen Prioritäten bei einer körperlichen Einschränkung? Wie sehr steht die Behinderung im Weg von Zukunftsplänen, wie sehr verstellt ein Rollstuhl den Blick der oder des "Nicht -Behinderten" auf die eigentliche Person im Rollstuhl?



Die Fotoserie „Barrieren begreifen – Brücken beschreiten“ ist eine sehr persönliche Auseinandersetzung, um den Blick auf den Menschen von nebenan neu zu justieren. Es lässt die Betrachterinnen und den Betrachter die alltäglichen und doch so individuellen Barrieren begreifen. Dies ist die Grundlage, um gemeinsam Brücken zu beschreiten und gemeinsam diese Hindernisse zu überwinden.

Bild vergrößern Ein älterer Mann hält den Griff eines Gehstocks vor sein Auge. Das andere wird durch einen harten Schattenwurf der Brille zerschnitten.

4. Platz: Marco Boehm "Barrieren begreifen – Brücken beschreiten" – Bild 2: Nicht nur Arbeit bringt Erfüllung und Befriedigung im Leben, sondern auch die Freizeit. Bei eingeschränkter Mobilität kann jedoch selbst ein erholsames Wochenende zu einem Nest aus Einsamkeit werden.

Bild vergrößern Zwei Hände halten sich gegenseitig.

4. Platz: Marco Boehm "Barrieren begreifen – Brücken beschreiten" – Bild 3: Ein Tabuthema unserer Gesellschaft ist die Liebe unter Menschen mit Behinderung. Das Recht auf freie Entfaltung und Teilhabe an der Gesellschaft darf hier nicht aufhören.

Bild vergrößern Ein junger Mann hält einen Tischlerhammer vor sein Gesicht.

4. Platz: Marco Boehm "Barrieren begreifen – Brücken beschreiten" – Bild 4: Die Teilhabe am Arbeitsleben ist ein wichtiger Aspekt, um sich gesellschaftlich integriert und „gebraucht“ zu fühlen. Inwieweit große Ziele, wie z. B. die Ausbildung als Tischler oder Tischlerin, erreichbar sind, und wie die Teilhabe am Arbeitsleben mit einer schweren geistigen Behinderung aussehen kann, muss individuell betrachtet werden.

Bild vergrößern Ein Mann - mit phänotypischen Zügen der Trisomie 21 - lächelt, wobei er hinter einem Gitter zu sehen ist.

4. Platz: Marco Boehm "Barrieren begreifen – Brücken beschreiten" – Bild 5: Reisen und andere Kulturen zu erleben gehört zur Teilhabe an der Gesellschaft. Für Menschen mit Behinderung ist das Reisen oft schwierig zu realisieren, da sie auf die Mithilfe vieler unterstützender Strukturen angewiesen sind. Das Bild zeigt aber noch mehr. Denkt der lächelnde Mann, dass er in seinem Körper und Geist gefangen ist, oder meint die Betrachterin und der Betrachter es nur und ist somit eigentlich die Person, die sich hinter den Gittern der Vorurteile befindet?

Bild vergrößern Ein junger Mann mit Behinderung hinter zwei Backblechen voller Kekse. Er trägt eine Bäckermütze und schaut über seinen oberen Brillenrand in die Kamera.

5. Platz: Jonathan Rossbach "Arbeit in der Backstube" – Bild 1: Zu Besuch in der Bäckerei des Troxlerhauses. Schon früh am Morgen arbeiten dort die Menschen mit Behinderung. Frische Brötchen, Kekse und andere Backwaren werden mit viel Liebe hergestellt.



Kaum zu  glauben, aber die Lichter, die früh am Morgen im Troxlerhaus leuchten, dienen nicht den Reinigungskräften, sondern den Bäckerinnen und Bäckern. In der hauseigenen Bäckerei werden Brötchen, Kekse und andere Backwaren hergestellt. Man kann sehen, wie sehr die Arbeit den Menschen mit Behinderung Spaß macht.

Bild vergrößern Porträt eines fülligen Mannes mit Brille.

