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Dürfen die Abstände von 1,5 Metern zwischen Friseurstühlen oder Waschplätzen unterschritten werden, wenn Trennwände (z.B. Plexiglasscheiben) genutzt werden?

Trennwände dürfen weder bei Friseurstühlen noch bei den Waschplätzen dazu genutzt werden, um die Abstandsregel zu umgehen.

Bei der Arbeitsplatzgestaltung in Friseursalons ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Nur wenn dieser Abstand aus technischen und organisatorischen Gründen, die in der Natur der Tätigkeit liegen, nicht eingehalten werden kann, kommen andere Schutzmaßnahmen in Betracht. Dies ist im Friseursalon in der Regel nicht der Fall. Eine räumliche Abtrennung mit transparenten Wänden ohne Einhaltung des Mindestabstands stellt keinen wirksamen Ersatz für den notwendigen Sicherheitsabstand bei Friseurstühlen dar, im Gegensatz zu anderen Arbeitsplätzen. Sie kann nur bei Einhaltung des Abstandes von 1,5 Metern als zusätzliche Maßnahme geprüft werden. Der notwendige Abstand bezieht sich auf alle Personen in Friseursalons, insbesondere zwischen den Kunden und Kundinnen, aber auch zwischen den Beschäftigten und Kunden. Können diese Mindestabstände zuzüglich des notwendigen Bewegungsspielraums nicht eingehalten werden, muss ggfs. ein Friseurstuhl oder ein Waschplatz zwischen den Bedienplätzen frei bleiben, damit der Abstand gesichert werden kann.

Ferner werden durch die räumlichen Abtrennungen die Bewegungsflächen für die Friseure und Friseurinnen verringert und insgesamt der Lufttausch behindert. Dies steht im Widerspruch zu den neuen Arbeitsschutzstandards für Friseure im Hinblick auf das Coronavirus (COVID-19). Sollten die Arbeitsschutzstandards bei nachgewiesener guter Infektionskontrolle in Friseurbetrieben in einigen Wochen oder Monaten weiter gelockert werden, muss diese Handlungsempfehlung/Anweisung überprüft werden.

Aktualisiert: 29.04.2020

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