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Müssen meine Mitarbeitenden durch das vermehrte Tragen von Einmalhandschuhen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge?

Es ist keine Änderung zur juristischen Lage zur Zeit vor der Corona-Pandemie festzustellen. Neu ist in der Corona-Zeit, dass die ungewaschenen Haare nur mit Handschuhen berührt werden dürfen. Handschuhtragen ist für die Haut weniger schädlich als direkter Wasserkontakt oder der Kontakt mit feuchten Haaren. Deshalb muss eine an die veränderten Abläufe und Bedingungen während der Coronapandemie angepasste Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden.

In der Gefährdungsbeurteilung werden notwendige Maßnahmen wie die arbeitsmedizinische Vorsorge abgeleitet. Beschäftigte, die mehr als vier Stunden Feuchtarbeit (z.B. das Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe) ausführen, müssen wegen einer besonders hohen Gefährdung für die Haut zur arbeitsmedizinischen Pflichtvorsorge eingeladen werden. Über zwei Stunden Feuchtarbeit muss eine Vorsorge angeboten werden. Die betriebsärztliche Hautvorsorge beinhaltet eine Beratung und Untersuchung zur Prävention, Früherkennung von Hautschäden sowie Verhinderung von chronischen Handekzemen.

(05.06.2020)

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