Hilfe beim Brandschutz

Notruf Feuer

Betriebe sind beim Thema Brandschutz unter anderem verpflichtet, Flucht- und Rettungswege zu kennzeichnen, Brandschutztüren und Feuerlöschanlagen zu installieren sowie die Beschäftigten zu unterweisen. Beim Brandschutz sind Unternehmer und Unternehmerinnen aber nicht allein: Brände zu verhüten oder zu bekämpfen, ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Fachkraft für Arbeitssicherheit, Brandschutzbeauftragte und Sicherheitsbeauftragte unterstützen die Unternehmensleitung dabei. Betriebe müssen außerdem Brandschutzhelferinnen und -helfer bestimmen und ausbilden. Diese Beschäftigten sollen bei einem Brand schnell und fachgerecht beim Löschen und Evakuieren helfen. Auch Brandschutzbeauftragte können hilfreich sein.

Wie viele Brandschutzhelfende sind nötig?

Die ausreichende Anzahl ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung: Besteht keine besondere Brandgefahr, reicht es, circa fünf Prozent der Beschäftigten als Brandschutzhelferinnen oder -helfer ausbilden zu lassen. Also eine von 20 Personen. Ist das Brandrisiko höher, können mehr Brandschutzhelfende nötig sein. Das gilt auch, wenn sehr viele oder mobilitätseingeschränkte Personen anwesend sind - etwa in einem Krankenhaus oder einem Altenpflegeheim. Die Ausbildung kann im Unternehmen stattfinden oder extern, zum Beispiel zusammen mit Feuerlöschgeräteherstellern oder Feuerwehren. Sie sollte alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden. Brandschutzhelferinnen und -helfer lernen neben vorbeugendem Brandschutz, wie Feuerlöschgeräte funktionieren und wirken, sowie das richtige Verhalten bei Bränden. Ausbildungsinhalte sind in der DGUV-Broschüre "Brandschutzhelfer - Ausbildung und Befähigung" zusammengefasst.

Was sind Brandschutzbeauftragte?

In größeren Unternehmen kann es sinnvoll sein, eine Brandschutzorganisation aufzubauen. So lassen sich alle technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen besser koordinieren. Dabei können Brandschutzbeauftragte helfen. Sie sollen die Unternehmensleitung u.a. bei diesen Aufgaben unterstützen:

  • Brand- und Explosionsgefahren ermitteln
  • Brandschutzkonzept erstellen
  • Brandschutzeinrichtungen instandhalten
  • Brandschutzplan aufstellen: zum Beispiel Brandalarmplan, Flucht- und Rettungsplan
  • Beschäftigte ausbilden, etwa Brandschutzhelferinnen und -helfer