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Ersthelfer trainiert Wiederbelebungsmaßnahmen an Dummy

Erste Hilfe - Verfahren zur Kostenübernahme

Im Rahmen der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hat die DGUV zielgruppenspezifische Handlungshilfen sowohl für Unternehmen als auch für betriebliche Ersthelfende und ermächtigte Ausbildungsstellen erarbeitet, die zum Herunterladen zur Verfügung stehen:

Sind Teilnehmende bereits zu Erste-Hilfe-Kursen angemeldet und die Kurse nicht bereits durch die ausbildende ermächtigte Stelle abgesagt, sollten sich die Mitgliedsbetriebe umgehend mit der ermächtigten Stelle bezüglich einer Verschiebung der Ersten-Hilfe-Aus- oder Fortbildung in Verbindung setzen. Gegebenenfalls sind die Vorgaben eines privatrechtlichen Vertrages zwischen ermächtigter Ausbildungsstelle/Unternehmen zu beachten.

Aktualisiert: 09.04.2020

Diese Bestätigungen für die Kostenübernahme durch die BGW zur Vorlage bei der Erste-Hilfe-Ausbildungsstelle bleiben gültig, wenn ein Kurs wegen des Coronavirus' verschoben werden muss. Die Kostenübernahmeerklärung gilt auch für einen Nachholtermin, und Sie müssen unten auf dieser Seite nicht erneut das Formular zum Erstellen einer Kostenübernahmeerklärung starten.

Aktualisiert: 09.04.2020

Nach der DGUV Vorschrift 1 "Grundsätze der Prävention" hat die Unternehmerin oder der Unternehmer dafür zu sorgen, dass die Ersthelferinnen und Ersthelfer "in der Regel" in Zeitabständen von zwei Jahren fortgebildet werden. Sollte die Fortbildungsfrist aufgrund der Absagen im Rahmen der Coronavirus-Pandemie-Planung überschritten werden, lässt die Forderung insbesondere in der aktuellen Situation einen gewissen Handlungsspielraum offen.

Bei deutlicher Überschreitung oder in Zweifelsfällen sollte erneut eine Teilnahme an einer Ersten-Hilfe-Ausbildung erfolgen. Gegebenenfalls ist die Betriebsärztin oder der Betriebsarzt in die Entscheidung mit einzubinden. Der zeitliche Umfang der Ausbildung ist identisch mit der Fortbildung und beträgt ebenfalls 9 Unterrichtseinheiten (Nettoausbildungszeit: 6h 45 min).

Aktualisiert: 09.04.2020

Ja. Die Grundversorgung in Bezug auf die Erste Hilfe muss sichergestellt sein. Hierbei kann auch auf externe Personen als Ersthelfende zurückgegriffen werden; zum Beispiel Sicherheitspersonal, das oftmals eine Erste-Hilfe-Aus-bzw. Fortbildung nachweisen kann.

Es sollte versucht werden – auch bei einem reduzierten Personalstamm - die in der DGUV Vorschrift 1 festgelegte Mindestanzahl zu erreichen. Das bedeutet bei zwei bis 20 anwesenden Versicherten ein Ersthelfender. Bei mehr als 20 Anwesenden müssen es in Verwaltungs- und Handelsbetrieben 5 Prozent und in sonstigen Betrieben mindestens 10 Prozent der anwesenden Beschäftigten sein.

Ist dies aufgrund der aktuellen Situation nicht immer möglich, sollte man auch unter Einbeziehung der Gefährdungsbeurteilung der vorgegebenen Anzahl an Ersthelfenden möglichst nahekommen.

Aktualisiert: 01.04.2020

Da Ersthelfende erst ab zwei anwesenden Versicherten zur Verfügung stehen müssen, ist bei Beschäftigten im Homeoffice kein Ersthelfender notwendig.

Arbeiten von zu Hause aus stellen in der Regel keine gefährliche Alleinarbeit dar. Es reicht die Möglichkeit erforderlichenfalls einen Notruf per Festnetz- oder Mobiltelefon tätigen zu können.

