Navigation und Service

Illustration: Inklusion wird durch Punkte symbolisiert, die meisten sind schwarz, einige bunte sind reingemischt

Inklusion: Von der Vision zur Wirklichkeit

Inklusion - was ist das eigentlich? Betrifft sie nur die Arbeitswelt? Oder auch andere Lebensbereiche? Ist sie eine Vision oder schon gelebte Realität? Und was hat die BGW damit zu tun? Licht ins Dunkel bringt diese Themenrubrik.

Inklusion ist ein Menschenrecht. Sie zu verwirklichen hat weitreichende Folgen für alle Aspekte des Zusammenlebens. Konkret soll dafür gesorgt werden, dass jeder Mensch am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben kann. Inklusion verlangt, dass alle in den Genuss dieses Zustands kommen – unabhängig von Herkunft, Alter, Geschlecht, Religion, Behinderungen, Bildung, sexueller Orientierung oder anderen individuellen Aspekten.

Illustration: Inklusion wird durch Punkte symbolisiert, die meisten sind schwarz, einige bunte sind reingemischt

Bei voller Inklusion gehören alle dazu. Niemand soll ausgeschlossen sein (Exklusion) oder nur "integriert" werden.

Foto vergrößern

Mit Barrieren konfrontiert: Menschen mit Behinderungen

Beim Thema Inklusion stehen Menschen mit Behinderungen besonders im Fokus; gleiche Teilhabechancen liegen für sie immer noch in weiter Ferne. Denn Menschen mit Behinderungen finden immer wieder Hindernisse vor, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Deshalb gibt es die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK), über die wir unter Grundlagen einführend informieren.

Die UN-BRK wirkt in sämtliche gesellschaftliche Bereiche hinein: ins Private, in die Politik oder in die Bildung. Auch die Arbeitswelt ist betroffen. Wer beschäftigt ist, zieht daraus Selbstbestätigung und erhält Wertschätzung. Und durch eine Erwerbstätigkeit werden Menschen finanziell unabhängig und können eher über ihre eigenen Belange entscheiden.

BGW: Inklusion fördern durch Prävention und Rehabilitation

Die BGW hat als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung besonderes Interesse daran, dass Inklusion in der Arbeitswelt Wirklichkeit wird. Ganz im Sinne ihres Auftrags: Durch Prävention sorgt sie für sicheres Arbeiten - unabhängig von Handicaps. Und wenn doch etwas passiert, ergreift sie auf dem Gebiet der Rehabilitation alle erforderlichen Maßnahmen, damit Menschen möglichst schnell wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Bei ihren Mitgliedern - aber auch im eigenen Betrieb - möchte die BGW erreichen, dass Arbeitsmittel, -plätze, -abläufe und -methoden so gestaltet sind, dass alle Menschen ihre Fähigkeiten bestmöglich einbringen können. Dafür sollen soziale, kommunikative, technische, bauliche oder mediale Hürden abgebaut werden. Nicht die Menschen sollen sich an die Gegebenheiten anpassen müssen, sondern die Rahmenbedingungen müssen sich so verändern, dass sie den verschiedenen Bedürfnissen der Individuen gerecht werden.

In dieser Rubrik finden Sie:

Illustration%3A+Rollstuhlfahrerin+mit+einer+Fahrkarte+in+der+Hand (Bild anzeigen)Mobilität gibt Menschen mit Behinderungen Selbstbewusstsein, eröffnet Jobchancen und hilft ein eigenständiges Leben zu führen. Die BGW steigert mit dem Programm Kompetent mobil die Mobilitätskompetenz von Personen mit Handicap.

Illustration%3A+Rollstuhlfahrerin+wirft+Ball+auf+Basketballkorb%2C+Sprechblase%3A+Teilhabesicherung+durch+Sport (Bild anzeigen)Sport ist nicht nur ein wichtiger Teil im Rahmen der Rehabilitation, sondern leistet auch einen Beitrag zum Selbstwertgefühl. Wer sportlich aktiv ist, erlebt Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Illustration%3A+Zusammengef%C3%BCgte+Puzzleteil-Figuren+und+ein+sternf%C3%B6rmiges+Teil%2C+Schrift%3A+Wo+sind+die+Grenzen+der+Inklusion (Bild anzeigen)Ganz schön weitreichend: Wer es Ernst meint mit der Inklusion verabschiedet sich von alten Vorstellungen und erkennt, dass echte Teilhabe aller Menschen Veränderungen in sämtlichen Lebens- und Arbeitsbereichen erfordert.

Illustration%3A+Rollstuhlfahrerin+und+Frau+mit+Blindenstock%2C+drunter+steht%3A+Kann+jemand+Blindes+jemanden+mit+Querschnittsl%C3%A4hmung+beraten%3F (Bild anzeigen)Vielfalt als Chance erkennen: Durch Inklusion kommt Bewegung in althergebrachte Rollenmuster. So lassen sich beispielsweise die besonderen Kompetenzen von Menschen mit Handicap in der Beratung in Sachen Teilhabe nutzen.

Illustration%3A+Schriftzug+%22Pr%C3%A4vention+trifft+InklusioN%22 (Bild anzeigen)Inklusion betrifft bei Trägerinnen der gesetzlichen Unfallversicherung wie der BGW alle Bereiche - so auch die Prävention: Unter anderem geht es darum, versicherte Betriebe zu Maßnahmen für mehr Inklusion zu motivieren.

Illustration%3A+Schriftzug+Pr%C3%A4ventionszentrum+BGW%2F+VBG+2017+bis...+Daneben+Papierrolle+und+Spaten (Bild anzeigen)Beim geplanten Präventionszentrum der BGW und der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG sollen von den ersten Planungsschritten an sämtliche Aspekte einer barrierefreien Gebäudeplanung berücksichtigt werden: ein Refernzbeispiel für Inklusion entsteht.

Illustration%3A+Mikroskop+und+Glaskolben+auf+Feuer+symbolisieren+die+Forschung.+Schriftzug%3A+Was+k%C3%B6nnen+wir+von+wem+lernen%3F (Bild anzeigen)Auch die Forschung ist ein Gebiet, auf dem die BGW etwas für die Inklusion unternimmt: So werden zum Beispiel Beschäftigungsschancen von Menschen mit Handicap untersucht.

Bebildert ist diese Rubrik mit Ausschnitten von großformatigen Illustrationen, die auf der BGW Jahrestagung 2016 entstanden. Diese Veranstaltung mit mehreren hundert Beschäftigten stand ganz im Zeichen der Inklusion und diente dazu, die Ziele rund um die gleichberechtigte Teilhabe aller im Unternehmen weiter zu verwurzeln und sich eingehend mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen zu beschäftigen.

26.04.2017

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te