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Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

Die BGW versteht unter arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren alle Belastungen, die die Arbeit mit sich bringt.

Zum einen sind dies materielle Faktoren, um die sich typischerweise der Arbeitsschutz präventiv kümmert. Zum anderen sind dies Faktoren, die aus der Organisation von Arbeit und den sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz hervor gehen. Hier kommt es als Folge häufig zu Burn-out, Mobbing oder Stress. Die Erhebung und Bewertung dieser Faktoren erbringt je nach Betrieb und Arbeitsbereich unterschiedliche Gewichtungen und Rangreihen.

Mit sozialwissenschaftlichen Methoden wie einer Befragung der Mitarbeitenden kann jeder Betrieb selbst bestimmen, welche Faktoren in seiner "sozialen Welt" defizitär sind und präventiv verbessert werden müssen.

Basis aller Maßnahmen zur Prävention sollte eine systematische Analyse sein. So lassen sich die harten, materiellen Gefährdungen ermitteln und bewerten.

Ergänzend sollte eine Befragung der Mitarbeitenden durchgeführt werden. Hierbei können sich alle Beschäftigten schriftlich äußern, wie sie die verschiedenen Belastungsfaktoren einschätzen und welche gesundheitlichen Beschwerden sie plagen.

Der Fokus liegt auf den nicht materiellen Faktoren der Arbeit. Diese umfassen beispielsweise das Führungsverhalten der Vorgesetzten, Schichtpläne und Arbeitszeiten, Überforderung, monotone Tätigkeiten oder Ärger mit Angehörigen. Ergänzend kann eine Abfrage der Arbeitsunfähigkeitsdaten bei den Krankenkassen die Erkrankungen in der Belegschaft verdeutlichen. Am Ende lässt sich ein betrieblicher Gesundheitsbericht erstellen.

Als "Best Practice" empfiehlt die BGW die Prävention zusammen mit den Mitarbeitenden zu gesetalten. Diese wissen oft am besten, welche Arbeitsbedingungen krank machen können.

Gesundheitszirkel sind kleine Projektgruppen, in denen die Beschäftigten eines Arbeitsbereiches selbst die Probleme der täglichen Arbeit diskutieren und Lösungen für einen Abbau der Belastungen finden. Zirkel haben zumeist noch den Vorteil, die Arbeit effizienter und qualitativ besser zu machen. Damit sie koordiniert arbeiten können, benötigen Sie einen "Kümmerer" und ein Steuerungsgremium, das die Aktivitäten leitet und kontrolliert. Mit der Zeit entsteht so ein betriebliches Gesundheitsmanagement, das den Arbeitsschutz ergänzt und weiterführt.

Das Arbeitsschutzgesetz schreibt fest, dass die Gestaltung menschengerechter Arbeit in der Verantwortung des Unternehmens selbst liegt. Die Beschäftigten sind jedoch gefordert, aktiv an der Verbesserung ihrer Arbeitsplätze mitzuwirken.

Die BGW unterstützt die Bemühungen um einen modernen Gesundheitsschutz. Neben einer reformierten Ausbildung der Sicherheitsfachkräfte bietet sie eine Reihe von Seminaren an: Gesundheitsbeauftragte werden ausgebildet und mit der Thematik vertraut gemacht. So können sie die Betriebsleitung oder Geschäftsführung beraten, welche Mittel und Wege es zu einem erhöhten "Gesundheitsstand" der Belegschaft gibt.

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