Leitern prüfen
Leitern und Tritte müssen regelmäßig geprüft werden. Wie oft, das hängt von der Beanspruchung ab und von Erfahrungswerten mit Mängeln und Schäden.
Es muss sichergestellt werden, dass Leitern mit sicherheitsrelevanten Beschädigungen nicht mehr benutzt werden. Dafür sollten Regelungen und Verantwortlichkeiten festgelegt und bekannt gemacht werden. Kontrolliert werden Verschleiß, Verformung und Beschädigung, fehlende Teile und sichere Funktion der Verbindungselemente und Scharniere.
Eine kurze Checkliste für Leitern
- Sind die Leiterholme verformt oder beschädigt, bei Holzleitern ohne Risse oder übergroße Abnutzung?
- Sind die Leiterfüße in gutem Zustand, das heißt, sind die Gummistopfen vollständig, unbeschädigt und sicher befestigt?
- Sind die Stufen oder Sprossen in Ordnung, ohne Schäden, Verformungen oder scharfe Kanten?
- Sind alle Stufen, Sprossen und Trittflächen sicher mit dem Holm verbunden, sind Niete, Schraubverbindungen oder Schweißnähte einwandfrei?
- Funktioniert bei Stehleitern die Spreizsicherung und ist sie fest angebracht?
- Ist eine Kurzform der Gebrauchsanleitung auf der Leiter gut erkennbar angebracht, etwa durch Piktogramme?
Für die Leiterprüfung verlangt die Betriebssicherheitsverordnung eine entsprechende Befähigung. Ein Online-Training der Berufsgenossenschaft für Handel und Warenlogistik (BGHW) vermittelt Grundlagen zum Thema portable Leitern und deren Prüfung. Das Training lässt sich– je nach Vorkenntnissen – in ein bis zwei Stunden absolvieren. Wer sich anmeldet, erhält nach dem Training ein persönliches Zertifikat.
Die BGHW stellt Betrieben ein kostenloses Tool zur Inventarisierung mit Checkliste zur regelmäßigen Prüfung der vorhandenen Leitern zur Verfügung. Anwender und Anwenderinnen müssen lediglich das Online-Leitertraining absolviert und ein Nutzerkonto eingerichtet haben.