Aktualisiert: 01.04.2020

Das kommt auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen der Ausbildungsstelle an, mit der Sie einen Vertrag geschlossen haben.

Grundsätzlich ist es zulässig, bei Stornierungen angemeldeter Personen Kosten in Rechnung zu stellen (Stornoregelungen). Ob diese Regelungen auch bei der Untersagung des Kursbetriebs durch Behörden Anwendung finden darf, muss zivilrechtlich geklärt werden.

Aktualisiert: 01.04.2020

Nein. Erste-Hilfe-Kurse nach DGUV Vorschrift 1 müssen nach wie vor als Präsenzveranstaltung absolviert werden. Ziel jedes Erste-Hilfe-Kurses ist die ganzheitliche Handlungskompetenz der Ersthelfenden in Notfallsituationen. Die reine Wissensvermittlung steht hierbei im Hintergrund.

Der Fokus liegt auf dem praktischen Üben wie zum Beispiel einen Verband anzulegen oder Betroffene psychisch zu betreuen – das kann man nur mit anderen Menschen üben. Daher sind Online-Kurse für die Erste Hilfe ausgeschlossen.

Aktualisiert: 01.04.2020

Durch die Umsetzung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom 16. April 2020 des BMAS und/oder landesrechtlicher Regelungen entstehen den ermächtigten Stellen zusätzliche Kosten (Abstandsregeln und erweiterte Hygienemaßnahmen). Die Unfallversicherungsträger übernehmen Mehrkosten in Form einer pandemiebedingten Zulage in Höhe von 12 Euro pro Teilnehmenden für Kurse rückwirkend ab 1. Juni 2020 befristet für den Zeitraum bis zum Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite gemäß § 5 Infektionsschutzgesetz. Mit der Pauschale sind alle durch die SARS-CoV2-Epidemie bedingten zusätzlichen Aufwendungen für die Aus- und Fortbildung in der Ersten Hilfe im Sinne des § 23 SGB VII in Verbindung mit DGUV Vorschrift 1 und dem DGUV Grundsatz 304-001 abgegolten. Eine darüber hinausgehende Inanspruchnahme der Unfallversicherungsträger, deren Mitgliedsbetriebe noch den Versicherten ist ausgeschlossen. Für bereits abgerechnete Kurse kann in der Regel der pandemiebedingte Zuschlag unter Angabe der Kennziffer, der Registriernummer und der ursprünglichen Rechnungsnummer mit dem zuständigen Unfallversicherungsträger abgerechnet werden.

Aktualisiert: 11.08.2020

 

Verfahren zur Kostenübernahme

Mithilfe des Online-Verfahrens lässt sich unkompliziert überprüfen, ob für die zur Ersten Hilfe Aus- und Fortbildung vorgesehenen Personen eine Kostenübernahme durch die BGW möglich ist.

Sonderregelung für Kindertageseinrichtungen: Die Kosten für die Aus- und Fortbildungen "Erste Hilfe in Bildungs- und Betreuungsrichtungen für Kinder" übernimmt die zuständige Unfallkasse. Diese Kurse qualifizieren auch für die betriebliche Erste Hilfe an Erwachsenen. Die BGW erstattet den Unfallkassen ihren Kostenanteil. So haben Sie als KiTa nur noch einen Ansprechpartner für die Kostenübernahme.(Ausnahme: Einrichtungen bei denen auch die Kinder bei der BGW versichert sind. Hier sind wir weiterhin die alleinigen Ansprechpartner und wir übernehmen auch die Kosten allein.)

Ihre Pflicht: Nutzen Sie das Online-Verfahren, um jemanden zur Schulung anzumelden.
Ihr Vorteil: Sie erhalten eine Liste der Teilnehmenden zum Ausdrucken.
Kostenübernahmebestätigung: Die Liste ist die Bestätigung für die Kostenübernahme durch die BGW zur Vorlage bei der Ausbildungsstelle.
Bitte beachten Sie: handschriftlich nachträglich eingefügte Personen können nicht über die BGW abgerechnet werden, da für diese keine Online-Kostenübernahmebestätigung vorliegt.

