Gefährdungen durch Zytostatika
Zytostatika sind hochpotente Arzneistoffe und stellen eine potenzielle Gefahr für Personen dar, die sie zubereiten und verabreichen. Viele Zytostatika haben krebserzeugende, keimzellmutagene oder reproduktionstoxische Wirkungen. Unmittelbar können sie reizend, ätzend oder sensibilisierend wirken. Die Gefährdungen entstehen durch Stäube, Leckagen, Aerosolbildung und versehentliches Fallenlassen von zytostatikahaltigen Behältnissen.
Zur Ermittlung der möglichen Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Zytostatika ist es notwendig, sowohl Informationen über die (gefährlichen) Eigenschaften der jeweiligen Stoffe einzuholen als auch die möglicherweise dabei auftretenden Expositionen einzuschätzen. Grundsätzlich müssen bei der Ermittlung der Gefährdung die vier folgenden Aspekte berücksichtigt werden: akute Gefährdungen (akute Toxizität), chronische Gefährdungen (chronische Toxizität), Umweltgefährdungen und physikalisch-chemische Gefährdungen.