Im Rahmen der beruflichen Impfung unserer Beschäftigten gegen Hepatitis B gibt es Unklarheiten bei Non-Respondern, die die Grundimmunisierung gegen Hepatitis B (drei Impfungen) abgeschlossen haben und keinen ausreichenden Titer aufgebaut haben. Wieviele weitere Impfungen in welchen Abständen sind zu verabreichen, wenn Beschäftige wiederholt keinen ausreichenden Titer aufbauen? Welche Vorgehensweise wird bei Low- und Non-Respondern empfohlen?

Der Erfolg einer Hepatitis-B-Impfung ist abhängig von Alter, Geschlecht, bestehenden Erkrankungen und anderen Faktoren. Wenn 4-8 Wochen nach erfolgter Grundimmunisierung im Rahmen der Indikationsimpfung kein ausreichender Impfschutz besteht (Anti-HBs-Konzentration <100 IE/L) ist folgendes Vorgehen zu empfehlen:

  • Bei „Low-Respondern“ (Anti-HBs 10–99 IE/L) wird eine sofortige weitere Impfstoffdosis mit erneuter Anti-HBs-Kontrolle nach weiteren 4–8 Wochen empfohlen. Falls der Anti-HBs-Spiegel dann immer noch <100 IE/L ist, sollten bis zu zwei weitere Impfstoffdosen jeweils mit anschließender Anti-HBs-Kontrolle nach 4–8 Wochen verabreicht werden. Das weitere Vorgehen, falls nach insgesamt sechs Impfstoffdosen der Anti-HBs-Spiegel stets ><100 IE/L ist, wird kontrovers diskutiert. Bei einer akuten Exposition ist für diese Personen eine passive Immunisierung notwendig (siehe Empfehlung der STIKO zur Hepatitis-B-Postexpositionsprophylaxe).

  • Bei „Non-Respondern“ (Anti-HBs <10 IE/L) sollten zum Ausschluss einer bestehenden chronischen HBV-Infektion HBsAg und Anti-HBc bestimmt werden. Falls beide Parameter negativ sind, wird ein weiteres Vorgehen wie bei „Low-Respondern“ (s. o.) empfohlen.

Stand: 22.02.2018