Was ist zu tun?

  1. Kontakt mit Ausbildungsstätte aufnehmen, Termin finden und Personen für die Schulung festlegen
  2. 10-stellige BGW-Mitglieds-/Kundennummer oder Betriebsstättennummer bereithalten
  3. Kostenübernahmebestätigung für die aufgeführten Teilnehmenden ausdrucken und bei einer ermächtigten Ausbildungsstelle vorlegen
  4. Überprüfen Sie die vier nachfolgenden Kriterien und starten Sie das komfortable Online-Verfahren

Seit Inkrafttreten der DGUV Vorschrift 1 im Oktober 2014 ist in dieser Grundlagen-Vorschrift für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz geregelt, dass Personen mit medizinischen Qualifikationen als Ersthelferinnen oder Ersthelfer eingesetzt werden können, ohne dass sie eine Erste-Hilfe-Grundausbildung absolviert haben. Voraussetzung ist, dass sie über eine sanitäts- oder rettungsdienstliche Ausbildung oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem Beruf des Gesundheitswesens verfügen. Die BGW übernimmt in diesem Fall keine Kosten für Erste-Hilfe-Ausbildung.

Die DGUV Regel 100-001 präzisiert wie folgt, bei welchem Personenkreis Erste Hilfe zum Hauptberuf gehört:

  • Personen mit sanitätsdienstlicher/rettungsdienstlicher Qualifikation sind insbesondere

    • Rettungshelferinnen/-helfer, Rettungssanitäterinnen/-sanitäter,
    • Rettungsassistentinnen/-assistenten
  • Berufe des Gesundheitswesens sind insbesondere

    • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger
    • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -Kinderkrankenpfleger
    • Hebammen und Entbindungshelfer
    • Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen bzw. -helfer
    • Altenpflegerinnen bzw. -pfleger
    • Altenpflegehelferinnen und -helfer
    • Medizinische Fachangestellte
    • Masseurinnen und Masseure
    • medizinische Bademeisterinnen und Bademeister
    • Physiotherapeutinnen und -therapeuten
    • Heilpraktiker/innen
    • Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger
    • Fachangestellte für Bäderbetriebe

Sind Personen mit diesem Ausbildungshintergrund nicht mit einer patienten- oder bewohnerbezogenen Tätigkeit vertraut, trägt die BGW die Kosten für die notwendige Auffrischung.

Approbierte Ärztinnen und Ärzte bzw. Zahnärztinnen und -ärzte können als aus- und fortgebildete Ersthelferinnen und Ersthelfer angesehen werden.

Aktiv im Beruf tätige

  • Rettungshelferinnen/-helfer, Rettungssanitäterinnen/-sanitäter,
  • Rettungsassistentinnen/-assistenten
  • Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger
  • Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und -Kinderkrankenpfleger
  • Hebammen und Entbindungshelfer
  • Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen bzw. -helfer
  • Altenpflegerinnen bzw. -pfleger
  • Altenpflegehelferinnen und -helfer

können als fortgebildete betriebliche Ersthelfer benannt werden. Die BGW übernimmt nicht die Kosten für die Fortbildung zum betrieblichen Ersthelfer oder zu betrieblichen Ersthelferin.

Sollen die Erste-Hilfe-Ausbildung oder die Erste-Hilfe-Fortbildung im Rahmen einer Berufsausbildung absolviert werden, ist eine Kostenübernahme durch die BGW nicht möglich.

Kosten für Erste-Hilfe-Aus- und Fortbildungen, die zur beruflichen Qualifikation benötigt werden (z.B. Forderung des MDK) werden nicht von der BGW übernommen.

Für ehrenamtlich Tätige werden die Kosten für die Aus- und Fortbildung in betrieblicher Erster Hilfe von der BGW getragen, sofern nur mit deren Einsatz die betriebliche Erste Hilfe sichergestellt werden kann. Ansonsten gilt die Empfehlung Mitarbeitende als betriebliche Ersthelfende einzusetzen, die regelmäßig und in ausreichendem zeitlichen Umfang vor Ort sind, um im Notfall Erste Hilfe zu leisten.

