Corona-Schnelltests im Betrieb

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

Betriebliche SARS-CoV-2-Testungen spielen eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Aktualisiert (21.09.2021): Nach der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung sind Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen verpflichtet, Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, mindestens zweimal pro Woche ein Schnelltest-Angebot zu machen.

Testangebote sind nicht erforderlich, soweit der Arbeitgeber durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten sicherstellt oder einen bestehenden gleichwertigen Schutz nachweisen kann.

Z. B. können Beschäftigte von dem Testangebot ausgenommen werden, bei denen ein Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung vorliegt. Jedoch muss auch hier weiterhin im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung geprüft werden, ob ein Testangebot nicht dennoch sinnvoll ist, etwa aufgrund neu auftretender Mutationen. Vorsorglich sollten sich beim Auftreten von verdächtigen Symptomen auch geimpfte oder genesene Beschäftigte testen lassen. Die Verordnung sieht jedoch kein Auskunftsrecht des Arbeitgebers über den Impf- oder Genesungsstatus der Beschäftigten vor. 

Ausnahmen gibt es aufgrund anderer rechtlicher Vorgaben für Einrichtungen mit besonders schutzbedürftigen Menschen, z. B. nach § 23a des Infektionsschutzgesetzes für bestimmte Einrichtungen im Gesundheitswesen oder für Gemeinschaftseinrichtungen (wie Schulen oder Kindertagestätten) nach § 33 in Verbindung mit § 36 Absatz 3 des Infektionsschutzgesetzes.

Den Betrieben stehen zwei Möglichkeiten zur Testung von Beschäftigten zur Verfügung:

  • Bei den Point-of-Care-Antigen-Schnelltests (Schnelltest) führt geschultes Personal die Probeentnahme im Betrieb durch. Die Auswertung erfolgt in der Regel nach 15 bis 30 Minuten – je nach Hersteller vor Ort. Hierbei sind spezielle Arbeitsschutzmaßnahmen umzusetzen. Liste der Schnelltests (Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM))
  • Die Antigen-Schnelltests zur Eigenanwendung durch Laien (Selbsttest) – kann jede/r Beschäftigte am Arbeitsort oder zu Hause selbst durchführen – die Auswertung erfolgt ebenfalls in der Regel nach 15 bis 30 Minuten – je nach Hersteller. Liste der Selbsttests (BfArM)

Bei einem positiven Test muss immer eine Bestätigung mittels PCR-Testung mit anschließender Laborauswertung stattfinden. Es ist zu berücksichtigen, dass nur Infizierte mit aktuell hoher Virenlast zuverlässig erkannt werden und Personen sich auch unmittelbar nach dem Test infizieren könnten. Die Ergebnisse von Antigen-Schnelltests stellen also immer nur eine Momentaufnahme dar.

Die bestehenden Infektionsschutzmaßnahmen müssen weiter konsequent befolgt werden, zum Beispiel die AHA+L-Regel. Ein negatives Testergebnis darf nicht dazu führen, dass Regelungen und Schutzmaßnahmen umgangen werden.

Für gesetzlich geforderte Testungen von Beschäftigten, Kundinnen und Kunden, Angehörigen oder Patientinnen und Patienten sind die jeweiligen Länderverordnungen zu beachten und umzusetzen.
Für die Testbeschaffung sind die Unternehmen überwiegend selbst verantwortlich. Die BGW hat keine Möglichkeit, Mitgliedsbetriebe bei der Beschaffung von Tests zu unterstützen. Eine Kostenübernahme durch die BGW ist ebenfalls nicht möglich.

Weitere Hinweise zur Testung in Unternehmen finden Sie in unseren FAQs, den Empfehlungen des ABAS sowie den FAQ der DGUV.

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