Navigation und Service

Leichte Sprache und Mobilitätskompetenz

BGW setzt UN-Behindertenrechtskonvention vielseitig um

Damit Menschen mit Behinderung gleichberechtigt am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können, ist mehr nötig, als nur bauliche Barrieren zu beseitigen. Für Menschen mit geistigen Behinderungen, kognitiven Einschränkungen oder Lernschwie-rigkeiten stellt vor allem eine zu komplizierte Sprache ein erhebliches Hindernis dar. Die BGW veröffentlicht daher Informationsmaterialien gezielt auch in so genannter Leichter Sprache.

Als Träger der gesetzlichen Unfallversicherung von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen ist die BGW auch für den Arbeits- und Gesundheitsschutz von rund 440.000 behinderten und nicht behinderten Beschäftigten zuständig. Dabei handelt es sich überwiegend um Werkstätten mit den Tätigkeitsfeldern Handwerk, Gartenbau, Küche und Reinigung, in denen das Thema Arbeitssicherheit eine große Rolle spielt. Und die Beschäftigten müssen die Sicherheitsinformationen verstehen, um sie anwenden zu können.

Die Informationen der BGW in Leichter Sprache zeichnen sich durch kurze, einfach konstruierte Sätze, die Vermeidung von Fachbegriffen und die Trennung von langen, zusammengesetzten Substantiven durch Bindestriche aus. Für eine leichte Lesbarkeit werden Sätze nicht aneinandergereiht, sondern durch Absätze getrennt. Erklärende Bilder und Symbole ergänzen die schriftlichen Informationen. In mehreren BGW-Medien führt die Comic-Figur Nils als Arbeitsschutz-Botschafter durch die Inhalte.

Mit der Broschüre "Sicherheitsbeauftragte im Betrieb" will die BGW erreichen, dass Beschäftigte mit kognitiven oder geistigen Einschränkungen auch die Aufgaben eines Sicherheitsbeauftragten in ihrer Einrichtung wahrnehmen können – ein wichtiger Beitrag zur Teilhabe am beruflichen Leben. Weitere BGW-Publikationen in Leichter Sprache gibt es bislang vor allem zum Thema Hautschutz. Außerdem hat die BGW den Film "Nils erklärt den Arbeitsschutz" im Angebot und produziert derzeit einen "Unterweisungsbaukasten für Werkstätten", dessen Kommunikationselemente in Leichter Sprache gestaltet werden.

Neben den Informationsmedien stehen BGW-Seminare zur Mobilitätskompetenz. Mit diesen soll die Sicherheit von Menschen mit Behinderung auf den Wegen zu und von ihrer Arbeitsstätte sowie innerhalb des Betriebsgeländes erhöht werden. Einen weiteren Schritt in diese Richtung stellt das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Angebot "Kompetent mobil" dar, an dessen Gestaltung und Umsetzung die BGW zusammen mit weiteren Projektpartnern beteiligt ist.

Die Entwicklung derartiger Angebote bildet einen wichtigen Aspekt der Aktivitäten der BGW, um die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) umzusetzen.

24.02.2015

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te