6. Platz: Ricarda Fallenbacher "Tom" – Bild 1



Die Bilder beleuchten die Fähigkeit eines körperlich beeinträchtigten Menschen am ”normalen“ Berufsleben teilzunehmen und dort sogar eine führende Position einzunehmen. Tom arbeitet als Regisseur und Coach am Theater und als Organisator und Koordinator für zahlreiche Workshops und Festivals. Durch seine ausgeprägte körperliche Einschränkung, das Fehlen sämtlicher Gliedmaßen ist er auf Pflegepersonal angewiesen. In seiner Arbeit schafft er es, durch seinen Intellekt und seine verbale Kraft eine Selbstständigkeit und Zielstrebigkeit auszustrahlen, auf die sein Handicap keinen Einfluss nimmt.
 

Bild vergrößern Ein Mann im Rollstuhl arbeitet an einem tablet.

6. Platz: Ricarda Fallenbacher "Tom" – Bild 2

Bild vergrößern Eine Hand hält einem Mann einen Telefonhörer ans Ohr.

6. Platz: Ricarda Fallenbacher "Tom" – Bild 3

Bild vergrößern Ein Mann im Rollstuhl sitzt an einem Schreibtisch und arbeitet.

6. Platz: Ricarda Fallenbacher "Tom"  – Bild 4

Bild vergrößern Ein Mann mit sehr kurz gewachsenen Armen und Beinen sitzt in einem Spezialrollstuhl auf einer Bühne.

6. Platz: Ricarda Fallenbacher "Tom" –  Bild 5

Bild vergrößern Eine Psychoonkologin in einem Patientengespräch in einer Klinik.

7. Platz: Uwe Schinkel "Hendrike Handrup – Porträt einer Psychoonkologin" – Bild 1: Die 34jährige Psychoonkologin Hendrike Handrup im Patientengespräch auf der Palliativstation des HELIOS Universitätsklinikums in Wuppertal.



Der Wettbewerbsbeitrag zeigt, wie selbstverständlich gehandicapte und und nicht-gehandicapte Menschen zusammenarbeiten. Die Fotografien spiegeln Ernsthaftigkeit, Professionalität, Kollegialität und Lebensfreude. Inklusion wird hier alltäglich und greifbar — und für alle Sehenden auch sichtbar.

Bild vergrößern Eine Frau mit Blindenstock steht in der Tür eines Raumes und spricht mit einem Mann, der am Computer sitzt.

7. Platz: Uwe Schinkel "Hendrike Handrup – Porträt einer Psychoonkologin" – Bild 2: Ein typisches Fachgespräch zwischen Henrike Handrup und dem Oberarzt Knut Moll-Kuster in dessen kleinem Büro

Bild vergrößern Ein Mann und eine Frau gehen einen Klinikflur entlang – die Frau trägt einen Blindenstock.

7. Platz: Uwe Schinkel "Hendrike Handrup – Porträt einer Psychoonkologin" – Bild 3: Der lange und verzweigte Weg zwischen Station und Büro

Bild vergrößern Eine Frau sitzt am Schreibtisch einem Mann gegenüber und lacht.

7. Platz: Uwe Schinkel "Hendrike Handrup – Porträt einer Psychoonkologin" – Bild 4: Henrike Handrup und ihr Kollege Dr. Tim Reuter im gemeinsamen Büro.

Bild vergrößern Ein Mann im Rollstuhl arbeitet mit einem Schweissgerät.

8. Platz: Uwe Paul Schulze "Ein selbstbestimmtes Leben – Ideen werden greifbar, neue Wege erfahrbar"– Bild 1: Reparaturarbeiten am Handbike Marke Eigenbau. Seit Jahren baut der Ingenieur Ingmar Kleist seine Handbikes selbst. Durch das Umsetzen dieser Ideen erschließt er sich die Freiheit der Bewegung auf seine Art.



Ingmar Kleist, gelernter Schornsteinfeger, stürzte beim Reinigen eines Industrie-Schornsteins fünfundzwanzig Meter in die Tiefe. Über achtzehn Monate kämpfte er sich ins Leben zurück. Als Ingenieur arbeitet er heute an der Entwicklung technischer Hilfsmittel für sehbehinderte Menschen. Seinen Traum von eigener Bewegung und Freiheit verwirklichte er sich durch den Bau von eigenen Handbikes. Die Fotos dokumentieren eine Tour entlang der Ostseeküste und beim Paddeln im Spreewald.

Bild vergrößern Ein Mann sitzt zwischen vielen Fahrrädern im Zug.

