Welche zusätzlichen organisatorischen Maßnahmen sind für die Durchführung von PoC-Antigen-Tests in der Apotheke erforderlich?

Die PoC-Antigen-Tests sind nach der Testverordnung des Bundes sowie den jeweiligen Landesverordnungen in Absprache mit den Kommunen oder den öffentlichen Gesundheitsämtern durchzuführen.

Grundsätzlich legt die Apothekenleitung in der Gefährdungsbeurteilung fest, unter welchen Bedingungen PoC-Antigen-Tests in der Apotheke durchgeführt werden können.

Dabei sind folgende Punkte zu beachten:

  • PoC-Antigen-Tests sollten nur nach vorheriger Terminvergabe (telefonisch oder online) angeboten werden.
  • Personen mit ungeklärten Symptomen dürfen die Apotheke nicht betreten, sondern müssen diese Symptome durch einen Arzt oder eine Ärztin abklären lassen.
  • Beim Zutritt in die Apotheke ist eine Steuerung der unterschiedlichen Besucherströme empfehlenswert. Indem die Kundschaft und die zu testenden Personen voneinander getrennt werden, können Personenansammlungen und Kontakte in der Warteschlange vermieden werden.
  • Die PoC-Antigen-Tests sollten in einem räumlich abgetrennten, ausreichend großen und gut belüfteten Bereich durchgeführt werden.
  • Für Personen, die auf ihr Testergebnis warten, muss ein Wartebereich festgelegt werden. Alternativ kann zum Beispiel eine elektronische Übermittlung des Ergebnis angeboten werden.

Wichtig ist, dass die mit den PoC-Antigen-Tests beauftragten Beschäftigten geschult und unterwiesen sind. Insbesondere Themen wie Eigenschutzverhalten, richtiges Verhalten bei unerwarteten Ereignissen (wie Erbrechen, Blutungen u.a.), erforderliche Schutzmaßnahmen, aber auch medizinisch richtige Abläufe für gesicherte Testergebnisse müssen vermittelt werden.

22.03.2021