Stau auf der Autobahn mit Schnee und Nebel

Auch im Winter sicher unterwegs

Regelmäßig häufen sich in der dunklen und kalten Jahreszeit die Wegeunfälle und Dienstwegeunfälle – nicht nur mit dem Auto und dem Fahrrad, sondern auch zu Fuß. Teils mit gravierenden Folgen: Neben persönlichem Leid ziehen Winterunfälle oft Fehlzeiten nach sich. Diese führen im Betrieb zu zusätzlichen Kosten, organisatorischen Problemen und einer Mehrbelastung der verbleibenden Beschäftigten.

Wie Sie sicher vorankommen

Die winterlichen Unfallrisiken lassen sich mit einfachen Mitteln senken. Dazu gehört:

  • Bei winterlicher Witterung mehr Zeit für den Weg einplanen.
  • Sich unterwegs noch stärker als sonst auf das Gehen oder Fahren konzentrieren.
  • Stets bedenken, dass man Personen ohne Reflektoren und unbeleuchtete Gegenstände im Dunkeln erst aus relativ geringer Distanz erkennt.
  • Gegebenenfalls Brille überprüfen: Wer schlecht sieht, schätzt häufig auch Distanzen falsch ein. Mehrfach entspiegelte Qualitätsgläser können zudem die Sicht bei schwierigen Bedingungen verbessern.
  • Darauf gefasst sein, dass andere im Verkehr Fehler machen.

Weitere Schutzmaßnahmen empfehlen sich je nach Verkehrsmittel.

  • Helle und/oder reflektierende Kleidung tragen. Auch Taschen und Rucksäcke lassen sich mit Reflektoren oder neonfarbigen Schutzhüllen ausstatten und verbessern so das Gesehenwerden. Am auffälligsten sind große leuchtende Flächen.
  • Geeignete Schuhe tragen: Wichtig ist eine breitflächige, gut profilierte Sohle aus möglichst rutschhemmendem Material. Modelle mit höherem, in der Weite regulierbarem Schaft geben darüber hinaus dem Fußgelenk besseren Halt als Halbschuhe.
  • Wenn es glatt sein könnte, langsam gehen und kurze Schritte machen.
  • Bei Schnee und Eis gegebenenfalls Spikes über die Schuhe ziehen, die Metallstifte im Fersenbereich haben. Dort muss der Fuß beim Aufsetzen Halt finden, um nicht ins Rutschen zu kommen. Spikes unter dem Fußballen reichen nicht aus. Weiter unterscheiden sich die erhältlichen Modelle unter anderen in ihrer Handhabung beim An- und Ablegen. Wichtig: Schuhspikes können auf glatten harten Böden wie etwa Fliesen die Rutschgefahr noch erhöhen und Kratzer hinterlassen. Sie sollten deshalb vor dem Betreten von Gebäuden abgestreift werden.

Was Betriebe tun können

Das sichere Unterwegssein im Winter ist auch ein Thema für den betrieblichen Arbeitsschutz. Dazu gehört nicht nur, dass etwaige Dienstfahrzeuge wintertauglich ausgestattet sind und regelmäßig gewartet werden. Unternehmen können ihre Beschäftigten hier auf mehreren Ebenen unterstützen:

Wie die BGW nach Unfällen hilft

Und falls doch etwas passiert: Nach Wege- und Dienstwegeunfällen bietet die BGW ihren Versicherten – wie nach anderen Arbeitsunfällen und bei Berufskrankheiten – ein umfassendes Leistungsspektrum.