8. Platz: Uwe Paul Schulze "Ein selbstbestimmtes Leben – Ideen werden greifbar, neue Wege erfahrbar" – Bild 2: Einmal im Jahr machen wir eine Woche Radurlaub. Meistens fahren wir die Ostseeküste entlang. Dabei wird das neue Handbike auf Herz und Nieren geprüft. Ich begleite Ingmar Kleist schon über acht Jahre.

Bild vergrößern Ein Mann sitzt auf einem Handybike und bedient ein Navigationsgerät.

8. Platz: Uwe Paul Schulze "Ein selbstbestimmtes Leben – Ideen werden greifbar, neue Wege erfahrbar" – Bild 3: Entlang der Küste auf dem Weg nach Poel. Per Navigation wird ein besserer Weg gesucht.

Bild vergrößern Ein Mann sitz in einem Handybike am Meer.

8. Platz: Uwe Paul Schulze "Ein selbstbestimmtes Leben – Ideen werden greifbar, neue Wege erfahrbar" – Bild 4: Nach fünf Tagen und 550 km in den Armen endlich am Strand von Poel entspannen.

Bild vergrößern Ein Mann paddelt in einem Kanu auf dem Wasser.

8. Platz: Uwe Paul Schulze "Ein selbstbestimmtes Leben – Ideen werden greifbar, neue Wege erfahrbar" – Bild 5: Das erste Wochenende im Mai ist immer Anpaddelzeit. Um auch an Land beweglich zu sein, wird der Rollstuhl in einem separaten Boot mitgeführt.

Bild vergrößern Eine Frau mit Trisomie 21 arbeitet in einer Küche.

9. Platz: Insa Vollert "Das Stadthaushotel" – Bild 1



Die Fotostrecke porträtiert einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadthaushotels in Hamburg-Altona, das als das berühmteste Integrationshotel Europas bezeichnet wird. Seit der Eröffnung im Jahr 1993 ermöglicht es behinderten Bürgerinnen und Bürgern, einer Arbeit nachzugehen. 
Bild vergrößern Ein Mann mit Trisomie 21 in einem Hotelzimmer beim Beziehen eines Bettes.

9. Platz: Insa Vollert "Das Stadthaushotel" – Bild 2

Bild vergrößern Ein Mann mit Trisomie 21 beim Staubsaugen.

9. Platz: Insa Vollert "Das Stadthaushotel" – Bild 3

Bild vergrößern Ein Mann beim Reinigen eines Bades.

9. Platz: Insa Vollert "Das Stadthaushotel" – Bild 4

Bild vergrößern Ein schlanker Mann mit Brille legt ein weißes Tischtuch aus.

9. Platz: Insa Vollert "Das Stadthaushotel" – Bild 5

Bild vergrößern Ein Mann steht im Wald und hält ein Foto eines Waldes vor sein Gesicht.

10. Platz: Diana Junek & Lukas Eichholz "Diana & Lukas" – Bild 1: Ich mag es, im Wald spazieren zu gehen, den Geruch und die Ruhe. Hier fühle ich mich frei.



Die Fotos der Serie wurden von Diana und Lukas im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemacht – im Rahmen des inklusiven Stadtteilprojekts WIK (Wir im Kiez). Der WIK-Teilnehmer Lukas Eichholz hat gemeinsam mit Diana Juneck (WIK-Gruppenleiterin und Fotografin) sein Wohnumfeld am Wannsee fotografisch betrachtet und erforscht. Lukas ist neunzehn Jahre alt und befindet sich im Übergang von der Schule zum Beruf.
 

Bild vergrößern Eine Frau macht einen Kopfstand im Wald.

10. Platz: Diana Junek & Lukas Eichholz "Diana & Lukas" – Bild 2: Diana geht auch gern in den Wald und stellt sich manchmal auf den Kopf. Sie meint, es sei auch mal gut, alles aus einer anderen Perspektive zu betrachten.



 

Bild vergrößern Ein Mann sitzt auf der mittleren von fünf Waschmaschinen.

10. Platz: Diana Junek & Lukas Eichholz "Diana & Lukas" – Bild 3: Im September fange ich an, in der Wäscherei zu arbeiten. Darauf freue ich mich sehr.
 

