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Wer übernimmt die Kosten der Hepatitis-B-Impfung?

Die BGW wird häufig angefragt, wer die Kosten für die Hepatitis-B-Impfung für die bei der BGW-versicherten Beschäftigten übernimmt. Diese Frage besonders in der ambulanten und stationären Pflege aktuell. Die Rechtslage sieht jedoch klar vor, dass die Unternehmen den Versicherten immer dann Hepatitis B-Impfungen im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge anzubieten hat, wenn Tätigkeiten ausgeführt werden, bei denen es regelmäßig und in größerem Umfang zum Kontakt mit infektiösem oder potenziell infektiösem Material, Körperflüssigkeiten, -ausscheidungen oder -gewebe, kommen kann. Diese Arbeitsbedingungen herrschen in der Pflege. Kosten für arbeitsmedizinische Vorsorge und Impfungen dürfen nicht den Versicherten auferlegt werden.

Dagegen wird der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) durch den „Gemeinsamen Bundesausschuss“ (G-BA) beschlossen. Die GKV finanziert die Hepatitis B-Impfung für alle Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Es besteht bei beruflicher Indikation immer dann kein Leistungsanspruch gegenüber der GKV, wenn nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV), Anhang Teil 2 "Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen einschließlich gentechnischen Arbeiten mit humanpathogenen Organismen" Pflicht- oder Angebotsvorsorge durch die Unternehmen zu veranlassen ist.
Diese gilt auch für die Hepatitis-B-Impfung (Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Impfungen nach § 20i Abs. 1 SGB V).

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