Eine Aluminium-Standleiter mit schwarzen Gummifüßen steht mitten in einem großen Raum auf dem Holzfußboden. Die Fläche ist weitgehend leer. Die linke Seite des Raums wird von großen, von einzelnen Pfeilern unterbrochenen Kassettenfenstern eingenommen. Das einfallende Tageslicht zeichnet Muster auf Wände und Boden. Im Hintergrund unscharf ein umlaufendes kniehohes Regal, mit Büchern und anderen undefinierbaren Utensilien belegt.

Leitern, Tritte & Co

Von einer Leiter zu stürzen kann schwere Verletzungen zur Folge haben. Meist sind es Fehler bei der Benutzung, die den Unfall verursachen – angefangen bei der Wahl der falschen Leiter bis zu gefährlichem Verhalten auf der Leiter. In selteneren Fällen sind defekte Leitern die Unfallursache.

Bei der Verwendung von Leitern unterscheidet man zwei Fälle: Steigt jemand auf eine Leiter, um in dieser Höhe zu arbeiten oder dient die Leiter als Zugang. Bevor eine Leiter oder ein Tritt verwendet werden, müssen die Gefährdungen betrachtet und entschieden werden, ob die Risiken in jedem Fall vertretbar sind. 

Die Leiter als Arbeitsplatz

Das Arbeiten auf Leitern – sei es beispielsweise für eine Reparatur oder auch nur, um etwas von einem Regalboden zu nehmen – ist nur kurzzeitig und bei geringer Gefährdung akzeptabel:

  • Bis maximal fünf Meter Standhöhe

  • Bis zwei Meter Standhöhe ist die häufige Nutzung akzeptabel

  • Zwischen zwei und fünf Metern ist nur eine zeitweilige Nutzung – bis maximal zwei Stunden pro Schicht – akzeptabel

  • Man muss für die Tätigkeit mit beiden Füßen auf einer Stufe oder Plattform stehen können 

Die Leiter als Zugangsweg

Leitern als Teil eines Zugangs zu verwenden, ist nur kurzzeitig oder bei seltener Benutzung und bei geringer Gefährdung akzeptabel:

  • Bis maximal fünf Meter Höhenunterschied

  • Bei sehr seltener Verwendung auch mehr als fünf Meter Höhenunterschied 

Alternativen zur Leiter

Alternativen zur Leiter beim Arbeiten in der Höhe sind Hubsteiger, Fahrgerüste oder Podeste. Als geeignete Zugänge kommen Treppen oder Aufzüge in Frage. Alle Alternativen erfordern dabei auch ihre eigenen Sicherheitsmaßnahmen.