Wann müssen eine Arbeitgeberin bzw. ein Arbeitgeber eine Impfung über die arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten?

Der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin hat über den Betriebsarzt bzw. die Betriebsärztin bei bestimmten gefährdenden Tätigkeiten eine Vorsorge mit Impfungen anzubieten, wenn diese Tätigkeiten im Anhang der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbmedVV) aufgeführt werden und Impfstoffe vorhanden sind (siehe auch Arbeitsmedizinische Regel AMR Nr. 6.5 bzw. FAQs der BAuA zur ArbMedVV).

Voraussetzung für alle Maßnahmen des Arbeitsschutzes, zu denen auch Impfungen zählen, ist immer eine im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöhte Gefährdung, die über die Gefährdungsbeurteilung ermittelt wird.

Rechtsgrundlagen für das Angebot einer Impfung an die Beschäftigten bei der Vorsorge sowie für die Kostenübernahme durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin sind das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und Biostoffverordnung (BioStoffV).

Der Betriebsarzt oder die Betriebsärztin berät im Rahmen der Vorsorge über die zu verhütende Krankheit und über Nutzen und Risiken der Impfung.