Wer muss medizinische Gesichtsmasken oder Atemschutz-Masken zur Verfügung stellen, wenn sie bei der Arbeit erforderlich sind?

Im Arbeitsschutzgesetz ist festgelegt, dass der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin verpflichtet ist, erforderliche Arbeitsschutzmaßnahmen zu planen, durchzuführen und die Mittel hierfür bereitzustellen. Die Kosten für diese Maßnahmen dürfen nicht den Beschäftigten auferlegt werden (§3 ArbSchG).

Medizinische Gesichtsmasken bzw. Mund-Nasen-Schutz (MNS) oder Atemschutz-Masken (FFP-2 oder gleichwertige Masken) sind im beruflichen Bereich vom Arbeitgeber oder von der Arbeitgeberin zur Verfügung zu stellen, wenn technische und organisatorische Schutzmaßnahmen zur Kontaktreduktion im Betrieb nicht möglich sind oder der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann oder mit erhöhter Aerosolproduktion zu rechnen ist (§4 Corona-ArbSchV).

Weitere Situationen und Konstellationen, bei denen MNS bzw. Atemschutz-Masken vom Arbeitgeber bzw. von der Arbeitgeberin bereitgestellt werden müssen, sind aufgrund der Gefährdungsbeurteilung festzulegen. Siehe hierzu unter anderem auch die Empfehlungen in den Branchenstandards der BGW.

Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin muss eine ausreichende Anzahl zur Verfügung stellen. Hierbei ist zu beachten, dass medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken spätestens bei Durchfeuchtung zu wechseln sind.

Aktualisiert: 11.06.2021