Wann muss ich bei Pflege- und Betreuungstätigkeiten einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wann eine Atemschutzmaske?

Beschäftigte tragen bei Pflege- und Betreuungstätigkeiten Mund-Nasen-Schutz, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Beschäftigten, Bewohnerinnen und Bewohnern, Angehörigen und weiteren dritten Personen nicht eingehalten werden kann. Bewohnerinnen, Bewohner oder Betreute sollten, sofern sie es tolerieren, ebenfalls Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Bei Fahrten zur Begleitung von Betreuten gilt grundsätzlich ebenfalls das Tragen von Mund-Nasen-Schutz für betreute Personen sowie für Beschäftigte.

Tragen Bewohnerinnen, Bewohner oder Betreute keinen Mund-Nasen-Schutz, ist nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel des BMAS im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung arbeitgeberseitig zu klären, ob Beschäftigte bei Unterschreitung des Mindestabstands Atemschutzmasken und eventuell weitere zusätzliche Schutzausrüstung tragen müssen. Die BGW unterstützt bei der Risikoeinschätzung und -bewertung mit einer „Hilfe zur Ermittlung/Bewertung des SARS-CoV-2-Infektionsrisikos bei der Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich des Erfordernisses von Atemschutz bei Pflege- und Betreuungstätigkeiten“.

Eine FFP2-Maske oder gleichwertige Atemschutzmaske müssen Beschäftigte dagegen immer dann tragen, wenn sie pflegende oder betreuende Tätigkeiten bei Personen mit Verdacht auf oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion ausüben.

Weitere Informationen zum Tragen von MNS und Atemschutzmasken finden Sie in den „Empfehlungen der BAuA und des ad-Hoc AK ,Covid-19‘ des ABAS zum Einsatz von Schutzmasken im Zusammenhang mit SARS-CoV-2“.

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Aktualisiert: 27.10.2020