Bild vergrößern Ein Mann hängt zwischen zwei Bäumen Wäsche auf.

10. Platz: Diana Junek & Lukas Eichholz "Diana & Lukas" – Bild 4: Diana liebt den Geruch von frischer Wäsche.

Bild vergrößern Ein Mann blickt durch das Bullauge einer Waschmaschine.

10. Platz: Diana Junek & Lukas Eichholz "Diana & Lukas" – Bild 5: Wir machen beide gern Fotos. Sie arbeitet als Fotografin. Die Kamera still halten, abdrücken, das fällt mir leicht. Ich bin Autist und sie ist Artist. Das klingt so ähnlich. Was bedeutet das eigentlich?

Bild vergrößern Ein Mann im Rollstuhl und eine Frau liegen auf dem Boden eines Tanzsaals und halten sich an den Händen.

Bei11. Platz: Arne Schöning "Selbst gestalten" – Bild 1: Bei der Arbeit



Die Fotoserie entstand aus dem Projekt „para-normal-lifestyle – Eine andere Sicht auf Querschnittlähmung“, einem partizipativen Projekt, bei dem Menschen mit einer Querschnittlähmung als Experten in eigener Sache zu Wort kommen. Das Thema „danceability“ wurde für den Wettbewerb gewählt, da hierbei eine gemeinsame Aktivität von Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich ist und auch der Mensch im Rollstuhl zur Übungsleitung werden kann. Die eingereichte Serie zeigt den Fotografen im Rollstuhl bei der Arbeit im Selbstporträt, der Entstehungs- sowie Auswahlphase und und bei dem fertigen Bild „Halt geben“. 

Bild vergrößern Eine Frau schaut gemeinsam mit einem Fotografen, der im Rollstuhl sitzt auf das Display einer Fotokamera.

11. Platz: Arne Schöning "Selbst gestalten" – Bild 2: Auswahl auf Augenhöhe

Bild vergrößern Eine liegt auf dem Boden eines Tanzsaals und stützt mit ihren Füßen einen schräg stehende Rollstuhl, in dem ein Mann sitzt.

11. Platz: Arne Schöning "Selbst gestalten"  – Bild 3: Halt geben

Bild vergrößern Ein kleinwüchsiger Mann sitzt auf einem Roller und wird von einem Fernsehteam in einer Einkaufsstraße gefilmt.

12. Platz: Tom Roelecke "Michel Arriens – Campaigner mit Kleinwuchs" – Bild 1: Michel in einer Interviewsituation auf der Mönckebergstraße für den NDR



Die Serie zeigt Michel Arriens bei Interviews, Versammlungen, Videodrehs und Terminen bei einem Fahrzeugumbauer. Er arbeitet als Campaigner in Berlin, engagiert sich in der Kommune und ist sehr aktiv in den sozialen Medien. Er setzt sich stark für die Gleichberechtigung von allen Menschen ein. Michel spricht die Vorurteile der Gesellschaft bewusst an und weiß mit den Medien umzugehen sowie sie zu nutzen. Einen festen Arbeitsplatz hat er nicht, er ist viel unterwegs

Bild vergrößern Mehrere Menschen sitzen nebeneinander auf Stühlen in einem Flur.

12. Platz: Tom Roelecke "Michel Arriens – Campaigner mit Kleinwuchs" – Bild 2: Michel und Franzi bei einer Mitgliederversammlung

Bild vergrößern Ein kleinwüchsiger Mann steigt in ein Auto, das vor einer Apotheke steht.

12. Platz: Tom Roelecke "Michel Arriens – Campaigner mit Kleinwuchs" – Bild 3: Michel kann nicht laufen. Er ist auf seinen Roller angewiesen. Den Roller verstaut er in seinem Kombi

Bild vergrößern Ein kleinwüchsiger Mann fährt auf einem Roller über eine Baustelle auf einer Straße.

12. Platz: Tom Roelecke "Michel Arriens – Campaigner mit Kleinwuchs" – Bild 4: Der Roller gehört zu ihm, im Alltag finden sich jedoch viele Barrieren.

Bild vergrößern Ein kleinwüchsiger Mann sitzt auf einem Roller in einem Hauseingang.

