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Koch mit Behinderung entkernt einen Kürbis. Sein Arbeitsassistent blickt ihm über die Schulter

BGW richtet Fokus auf Inklusionsbetriebe

In einer Befragung unter 285 Betriebsleitungen in Inklusionsfirmen ist die BGW den Herausforderungen für die Unternehmen nachgegangen. Zudem hat sie erfragt, was sich die Verantwortlichen wünschen, um die Arbeit ihrer Beschäftigten sicherer und gesünder zu machen. Wichtige Impulse für die gezielte Ausrichtung auf die Bedürfnisse der Betriebe wurden gewonnen – und werden nun in konkrete Maßnahmen übersetzt.

Welche vorhandenen Angebote der BGW können in Inklusionsbetrieben auf positive Resonanz stoßen – und was fehlt noch? Auf dieses Themenfeld zielte die Befragung im Sommer 2019 ab. Der BGW ging es außerdem um tiefere Einblicke in die Branche: So wurden die Verantwortlichen in den Betrieben nach aktuellen Herausforderungen befragt.

Vielfältige Herausforderungen

Der Umgang mit psychischen Belastungen, Stress und hohen Arbeitsbelastungen bei personellen Engpässen beschäftigt die Branche. Weiterhin stehen Gesundheit am Arbeitsplatz, das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Rückenprävention, Umgang mit Maschinen und Werkzeugen, Schichtarbeit und Konfliktmanagement auf der Agenda.

"Inklusionsbetriebe zeigen auf vielfältige Weise, wie die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben gelingt. Wir möchten sie dabei unterstützen, wie auch bei der Förderung gesunden und sicheren Arbeitens. Die dazu nötige Branchenkenntnis haben wir durch die Befragung vertieft", sagte der Inklusionsbeauftragte der BGW, Christophe Göller.

Dialog fortsetzen – Angebot abrunden

Die Befragung lieferte wichtige Anhaltspunkte, um den Bedarf der Inklusionsbetriebe an Produkten und Unterstützungsmaßnahmen zur Förderung der Gesundheitssituation der dort beschäftigten Menschen zu ermitteln. In der Folge geht es nun darum, den Dialog mit den Unternehmen fortzusetzen und das Angebot der BGW weiter abzurunden.

Das heißt zum einen, dass bestehende Angebote künftig in der Branche bekannt gemacht werden sollen. Zum anderen wird die BGW ihr Produktportfolio weiterentwickeln. Konkrete Vorschläge hierzu sollen in naher Zukunft in Fokusrunden mit Verantwortlichen aus Inklusions- und Integrationsbetrieben diskutiert werden.

Die BGW bedankt sich bei den Führungskräften aus den Inklusionsunternehmen für ihre Teilnahme an der Befragung.

Hintergrund

Inklusionsfirmen gehören zu den mehr als 645.000 Unternehmen, die bei der BGW versichert sind. Sie sind Teil des allgemeinen Arbeitsmarktes und verfolgen wirtschaftliche Ziele. Dabei beschäftigen sie einen hohen Anteil an Menschen mit Behinderungen. Nach den neuesten verfügbaren Daten gab es 2017 in Deutschland 895 Inklusionsunternehmen, -betriebe und -abteilungen in Deutschland, so die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen. Diese beschäftigen knapp 28.000 Menschen, wobei 47 Prozent von ihnen eine Schwerbehinderung haben.

 

13.11.2019

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