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Gibt es besondere Anforderungen an die Lüftung des Salons, an Klima- oder Luftreinigungsanlagen oder Luftbefeuchter?

Friseurräume müssen ausreichend belüftet werden, um die Virenkonzentration und Infektionsgefährdung zu verringern. Regelmäßiges Lüften ist eine der wichtigsten Schutzmaßnahmen!

Für Friseurräume ist eine geeignete Raumlüftung vorzusehen. Sofern die Gefährdungsermittlung keine anderen Hinweise ergibt, kann der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin davon ausgehen, dass eine Frischluftmenge von 100 m3/h je Mitarbeitendem/r ausreichend ist. Für die Auslegung der Lüftung sind dann die mit Friseurarbeiten beschäftigten Personen maßgeblich. Die Lüftung kann durch Abluftventilatoren, natürliche Querlüftung oder eine Raumlufttechnische Anlage (RLT-Anlage) erreicht werden und muss jederzeit, also auch im Winter, gewährleistet sein (Pkt. 5.2 TRGS 530).

Praxistipp: Bei größeren Räumen soll die Ladentür weit geöffnet bleiben, ein gekipptes Fenster reicht nicht aus. Ist dies beispielsweise aufgrund geringer Außentemperaturen nicht möglich, ist regelmäßiges (stündliches) Stoßlüften notwendig, am besten mit Querlüftung.

Das Übertragungsrisiko von SARS-CoV-2 über raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) ist insgesamt als gering einzustufen. RLT-Anlagen sollen daher nicht abgeschaltet werden. Der Umluftbetrieb von RLT-Anlagen ist, soweit es technologisch möglich ist, zu vermeiden.

Informationen zum Thema bieten auch das BMAS und das RKI.

Das Gleiche gilt für Luftbefeuchter oder Luftreiniger. Eine mögliche Verteilung des Virus im Raum muss ausgeschlossen sein. Ob die aufgestellten Geräte dies gewährleisten können, ist zu prüfen.

Aktualisiert: 25.06.2020

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