12. Platz: Tom Roelecke "Michel Arriens – Campaigner mit Kleinwuchs" – Bild 5: Porträt von Michel in seinem Hauseingang

Bild vergrößern Halbprofil eines Mannes

13. Platz: Robin Karnstädt "Nur ein sehendes Auge – na und!?" – Bild 1: Das sehende Auge



Die hochgradige Sehbehinderung von Selçuk D. ist für ihn kein Grund, nicht zu arbeiten. Für ihn ist die Arbeit selbstverständlich, sie macht ihm Spaß und bedeutet ihm sehr viel. So kommt er unter Menschen, kann sich selbst beweisen und, ganz wichtig, er kann sich weiterentwickeln. Der Kontrast zwischen Licht und Schatten, zwischen Hell und Dunkel soll stellvertretend für das blinde und das sehende Auge stehen. Dafür bot sich die Schwarz-Weiß-Fotografie besonders gut an.

Bild vergrößern Ein Mann liest einen Zettel, den er unter eine Lampe hält.

13. Platz: Robin Karnstädt "Nur ein sehendes Auge – na und!?" – Bild 2: Lesen mit einem Auge bei 20 Prozent Sehkraft

Bild vergrößern Ein Mann schreibt auf einen Zettel unter einem Lesegerät mit Lampe.

13. Platz: Robin Karnstädt "Nur ein sehendes Auge – na und!?" – Bild 3: Das Lesegerät

Bild vergrößern Ein Mann hält einen Zettel unter eine Lampe und schaut auf einen Monitor.

13. Platz: Robin Karnstädt "Nur ein sehende sAuge – na und!?" – Bild 4: Schreiben mit dem Lesegerät

Bild vergrößern Porträt eines Mannes.

13. Platz: Robin Karnstädt "Nur ein sehendes Auge – na und!?" – Bild 5: Auftrag erledigt


Bild vergrößern Porträt einer Frau in einer roten Fantasie-Uniform-Jacke. Auf dem Kopf trägt sie einen Kopfschmuck aus roten Federn. Die Lippen sind in der gleichen Farbe geschminkt. Neben dem Foto beschreibt die Künstlerin ihren Werdegang.

14. Preis: Benjamin Schmidt "Lilli Eben" - Bild 1: Akrobatin



Die Bilder zeichnen ein Porträt der Grafikerin und Künstlerin Lilli Eben: Sie zeigen eine komplexe Realität, in der die verschiedenen Facetten des Lebens ineinandergreifen und Hindernisse mit einer außergewöhnlichen Energie überwunden werden.

Bild vergrößern Drei Personen - ein Mann und zwei Frauen - sitzen auf einer Bank. Der Mann hält ein Kind auf dem Schoß. Im Hintergrund sind grüne Büsche vor einer Hauswand. Neben dem Foto beschreibt die Künstlerin die Geschichte ihrer Familie.

14. Platz: Benjamin Schmidt "Lilli Eben" – Bild 2: Familie

Bild vergrößern Eine Frau mit verkürzten Armen malt in einem Atelier. Neben dem Foto beschreibt die Künstlerin ihren beruflichen Werdegang.

14. Platz: Benjamin Schmidt "Lilli Eben" – Bild 3: Malen

Bild vergrößern Eine Frau mit verkürzten Armen steht bis zu den Knien in einem See. Im Hintergrund das von Bäumen gesäumte Seeufer. Text zum Bild: Ich wohne sehr nahe an der Isar, die ich sehr liebe. Wenn ich mit dem Fahrrad an den Hinterbühler See fahre, finde ich sehr entspannende Momente. Ich genieße dort die wirkliche Ruhe mit wenig Leuten und die schöne Natur.

14. Platz: Benjamin Schmidt "Lilli Eben" –  Bild 4: Ort

Bild vergrößern Eine Frau mit grüner Perücke und grünem Kleid steht auf dem Sims eines großen Fensters. Davor sitzt eine Frau im Rollstuh. Sie trägt einen grünen OP-Kittel, einen OP-Mundschutz unter dem Kinn, OP-Schuhe und eine OP-Haube auf dem Kopf. Um den Hals hängt ein Stethoskop. Neben dem Foto erzählt die Künstlerin etwas zu ihrem politischen Engagement.

14. Platz: Benjamin Schmidt "Lilli Eben" – Bild 5: Verbandsarbeit

Bild vergrößern Ein spastisch gelähmter Mann liegt auf dem Rücken auf dem Boden eines dunklen Zimmers.

