Was gilt, wenn für meine Branche kein branchenspezifischer Arbeitsschutzstandard vorliegt?

Wenn für Ihre Branche kein Standard vorliegt, gilt: Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet alle Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die Gefährdungen der Beschäftigten bei der Arbeit zu beurteilen und Schutzmaßnahmen für die jeweilige betriebliche Situation festzulegen. Ändern sich - wie durch das Coronavirus - die Arbeitsbedingungen, ist die Gefährdungsbeurteilung zu aktualisieren. Das heißt: Betriebe sind auch ohne konkrete Festlegungen verpflichtet, die Gefährdungsbeurteilung um Maßnahmen zum Infektionsschutz zu ergänzen.

Ein allgemeiner SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard sowie die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel sind neben der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung mit Maßnahmen zum Infektionsschutz vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht worden. Sie unterstützen die Unternehmen bei der Gefährdungsbeurteilung. Gelten höhere Anforderungen durch Verordnungen des Bundes, der Länder bzw. der Landkreise, so haben diese Vorrang.