Gefahrstoffe in der medizinischen Praxis Gefährdungen und Schutzmaßnahmen

Ärztliches Personal untersucht täglich Patienten und Patientinnen und diagnostiziert Krankheiten unterschiedlichster Ätiologie. Weniger Aufmerksamkeit widmen sie im Allgemeinen den Gefährdungen, z. B. durch Infektionen oder Gefahrstoffe, die am Arbeitsplatz auftreten.

Für die Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen stellt sich die Frage, ob es in einer Praxis bzw. in einem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung überhaupt Gefahrstoffe gibt und ob der Aufwand für eine Gefährdungsbeurteilung bei nur wenigen Beschäftigten erforderlich ist. Die grundsätzlichen Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten in ärztlichen Praxen und Kliniken sind in Broschüren der Berufsgenossenschaftfür Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) erläutert.
Die Gefährdungsbeurteilung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen erfolgt nach den Prinzipien der Gefahrstoffverordnung. Gefahrstoffe im Gesundheitsdienst können z. B. reizende oder ätzende Eigenschaften aufweisen, entzündbar oder giftig sein, sensibilisierende Eigenschaften oder im Einzelfall auch kanzerogene Eigenschaften besitzen.
Die TRGS 525 konkretisiert das Gefahrstoffrecht für den humanmedizinischen Bereich. Sie wurde gerade in einer Neufassung veröffentlicht, an deren inhaltlichen Gestaltung das Autorenteam unmittelbar beteiligt war.

Der Artikel wurde veröffentlicht unter:

Halsen G, et al. Gefahrstoffe in der medizinischen Praxis. Gefährdungen und Schutzmaßnahmen. internist prax 2014; 54: 909-925.