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Stufe für Stufe sicher BGW magazin 3/2026

Illustration: Eine Frau geht die Treppe herauf und nutzt dabei den Handlauf. Auf der Treppe liegt ein Mann mit erschrecktem Gesichtsausdruck, der die Treppenstufen herunterstürzt ist. Oben auf dem Treppenabsatz stehen eine Pflanze und ein Karton, im unteren Stockwerk hängt eine Tafel mit Schaubildern.

Ein Sturz auf der Treppe kann fatale Folgen haben. Umso wichtiger ist es, dass alle im Unternehmen Unfallrisiken entgegenwirken und aufmerksam bleiben.

Lesen Sie in diesem Artikel:

Welche Ansatzpunkte bestehen für Verantwortliche?

Wichtige Bausteine

Treppen und Podeste sind keine Ablage.

Außerdem:

  • Reinigungs- und Winterdienst sicherstellen
  • Warnhinweise bei temporären Gefahren anbringen
  • defekte Stufen oder Geländer sofort reparieren

Beschäftigte regelmäßig unterweisen und Sicherheitsregeln klar kommunizieren.

Wichtig dabei:

  • klarstellen: Handlauf nutzen, kein Handy beim Gehen oder auf Treppen, Lasten richtig tragen
  • Führungskräfte sollen Vorbilder sein
  • „Nudging“: Hinweise direkt an Treppen oder auf Stufen platzieren

Barrierefreie Gestaltung erhöht die Sicherheit für alle.

Das heißt:

  • alles gut erkennbar machen: hohe Kontraste, gute Beleuchtung, klare Beschilderung
  • alternative Wege (Aufzug/Rampe) bereitstellen und ausschildern

Treppen und Wege sind in die betriebliche Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen.

Insbesondere:

  • Treppen als eigenen Gefährdungsbereich behandeln
  • Zuständigkeiten schriftlich festlegen: Planung, Kontrolle, Reinigung, Instandhaltung, Winterdienst

Treppen müssen normgerecht mit Handläufen ausgestattet sein.

Unter anderem:

  • durchgehender, gut greifbarer Handlauf

Stufenkanten deutlich und durchgehend markieren.

Insbesondere:

  • erste und letzte Stufe hervorheben
  • optische Irritationen durch Muster, Glanz oder Spiegelungen vermeiden

Ausreichende, gleichmäßige und blendfreie Beleuchtung sicherstellen. 

Wichtig dabei:

  • Beleuchtungsstärke innen: 150 bis 200 Lux; außen: Treppe heller als angrenzender Weg
  • Licht von oben, keine harten Schlagschatten
  • defekte Leuchtmittel sofort ersetzen

Schon gewusst?

  • 5 Menschen pro Tag starben 2024 im Schnitt bei Stürzen auf oder von Treppen.
    (Statistisches Bundesamt, Todesursachen in Deutschland, alle Bereiche und Altersgruppen.)
  • Mehr als 7.000 Arbeitsunfälle* im Zusammenhang mit Treppen verzeichnet die BGW jährlich. Die meisten sind Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Bei einigen handelt es sich aber auch um Abstürze aus größerer Höhe, teils mit schwerwiegenden Folgen.
    (*Meldepflichtige Fälle, Hochrechnung.)

Treppe im Treppenhaus mit Handlauf und taktilen Streifen.

Sicherheit auf Treppen leben: So kommen alle gut ans Ziel

Treppensteigen als „Gesundheit to go“?

Ja, doch ohne Hektik, ganz bewusst. Sonst macht das Unfallrisiko den Trainingserfolg wieder zunichte … Was beim Nutzen von Treppen wichtig ist, haben wir hier zusammengestellt. 

Handlauf

Eine Hand am Handlauf – bei jedem Schritt.

Gut zu wissen: 

  • Vor allem beim Abwärtsgehen kann der Handlauf vor einem schweren Sturz bewahren.
  • Richtig greifen geht nur, wenn die Hand sonst leer ist.

Rutschfeste, geschlossene Schuhe tragen.

Das heißt:

  • feste Fersenkappe, profilierte Sohle, regulierbarer Sitz
  • keine offenen Schuhe ohne Fersenriemen

Stufen sollten stets gut zu erkennen sein – besonders die oberste und die unterste.

Gut zu wissen:

  • Rund 85 Prozent der Stolperunfälle passieren auf der ersten oder letzten Stufe.

Treppen bewusst und konzentriert nutzen. Ablenkungen vermeiden.

Das heißt:

  • kein Multitasking auf Treppen
  • nicht aufs Handy schauen
  • Blick auf die Stufen
  • langsam gehen
  • keine Stufe auslassen

Nichts an oder auf Treppen abstellen.

Außerdem:

  • keine Kabel auf dem Boden
  • Verschüttetes sofort beseitigen

Keine sperrigen oder schwer überblickbaren Gegenstände allein über Treppen transportieren.

Das heißt:

  • lieber zweimal gehen – oder zu zweit tragen
  • Körbe und Kisten mit Griffen nutzen

Praxishilfen