Zukunftsweisende Entwicklungen zwischen Lockdown und Knock-down Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland – Trendbericht 2022

Artikelnummer: BGW 55-83-134

Alle Welt schaut in der Coronapandemie auf die Pflege und vor allem die Intensivstationen der Krankenhäuser. Aber was ist mit der Kinder- und Jugendhilfe? Dieser Versicherungsbereich der BGW umfasst ganz verschiedene Einrichtungen wie z.B. Tageseinrichtungen für Kinder/Hortbetreuung, stationäre Wohnformen der Familien-, Kinder- und Jugendhilfe oder Kindertagespflege. Kindertagesstätten wurden während der Höhepunkte der Coronapandemie immer wieder in einem Atemzug mit Schulen als „systemrelevant“ bezeichnet. Doch um die Beschäftigten in der Kinder- und Jugendhilfe ging es in der öffentlichen Diskussion nur selten.

Der hier vorgelegte Datenbericht der BGW zu diesem Sektor zeigt, dass die Coronapandemie die Berufsgesundheit der Beschäftigten stark in Mitleidenschaft gezogen hat. Die Zahl der Berufskrankheiten-Verdachtsanzeigen ist in die Höhe geschnellt. Auch droht die ohnehin angespannte Personalsituation in den Einrichtungen gesundheitsbedingt noch weiter ausgezehrt zu werden. Doch die Auswirkungen von Überlastung können erheblich sein und so zeigen die Interviews mit Führungskräften aus verschiedenen Arbeitsbereichen der Kinder- und Jugendhilfe eine Branche am Limit.

Auch wenn diese alarmierenden Zahlen nach tieferer Analyse der Auslöser, Wirkung und Konsequenzen, umfassenderer Prävention und besserem Gesundheits- und Pandemiemanagement verlangen, wird der Fokus im vorliegenden Bericht nicht auf die Coronazeit verengt.

Im Zentrum stehen vier Themen:

  • die Entwicklung der Branche,
  • die langfristige Entwicklung der sozioökonomischen Berufsgesundheit der Beschäftigten,
  • die Einschätzung dieser Entwicklung aus Sicht des Beratungs- und Aufsichtspersonals der BGW und
  • die Erfahrungen und Perspektiven von Führungskräften aus der Kinder- und Jugendhilfe in Bezug auf die Coronapandemie.

Aus den Ergebnissen:

Die professionellen Anforderungen an Fachkräfte und Führungspersonal nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. In Einrichtungen der Kindertagespflege ist beispielsweise mehr Kompetenz zur Sprachförderung gefragt. Expertinnen und Experten der BGW nehmen wahr, dass die Belastungen der Beschäftigten sich durch verhaltensauffällige Kinder und wachsende Ansprüche der Eltern erhöhen. Auch verbale und körperliche Angriffe auf Beschäftigte werden häufiger. Obwohl angesichts gewachsener Anforderungen berufliche Weiterbildung immer wichtiger wird, ging pandemiebedingt der Anteil der Beschäftigten, die an einem entsprechenden Angebot teilgenommen haben, vom Jahr 2019 auf 2020 von 51 auf 39 Prozent zurück.

Wie lässt sich auf (Mehr-)Belastungen reagieren? Zentrale Schlüssel zur Verbesserung sind nach Meinung von BGW-Expertinnen und -Experten "Hinschauen" und "Haltung". Sie verweisen darauf, dass gute Berufsgesundheit mit einer offensiven Auseinandersetzung mit den bestehenden Belastungen beginnt, vor allem im Austausch mit den Beschäftigten.

Beachten Sie auch unsere Pressemitteilung zum Trendbericht.

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