Welches Prinzip nutzen die Interferon-Gamma Release Assays (IGRAs)?

Die IGRAs (Interferon-Gamma Release Assays) messen das spezifische Interferon im Blut, einen passgenauen Abwehrstoff gegen den Erreger, der nach Tuberkulose-Kontakt von körpereigenen T-Zellen (Zellen der Immunabwehr) produziert wird. Die Bestimmung erfolgt aus einer Blutprobe im Labor, ein zweiter Termin wie beim THT (Ablesen des Hauttestergebnisses) entfällt damit.

Die IGRAs werden bei Kindern unter 5 Jahren bislang nicht empfohlen, bei ihnen erscheint der THT weiterhin überlegen. Die IGRAs können (im Gegensatz zum THT) eine Infektion (positiver IGRA und THT) von einer Immunreaktion nach einer BCG-Impfung (negativer IGRA und positiver THT) unterscheiden. Die Blutuntersuchung für die IGRAs kann beliebig oft wiederholt werden und ist weniger fehleranfällig als die Durchführung des THT mit Applikation des Testserums und die Ablesung des Testergebnisses.