Ab dem Teilnahmedatum 1. Juli 2019 haben sich die BGW und UVTöH darauf verständigt, dass die Kindertageseinrichtungen der freien Trägerschaft ihre Erste Hilfe-Schulungen sowohl für die Zielgruppe "Kinder" als auch für die "Erwachsenen" zukünftig über die zuständige Unfallkasse des entsprechenden Bundeslandes abzurechnen sind.

Ausnahme: Wenn sowohl die Kinder, als auch die Beschäftigten einer Kita bei der BGW versichert sind (z.B. bei Betriebs-Kitas) gilt diese Regelung nicht. Für diese Gruppe zahlt weiterhin die BGW die "Erste Hilfe Schulungen in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder".

Ihre Kostenübernahmebestätigung (ohne Registrierung): Sie erhalten das geprüfte Formular zum Ausdrucken oder Speichern. Bei einer weiteren Kostenübernahmeprüfung müssen erneut alle Unternehmensdaten eingegeben werden. Sie haben alle Kriterien gründlich überprüft? Nutzen Sie das Online-Verfahren!*



Registrieren Sie sich für unser Online-Verfahren. Sie erhalten eine Kostenübernahmebestätigung und diese bleibt innerhalb Ihres Profils gespeichert. Sie können sie jederzeit wieder aufrufen und ausdrucken. Bei einer weiteren Kostenübernahmeprüfung müssen die Unternehmensdaten nicht erneut eingegeben werden.



Hier finden Sie Hintergrundinformationen zur Ersten Hilfe.

Für allgemeine Fragen zum Thema Erste Hilfe: Tel.: (040) 202 07 - 48 39.
Antworten bieten Ihnen auch unsere FAQ. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail.

* Hinweis zur Verarbeitung personenbezogener Daten in Anmeldeformularen:

Die online eingetragenen Namen der Teilnehmenden auf dem Anmeldeformular sind für die Ausbildungsstelle erforderlich, da das online ausgefüllte und ausgedruckte Formular bereits eine Kostenzusage der BGW ist. Die Teilnehmenden müssen zudem bei Namensgleichheit unterscheidbar bleiben. Diese Angaben sind gleichzeitig auch für die Prüfung der Kostenübernahme durch die BGW erforderlich. Unterzeichnete Anmeldeformulare dienen dem Nachweis, dass eine Ausbildungsmaßnahme tatsächlich erfolgt ist. Da die BGW die Kosten für Ausbildungsmaßnahmen im Sinne des § 23 SGB VII übernimmt, ist sie gleichzeitig zur Überprüfung der Abrechnungen und rechnungsbegründenden Unterlagen der Ausbildungsstellen verpflichtet. Es handelt sich somit um eine Datenverarbeitung zur gesetzlichen Aufgabenwahrnehmung (Art. 6 Abs. 1 lit. c und e DSGVO, § 199 Abs. 1 Nr. 5 SGB VII).

Die von der Ausbildungsstelle zur Prüfung der Kostenübernahme eingereichten Anmeldeformulare werden entsprechend 6 Jahre nach Ablauf des Geschäftsjahres aufbewahrt und danach gelöscht (§ 35 SRVwV).

Die Auswahlbox zum Beruf der Teilnehmenden im Anmeldeverfahren dient lediglich der Auskunft, ob die ausgewählte Berufsgruppe "zugelassen" oder "nicht zugelassen“ ist. Hintergrund ist, dass Gesundheitsfachberufe keine weitere Ausbildung zu betrieblichen Ersthelfenden benötigen, da sie Teil der beruflichen Qualifikation ist. Aus diesem Grund übernimmt die BGW in solchen Fällen die Kosten nicht. Die Information über den Beruf der Teilnehmenden wird nicht bei der BGW gespeichert. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

24.06.2020

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