Gefährdungen beurteilen

Die Grafik zeigt einen in sieben gleichmäßige Abschnitte unterteilten Kreis, davon ist einer farblich hervorgehoben.

Wie bewerte ich Risiken?

Betrachten Sie jede einzelne Gefährdung, die Sie ermittelt haben, und stellen Sie fest, ob Handlungsbedarf für Arbeitsschutzmaßnahmen besteht. Schätzen Sie ein, ob ein Risiko vernachlässigbar, noch akzeptabel oder inakzeptabel ist. Dies richtet sich danach, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Gefährdung, ein Unfall oder eine Belastung eintreten kann und wie gravierend die Folgen sein können.

Bei der Ableitung des Handlungsbedarfs, bietet sich eine Einteilung in drei Risikokategorien an:

  • Risikokategorie grün: Gefahren und Belastungen, die selten auftreten und deren möglicher Gesundheitsschaden leicht ausfallen würden, können als geringes Risiko  bewertet werden. Diese Risiken sind als Restrisiken oder allgemeine Lebensrisiken tolerierbar, weshalb kein unmittelbarer Handlungsbedarf besteht.
  • Risikokategorie gelb: Bei Gefahren, die möglicherweise auftreten und gesundheitliche Schäden hervorrufen würden, besteht Handlungsbedarf. Solche Risiken sollten mittel- bis langfristig beseitigt oder ihre Eintrittswahrscheinlichkeit durch geeignete Maßnahmen reduziert werden.
  • Risikokategorie rot: Bei Gefahren, die sehr wahrscheinlich eintreten und schwere Folgen für die Gesundheit haben würden, besteht dringender Handlungsbedarf, weshalb unverzüglich Maßnahmen getroffen werden müssen. Unter Umständen ist eine sofortige Einstellung der Arbeit notwendig.
Bild vergrößern Bewertung von Risiko und Handlungsbedarf nach Folgen und Wahrscheinlichkeit eines möglichen Unfallereignisses

Risiko und Handlungsbedarf

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Dieses Modell der Risikobewertung hat sich in der Praxis bewährt. Es gibt darüber hinaus auch weitere Modelle zur Risikobewertung.

Auch in den Online-Gefährdungsbeurteilungen, die wir als praktische Handlungshilfe für viele Branchen schon bieten, können Sie ein Ampelsystem zur Risikobewertung nutzen.