Karpaltunnelsyndrom: Teilnehmende für Studie gesucht

Zeichnung einer Hand im Querschnitt mit Markierung Carpaltunnel, Carpalband und Medianusnerv

Nehmen Sie jetzt an einer Mess- und Beobachtungsstudie zum Karpaltunnelsyndrom teil und unterstützen Sie die Forschung in Ihrem Berufsfeld!

2015 wurde das Karpaltunnelsyndrom (beziehungsweise Carpal-Tunnel-Syndrom, CTS) offiziell in die Liste der Berufskrankheiten gemäß Berufskrankheiten-Verordnung des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz aufgenommen.

Beim CTS handelt es sich um eine Schädigung des Medianusnervs im Handgelenk. Diese Schädigung entsteht durch erhöhten Gewebsdruck im Karpaltunnel und äußert sich in Taubheitsgefühlen, Schmerzen oder Kraftverlust in der Hand. Besonders häufig sind Menschen davon betroffen, die in den folgenden Bereichen arbeiten:

  • Massage und Physiotherapie
  • Kosmetik
  • Pflege
  • Zahnmedizin und -technik

Wie entsteht ein CTS?

Arbeitsbedingte Risikofaktoren für die Entstehung eines CTS sind Tätigkeiten mit einer hohen Handaktivität und großem Kraftaufwand. Doch Daten, die ein vollständiges Bild der Risiken durch berufliche Tätigkeiten der häufig betroffenen Berufsgruppen zeigen, liegen bislang nicht vor.

Um herauszufinden, welche berufstypischen Tätigkeiten und Bewegungen – unter Berücksichtigung ihrer Dauer, Häufigkeit und Intensität – eine Erkrankung bewirken können, führt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) eine branchenspezifische Analyse durch.

Mit der Durchführung der Studie beauftragte sie das Competenzzentrum Epidemiologie und Versorgungsforschung (CVcare) am Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).

Jetzt mitmachen

Helfen Sie uns bei der Ursachenforschung. Wir suchen für unsere Studie Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

  • Arbeiten Sie in einem der oben genannten besonders gefährdeten Berufsfelder?
  • Möchten Sie die Forschung für ein gesünderes Arbeitsleben unterstützen?
  • Wollen Sie Verantwortlichen helfen, im "Berufskrankheitenverfahren CTS" die richtige Entscheidung zu treffen?

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns über Ihren Anruf oder eine Mail an die Studienkoordination (siehe unten). Als Dankeschön für Ihre Teilnahme vergüten wir Ihre Mitarbeit. Die Datenerhebung und -auswertung erfolgt anonym. Eine Angabe des Namens ist nicht notwendig.

Nutzen und Ablauf der Studie

Die Ergebnisse unserer Untersuchungen liefern eine Basis, um in Zukunft besser über die Anerkennung von CTS-Fällen als Berufskrankheit entscheiden zu können. Außerdem können gezielt berufsspezifische Präventionsmaßnahmen entwickelt werden, um Belastungen zu reduzieren.

Wir führen folgende Expositionsanalysen durch:

  • Videoaufnahmen während einer typischen Arbeitsschicht
  • Befragungen

Die Videoaufnahmen dauern etwa acht Stunden und die Befragungen etwa 30 Minuten.

Hinweise zum Datenschutz

Die Studie hält alle Vorgaben des Datenschutzgesetzes ein und wurde von der Ethik-Kommission der Ärztekammer Hamburg zustimmend bewertet. Zudem unterliegen die im Rahmen der Studie erhobenen Daten der Schweigepflicht. Wir versichern, Ihre persönlichen Daten absolut vertraulich zu behandeln. Ihre Angaben werden anonymisiert. Die Auswertung der Daten am CVcare sowie die Veröffentlichung der Studienergebnisse erfolgt ebenfalls in anonymisierter Form. Alle Daten, die wir von Ihnen erheben, werden nach Ablauf der Studie gelöscht.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Wir freuen uns, wenn Sie sich an der Studie beteiligen. Bitte nehmen Sie bei Interesse oder bei weiteren Fragen zur Studie Kontakt mit uns auf.

Studienkoordination

Matthias Wanstrath M.Sc.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Competenzzentrum Epidemiologie und Versorgungsforschung bei Pflegeberufen (CVcare)

Studienleitung

Prof. Dr. med. Albert Nienhaus, Leitung der Abteilung Arbeitsmedizin, Gefahrstoffe und Gesundheits­wissenschaften (AGG), Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)