Corona-Tests im Betrieb Informationen zu betrieblichen SARS-CoV-2-Testungen

Eine Frau hält einen COVID-19-Antigentest in der ausgestreckten Hand

In den aktuellen Regelungen zum betrieblichen Infektionsschutz spielen SARS-CoV-2-Testungen weiterhin eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Es ist bei den geforderten Testungen zu unterscheiden in:

  • Testpflicht im Rahmen der 3G-Regelung am Arbeitsplatz (§ 28b IfSG)
  • Erweiterte Testpflicht in besonderen Einrichtungen (§ 28b IfSG) 
  • Testangebotspflicht Arbeitgebender (§ 4 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung)

Testpflicht im Rahmen der 3G-Regelung am Arbeitsplatz (§ 28b IfSG)

Nicht-geimpfte oder nicht-genesene Beschäftigte oder Arbeitgebende müssen im Rahmen der 3G-Regelung am Arbeitsplatz einen gültigen Testnachweis vorweisen, wenn physische Kontakte in der Arbeitsstätte - ein Zusammentreffen mit anderen Personen - nicht ausgeschlossen werden können. Dies gilt auch für Betriebs-Sammeltransporte von mehreren Beschäftigten zur/von der Arbeitsstätte. Die Testnachweise müssen eigenverantwortlich von den Beschäftigten oder Arbeitgebenden in gültiger Form erbracht werden.

Ein Testnachweis ist ein Nachweis über das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Er kann in einem Testzentrum oder auch in Form von Selbsttests vor Ort unter Aufsicht der/des Arbeitgebenden oder einer beauftragten Person erfolgen und muss dokumentiert werden. Die zugrunde liegende Testung darf bei Schnelltests maximal 24 Stunden, bei PCR-Tests 48 Stunden zurückliegen.

Erweiterte Testpflicht von geimpften und genesenen Beschäftigten sowie Arbeitgebenden in besonderen Einrichtungen (§ 28b IfSG)

In besonderen Einrichtungen (Einrichtungen und Unternehmen nach § 23 (3) Satz 1 sowie § 36 (1) Nr. 2 und 7 IfSG), wie z. B.:

  • Krankenhäuser,
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren,
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, wobei Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen auch dann umfasst sind, wenn dort keine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt
  • Dialyseeinrichtungen,
  • Tageskliniken,
  • Entbindungseinrichtungen,
  • Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit den zuvor genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
  • Arztpraxen, Zahnarztpraxen,
  • Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe,
  • Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes, in denen medizinische Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen oder ambulante Behandlungen durchgeführt werden,
  • ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen,
  • Rettungsdienste,
  • voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen oder vergleichbare Einrichtungen im Sinn des § 36 Abs. 1 Nr. 2 IfSG (z. B. Pflegeeinrichtungen, besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen, Werkstätten für behinderte Menschen (WfBM))
  • sowie vergleichbare ambulante Pflegedienste und Unternehmen im Sinn des § 36 Abs. 1 Nr. 7 IfSG (z. B. „ambulante“ Angebote der Eingliederungshilfe); Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne von § 45a Absatz 1 Satz 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch zählen nicht zu den Dienstleistungen, die mit Angeboten in Einrichtungen nach § 36 Abs. 1 Nr 2 IfSG vergleichbar sind.

müssen sich auch geimpfte und genesene Arbeitgeber sowie Beschäftigte zusätzlich testen. Folgende Sonderregelungen gelten:

  • Die Testung kann auch durch Antigen-Tests zur Eigenanwendung (Selbsttests) ohne Überwachung erfolgen.
  • Eine Testung mittels Nukleinsäurenachweis (z. B. PCR-Testung) muss höchstens zweimal pro Kalenderwoche wiederholt werden.

Testangebotspflicht Arbeitgebender (§ 4 SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung)

Arbeitgebende müssen weiterhin nach § 4 SARS-CoV-2 Arbeitsschutzverordnung in Präsenz arbeitenden Beschäftigten mindestens zweimal pro Woche ein betriebliche Tests anbieten.

Für die Testbeschaffung sind die Unternehmen selbst verantwortlich. Die BGW hat keine Möglichkeit, Mitgliedsbetriebe bei der Beschaffung von Tests zu unterstützen. Eine Kostenübernahme durch die BGW ist ebenfalls nicht möglich. Nachweise über die Beschaffung von Tests und Vereinbarungen mit Dritten über die Testung der Beschäftigten haben Arbeitgebende im Rahmen der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung bis zum Ablauf des 19. März 2022 aufzubewahren.

Weitere Informationen finden Sie auf Seiten des BMAS – Betrieblicher Infektionsschutz.

Hinweise zur Testung in Unternehmen finden Sie in unseren FAQs, den Empfehlungen des ABAS sowie den FAQ der DGUV.

Antworten auf häufige Fragen