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Beschäftigte deutet auf eine Grafik mit Figuren, die unterschiedliche Altersgruppen symbolisieren. Im Hintergrund ist unscharf ein junger Kollege zu sehen

Demografischer Wandel: Alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung

Die stetig steigende Lebenserwartung und weiterhin niedrige Geburtenraten führen nicht nur zu einer Zunahme des Durchschnittsalters in der Bundesrepublik, diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Altersstruktur der Erwerbstätigen wider.

Die Pflegebranche wird der demografische Wandel besonders treffen, da einerseits die Anzahl der Pflegebedürftigen zunimmt, andererseits immer weniger Neulinge für den Pflegeberuf zur Verfügung stehen. Somit liegt die Pflege in Zukunft zunehmend in den Händen von stetig älter werdendem Pflegepersonal.

Auch beim ärztlichen Personal gibt es in einigen Regionen und Fachdisziplinen einen Mangel, der es schwieriger macht, in ländlichen und strukturschwachen Regionen die Nachfolge für ausscheidende Hausärztinnen und -ärzte zu gewährleisten. Doch nicht nur ärztliches und pflegerisches Personal ist im Gesundheitswesen vom demografischen Wandel betroffen. So hat bereits jede zweite Apotheke Probleme offene Stellen zu besetzen.

Wenn Belegschaften älter sind als noch vor einigen Jahren und nicht genug junge Fachkräfte nachrücken, so liegt dies neben den demografischen Gegebenheiten auch an den veränderten Lebensumständen in der Gesellschaft und an sozialpolitischen Rahmenbedingungen.

Was können Betriebe tun?

Älterer Mitarbeiter leitet zwei Jugendliche bei der Holzbearbeitung an

Die Erfahrung älterer Mitarbeiter ist für Betriebe besonders wertvoll.

Es liegt also auf der Hand, dass die Unternehmen der Gesundheit und der Motivation der Beschäftigten – unabhängig vom Alter – eine höhere Bedeutung zukommen lassen müssen. Es gilt zusätzlich, die spezifischen Kompetenzen älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzuerkennen und zu nutzen – beispielsweise durch Verknüpfung von Alters- und Lebenserfahrung, zeitliche Flexibilität, Verbundenheit mit dem Unternehmen, Zuverlässigkeit, ausgeprägte kommunikative Fähigkeiten – und ihnen entsprechende Qualifizierungsoptionen anzubieten.

Wo dies gelingt, profitieren alle: die Belegschaft, der Betrieb und natürlich auch die Kundinnen, Patientinnen und Bewohner. Gesunde, motivierte und leistungsfähiges Personal ist für Betriebe die wichtigste Ressource – in jeder Altersstufe.

Nutzen Sie die Erfahrung der BGW im Bereich Demografie

Die BGW befasst sich seit 2005 mit dem Thema Demografischer Wandel und alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung. Bislang lag der Fokus unserer Aktivitäten auf der Pflegebranche, da diese durch den doppelten demografischen Faktor besonders stark betroffen ist. Daher hat ein großer Teil der Informationen und Angebote einen Bezug zur Pflegebranche. Vieles ist jedoch auch auf andere Branchen übertragbar oder direkt auf sie ausgerichtet. Nutzen Sie die Erfahrungen aus der Pflegebranche, damit Sie und Ihre Einrichtung gut mit den Herausforderungen des demografischen Wandels umgehen können. Informieren Sie sich über die BGW Demografie-Beratung.

Besuchen Sie auch unser Seminar "Älter werden in der Altenpflege – Ansätze zur Organisations- und Personalentwicklung", welches Sie für Ihr Unternehmen und Ihre Beschäftigten für zukünftige Anforderungen demografiefit macht.

Rückblick: BGW-Veranstaltung zu Demografie und Pflege

Die BGW veranstaltete am 10. November 2014 den 5. Erfahrungsaustausch zum Thema "Unternehmensführung zwischen Baby-Boomern und Generation Internet – Lebensphasenorientierte Arbeitsgestaltung in der Pflege" in Fulda. Informationen hierzu finden Sie in den Abstracts:

Abstracts der Vorträge auf der Veranstaltung

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