15. Platz: Jessica Rönsch "Der König im Rollstuhl" – Bild 1



Die Bilder zeigen Roland Walter bei einer Probe für eine Theateraufführung. Roland Walter ist Autor, Model, Fotograf und Inklusionsbotschafter – seit seiner Geburt spastisch gelähmt und leidet an einer schweren Sprachstörung.  

Bild vergrößern Ein spastisch gelähmter Mann liegt auf der Seite auf dem Boden eines dunklen Zimmers.

15. Platz: Jessica Rönsch "Der König im Rollstuhl" – Bild 2

Bild vergrößern Zwei spastisch gelähmte Hände, die sich gegenseitig halten - vor schwarzem Hintergrund.

15. Platz: Jessica Rönsch "Der König im Rollstuhl" – Bild 3

Porträt eines Mannes. Der Hintergrund ist schwarz - das Gesicht wird von vorne beleuchtet. Er lacht in die Kamera und die weißen Zähne leuchten auffällig.

15. Platz: Jessica Rönsch "Der König im Rollstuhl" – Bild 4

Bild vergrößern Ein spastisch gelähmter Mann liegt auf dem Rücken auf dem Boden eines dunklen Zimmers.

15. Platz: Jessica Rönsch "Der König im Rollstuhl" – Bild 5

Bild vergrößern Ein Monitor, auf dem die Worte "dear", "ains" und "tr" zu sehen sind.

Sonderpreis: Paul Kirchmeyr "Sähen meine Augen nicht" – Bild 1: In der Arbeit „Sähen meine Augen nicht“ imaginiert der Fotograf Paul Kirchmeyr einerseits den Verlust seines eigenen Augenlichts mit Hilfe seiner Kamera ...



In der Arbeit „Sähen meine Augen nicht“ imaginiert der Fotograf Paul Kirchmeyr einerseits den Verlust seines eigenen Augenlichts mit Hilfe seiner Kamera und hat andererseits die Hilfsmittel blinder beziehungsweise sehbeeinträchtigter Menschen zur Bewältigung des Alltags dokumentiert. Mit der Arbeit möchte der Fotograf darauf aufmerksam machen, dass Inklusion und Rücksichtnahme nötig sind, um Menschen mit Handicap ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.

Bild vergrößern Eine grünlich gelbe Wand - daran in roter Signalfarbe eine Linie, die erst ein Stück waagerecht verläuft, dann schräg nach links unten, darüber an der Wand ein lila Hinweispfeil.

Sonderpreis: Paul Kirchmeyr "Sähen meine Augen nicht" – Bild 2: ... und hat andererseits die Hilfsmittel blinder beziehungsweise sehbeeinträchtigter Menschen zur Bewältigung des Alltags dokumentiert.

Bild vergrößern Ein metallener Handlauf, der einen schmalen Weg entlangführt. Dahinter üppige Büsche und Bäume.

Sonderpreis: Paul Kirchmeyr "Sähen meine Augen nicht" – Bild 3: Mit der Arbeit möchte der Fotograf darauf aufmerksam machen, ...

Bild vergrößern Gelbe und schwarze Markierungen, die eine Treppe markieren.

Sonderpreis: Paul Kirchmeyr "Sähen meine Augen nicht" – Bild 4: ... dass Inklusion und Rücksichtnahme nötig sind, ...

Bild vergrößern Ein sehr unscharfes Bild zeigt die Umrisse einer Frau, die an einer Tür steht.

Sonderpreis: Paul Kirchmeyr "Sähen meine Augen nicht" – Bild 5: ... um Menschen mit Handicap ein eigenständiges Leben zu ermöglichen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden von einer Fachjury ermittelt und auf dem Fachkongress BGW forum 2017 in Hamburg ausgezeichnet. Die prämierten Bilder waren im Anschluss in einer Wanderausstellung zu sehen, die in rund 50 Städten gastierte.

Wir leben Inklusion. Mit dem Fotowettbewerb "Mensch - Arbeit - Handicap" setzt die BGW ein Zeichen.

Porträtfoto von Prof. Dr. Stephan Brandenburg
Prof. Dr. Stephan Brandenburg
Hauptgeschäftsführer der BGW