Eine 50-Cent-Münze steht auf einer 2-Euro-Münze, im Hintergrund liegen weitere Euro-Münzen

BGW-Beiträge 2021: Was Sie jetzt wissen müssen Auswirkungen der Corona-Pandemie, FAQ und mehr

Am 22. April 2022 wurden die Beitragsbescheide für 2021 versandt. Auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie konnten sich die Unternehmen auf das Engagement der BGW für Beitragsstabilität verlassen. Der Beitragsfuß als ein zentraler Faktor der Beitragsberechnung bleibt für 2021 auf dem Vorjahreswert.

Es ist der BGW gelungen, auch die steigenden Ausgaben für die als Berufskrankheit anerkannten Fälle von Covid-19-Erkrankungen aufzufangen. Für Unternehmen in einer Notlage bestehen Möglichkeiten zur Ratenzahlung/Stundung.

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Beitragsfuß und Ausgleichsumlage für das Jahr 2021
  • Beitragsfuß für gemeinnützige, kirchliche oder mildtätige Betriebe: 1,94
  • Beitragsfuß für alle nicht gemeinnützigen Unternehmen: 2,05

Ausgleichsumlage Wohlfahrtspflege: 8 Cent pro 1.000 Euro Entgelt

Berechnungsgrundlage der Beiträge sind die Arbeitsentgelte, der Gefahrtarif (seit 2019 gilt der 5. Gefahrtarif der BGW) sowie der Beitragsfuß. Bei letzterem sind beide Werte – für gemeinnützige, kirchliche oder mildtätige Betriebe sowie für alle anderen – für 2021 unverändert geblieben. Die BGW benötigt die Beitragseinnahmen zur Finanzierung der Leistungen an ihre Versicherten (z. B. Behandlungskosten, Verletztengeld und Unfallrenten).

Veränderungen gibt es bei der Lastenverteilung nach Entgelten. Hier wurde der Freibetrag auf 237.000 Euro Arbeitsentgelt pro Mitgliedsunternehmen erhöht (Vorjahr: 229.500 Euro). Erst oberhalb dieser Grenze fällt für diese Lastenverteilung zwischen den Berufsgenossenschaften ein Beitragssatz von insgesamt 0,196 Prozent an (Vorjahr 0,199 Prozent). Gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Einrichtungen sind von der Lastenverteilung nach Entgelten ausgenommen.

Unternehmerversicherungen: Erhöhung der Leistungen

Bei den Unternehmerversicherung macht sich die Erhöung der Pflicht- beziehungsweise Mindestversicherungssummen (neu: 24.000 Euro) bemerkbar, die zum 1. Januar 2021 erfolgte. Dadurch ist der Beitrag leicht gestiegen – zugleich steigen aber auch die Geldleistungen bei Eintritt eines Versicherungsfalls. Das tägliche Verletztengeld erhöhte sich von 51,11 Euro auf 53,33 Euro, die monatliche Vollrente von 1.277,78 Euro auf 1.333,33 Euro. Die Sicherung Ihres Lebensstandards hat Priorität – nutzen Sie deshalb die Möglichkeit, die Höhe Ihrer Versicherungssumme zwischen Mindest- und Höchstversicherungssumme frei zu wählen (siehe: Freiwillige Versicherung/Höherversicherung).

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Bei Betrieben, die stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie betroffen waren, macht sich das in der Regel auch im Beitragsbescheid bemerkbar: Wesentlicher Faktor sind die Entgelte für die  Beschäftigten – und dort bleibt das Kurzarbeitergeld außen vor. Niedrigere Entgelte führen bei sonst gleichen Berechnungsfaktoren somit zu niedrigeren Beiträgen als in Vergleichsjahren.

FAQ zum Beitragsbescheid und zur Situation in der Corona-Pandemie: