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BGW Arbeitssituationsanalyse für Beschäftigte in WfbM

Mitarbeiterbeteiligung und Inklusion in Werkstätten

Auch in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen lässt sich das Instrument der Arbeitssituationsanalyse für den betrieblichen Gesundheitsschutz nutzen. Dabei wird zugleich die Inklusion von Menschen mit Behinderungen gefördert.

Was ist das?

Im Rahmen eines Pilotprojekts wurde das bewährte Verfahren der Arbeitssituationsanalyse für Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) weiterentwickelt. Die sogenannte Leichte Sprache und verständliche Abläufe sorgen dafür, dass die dort beschäftigten Menschen mit Behinderungen systematisch in die Beurteilung und Gestaltung ihrer Arbeitsbedingungen einbezogen werden. In einem kleinen Team erarbeiten sie tragfähige, im Arbeitsalltag gut umsetzbare Lösungen.


Wie funktioniert die Arbeitssituationsanalyse als Inklusionsprodukt?

Die BGW-Arbeitssituationsanalyse für WfbM wird in Ihrem Betrieb in zwei moderierten Workshops durchgeführt. Um eine gute Arbeitsfähigkeit zu garantieren, sollte die Gruppengröße 14 Beschäftigte nicht überschreiten.

Es finden zwei Workshop-Termine statt. Im ersten Termin von circa drei Stunden bewerten die Beschäftigten, angeleitet durch einen Moderator, zunächst persönlich ihre Arbeitssituation. Im Fokus der Bewertung stehen sechs Themengebiete, die zum besseren Verständnis mit Illustrationen erläutert werden:

  • Arbeitsumgebung, z.B. Lärm, Raumtemperatur
  • Arbeitsorganisation, z.B. Aufgabenverteilung
  • Zusammenarbeit mit Vorgesetzten, z.B. Gerechtigkeit
  • Tätigkeit, z.B. Abwechslung
  • Zusammenarbeit im Team, z.B. gegenseitige Hilfe
  • Sonstiges, z.B. Essensversorgung

Die Bewertung erfolgt über positive, negative und neutrale Smiley-Karten. Mit einer "Halt! Leichte Sprache"-Karte können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Bearbeitung der Themen an ihren individuellen Bedarf anpassen. Das Ergebnis der Ist-Analyse wird in einem Protokoll anonymisiert festgehalten.

Bei einem zweiten, etwas kürzeren Termin diskutieren die Beschäftigten gemeinsam mit Fachkräften, Abteilungsleitungen und Werkstattrat die Ergebnisse. Ziel dieses Workshops ist das Erarbeiten von Lösungen sowie das Festlegen einzelner Maßnahmen mit einer verbindlichen Aufgabenbeschreibung.

Wer organisiert die Arbeitssituationsanalyse in der Werkstatt?

Verantwortlich für die Organisation, die Durchführung und Moderation sowie die Auswertung des Projekts ist eine speziell geschulte Beraterin oder ein speziell geschulter Berater der BGW. Übersteigt die Zahl der potenziellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die optimale Gruppengröße, müssen Sie im Unternehmen ein faires Auswahlverfahren durchführen.

Für wen ist diese Arbeitssituationsanalyse geeignet?

Zielgruppe sind Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, die eine ausreichende Sprach- und Kommunikationskompetenz für die Anwendung des Verfahrens mitbringen.

Tipp: Nutzen Sie das Instrument der Arbeitssituationsanalyse sowohl für die beschäftigten Menschen mit Behinderungen als auch für Ihre weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beachten Sie dazu auch unsere allgemeinen Informationen zur BGW Arbeitssituationsanalyse.

Wie Sie davon profitieren

  • Die Beschäftigten gestalten als Experten ihrer persönlichen Arbeitssituation den Arbeits- und Gesundheitsschutz aktiv mit.
  • Damit leistet die Arbeitssituationsanalyse für WfbM einen wichtigen, handlungsorientierten Beitrag zur Inklusion.

Was kostet das?

Sie haben Interesse? Dann vereinbaren Sie einen kostenlosen Termin zur Erstberatung. Sie können die Leistungen der BGW-Beratung zu günstigen Konditionen (Tagessatz von 750 EUR) beanspruchen.

BGW Gesamtbereich Präventionsdienste Hauptverwaltung
Telefon:(040) 202 07 – 48 62
E-Mail: gesundheitsmanagement@bgw-online.de

08.09.2014

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