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Personalbefragung: Stressbezogene Arbeitsanalyse für Klinikärztinnen und -ärzte

Mit dieser Personalbefragung können Kliniken Einflussfaktoren auf die Gesundheit ihrer Ärztinnen und Ärzte nachspüren und Stressoren sowie Ressourcen identifizieren. Ein kostenloser Fragebogen und Auswertungsunterlagen ermöglichen, eigenständig die stressrelevanten Arbeitsbedingungen der ärztlichen Belegschaft zu beurteilen.

Die Stressauslöser aufspüren

Nach wie vor bringt der Arbeitsalltag in der Klinik viele Belastungen für das ärztliche Personal mit sich. Zu den typischen Stressauslösern – den Stressoren – zählen unter anderem Schwachstellen der Arbeitsorganisation, schwierige Interaktionen mit Patientinnen und Patienten sowie Probleme in der Zusammenarbeit mit Kollegen, Kolleginnen und Vorgesetzten. Damit verbunden ist das Risiko, dass sich Stressoren langfristig negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit der Betroffenen auswirken. Dies haben wissenschaftliche Studien nachgewiesen. Außerdem gibt es eindeutige Belege, dass auch die Qualität der Patientenversorgung leidet.

Mit dem Instrument der BGW für eine Personalbefragung unter Klinikärzten können Kliniken Schwachpunkte in ihrem Haus sowie vorhandene Ressourcen ermitteln. Der von der BGW in Kooperation mit der Universität Hamburg entwickelte Fragebogen wurde wissenschaftlich umfassend überprüft – zunächst in einer ausführlichen und später in der jetzt veröffentlichten Kurzfassung. Er basiert auf einer arbeitspsychologischen Erweiterung des transaktionalen Stressmodells.

Bei der Kurzfassung handelt es sich um einen Fragebogen mit 30 Fragen: 15 Fragen beschäftigen sich mit den typischen Stressverursachern im Klinikalltag, die andere Hälfte widmet sich den Ressourcen in der ärztlichen Tätigkeit. Gefragt wird beispielsweise nach Zeitdruck und sozialen Stressoren, aber auch nach Handlungs- und Entscheidungsspielraum sowie Weiterentwicklungsmöglichkeiten bei der Arbeit. Die Daten werden selbstverständlich anonym erfasst.

Warum sollten Sie die Befragung einsetzen?

  • In Ihrem Krankenhaus oder Ihrer Klinik ist ein hoher Krankenstand der Ärzte und Ärztinnen aufgefallen?
  • Sie beobachten eine latente Unzufriedenheit innerhalb der Ärzteschaft?
  • Die Fluktuationsrate bereitet Ihnen Sorge?
  • In der letzten Zeit häufen sich die Beschwerden über Fehlbehandlungen?

Die Befragung liefert fundierte Informationen über die beruflichen Stressoren und Ressourcen in der Tätigkeit Ihrer Ärzte. Die Personalbefragung eignet sich sowohl für einzelne Fachbereiche als auch für die gesamte Klinik.

So funktioniert die Befragung

Interessierte Unternehmen erhalten kostenlos eine Broschüre mit einer Praxisanleitung für die Planung, Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Personalbefragung. Das Instrument ist so konzipiert, dass die Befragung ohne umfangreiche Vorkenntnisse durchgeführt werden kann. Für alle Schritte von der Analyse bis zur Maßnahmenauswahl und Umsetzung stehen bei Bedarf ergänzende Unterstützungsangebote der BGW zur Verfügung. Die Befragung des ärztlichen Personals lässt sich mit minimaler Vorbereitungszeit durchführen. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert jeweils fünf bis zehn Minuten, die Eingabe der Antworten in die Auswertungssoftware nur zwei Minuten pro Teilnehmendem.

Geeignet für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung

Das Instrument unterstützt Sie, die Stressoren in Ihrer Klinik zu erfassen und bietet eine praxisorientierte Entscheidungsgrundlage für Interventionsmaßnahmen. Ein weiterer Vorteil: Das Ergebnis der Befragung lässt sich in die Gefährdungsbeurteilung integrieren. Sie beziehen Ihre Beschäftigten von Anfang an in die Prozesse der Entscheidungsfindung und Umgestaltung mit ein. Dass Sie die Meinung Ihrer Beschäftigten wertschätzen, trägt zu einer offeneren Kommunikationskultur bei und erhöht die Akzeptanz für notwendige Veränderungen.

Kostenlose Materialien - auf Wunsch Projektberatung gegen Honorar

Für BGW-Mitgliedsunternehmen sind Fragebögen und Arbeitsmaterialen kostenlos. Auf Wunsch vermittelt die BGW Ihnen eine Projektberaterin oder einen Projektberater zur Unterstützung. Der Tagessatz für die Beratung beträgt 750 Euro.

 

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