Der gesetzliche Rahmen beim Unterweisen von Praktikanten und Einsteigern

Der Gesetzgeber hat ein umfangreiches Regelwerk zum Arbeits- und Gesundheitsschutz geschaffen. Hier sind die wichtigsten für Sie aufgeführt.

Die gesetzliche Grundlage sind das Arbeitsschutzgesetz und das Jugendarbeitsschutzgesetz.

Die Details sind in Verordnungen sowie Unfallverhütungsvorschriften geregelt.

Schutzbrille mit Scrabble-Steinen "Arbeitsschutz"

In diesem Zusammenhang besonders wichtig:

Für Jugendliche sind die mit dem Jugendarbeitsschutzgesetz geltenden Rahmenbedingungen zu beachten. Es gibt klare Regelungen für den Arbeitsschutz differenziert nach Alter, Zweck des Praktikums und Einsatzfeldern.

Die Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege (TRBA 250) enthält eine ausführliche Handlungsanleitung für den Einsatz von Praktikanten.

Bei Tätigkeiten mit Lebensmitteln ist auch das Infektionsschutzgesetz zu berücksichtigen.

Beschäftigtengruppen nach Alter

In der Praxis lassen sich auf das Alter bezogen drei Beschäftigtengruppen unterscheiden:

  • Schüler, die bei einem "Schnupperpraktikum" die Altenpflege kennenlernen (Schülerpraktikum)
  • Jugendliche, die zu ihrer Berufsbildung beschäftigt werden, und andere unter 18 Jahren (Ausbildungspraktikum)
  • Erwachsene, zum Beispiel in Berufsbildung, Quereinsteiger, Bundesfreiwilligendienstleistende (Berufseinsteiger)

Die Pflegeeinrichtung gilt – was den Arbeitsschutz betrifft – in jedem Fall als verantwortlicher Arbeitgeber, auch wenn die Verträge der Beschäftigten mit Ausbildungsinstitutionen beziehungsweise anderen Trägern geschlossen wurden.