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Neue Infomaterialien: Gesund arbeiten in der Tiermedizin

Wer in der Tiermedizin tätig ist, trägt statistisch gesehen ein relativ hohes berufliches Unfallrisiko. Für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in tierärztlichen Einrichtungen hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) neue Infomaterialien herausgebracht – darunter eine überarbeitete Version der Broschüre "BGW check – Gefährdungsbeurteilung in der Tiermedizin" und ein Flyer zur Weitergabe an Tierhalterinnen und -halter.

Gefährdungen systematisch erfassen

Wer die berufsspezifischen Risiken kennt, kann Schutzmaßnahmen ergreifen. Eine zentrale Rolle spielt deshalb die Gefährdungsbeurteilung. Sie macht deutlich, wo, in welchem Umfang und mit welcher Dringlichkeit welche Maßnahmen im Unternehmen erforderlich sind. Hilfestellung zur Vorgehensweise gibt die überarbeitete Broschüre "BGW check – Gefährdungsbeurteilung in der Tiermedizin".

Bei der Umsetzung hilft auch die Online-Gefährdungsbeurteilung. Das BGW-Tool unterstützt dabei, Gefährdungen systematisch durchzugehen und stellt die Dokumentation sicher. Unternehmer können damit Tätigkeiten erfassen, Gefährdungen ermitteln und geeignete Maßnahmen wählen. Die Online-Gefährdungsbeurteilung kann auf mobilen Geräten angewendet und anschließend am PC weiterbearbeitet werden.

Hohes Verletzungsrisiko

Häufige gesundheitliche Gefährdungen sind Stress, hohe Arbeitsbelastung und körperliche Beanspruchung. Tiermedizinische Fachangestellte, Tierärztinnen und -ärzte müssen wissen, wie sie all diese Risiken vermeiden können. Die meisten Arbeitsunfälle in tierärztlichen Praxen passieren jedoch im direkten Umgang mit Tieren.

Im Kleintierbereich gehen viele Verletzungen auf Bisse und Kratzer durch Katzen zurück, seltener durch Hunde. Dr. Lutz Nickau, Tierarzt und Leiter der BGW Bezirksstelle Hamburg, warnt: "In Einzelfällen kann es zu erheblichen Komplikationen kommen, wenn sich Wunden entzünden oder Sehnen und Nerven verletzt werden." Besonders groß ist die Unfallgefahr dann, wenn ein Tier sich gegen die Untersuchung sträubt.

Halterinnen und Halter einbeziehen

Tierärzte und -ärztinnen müssen wissen, wie sie mit widerspenstigen Tieren sicher umgehen und für eine ruhige und entspannte Atmosphäre sorgen. Unerlässlich sei dafür die Aufklärung der Tierhalterinnen und -halter, sagt Nickau. "Deren Aufregung überträgt sich auf das Tier", so der Experte. Deshalb setzt die BGW auf gezielte Information und bietet für alle Kleintier- sowie für Pferdepraxen Aufklärungsmaterial an.

Neu ist ein Flyer, den tierärztliche Praxen für Besitzerinnen und Besitzer von Hunden oder Katzen zum Mitnehmen auslegen können. Darin werden eigene Vorbereitungsmöglichkeiten für einen entspannten Tierarztbesuch sowie typische Abläufe der Untersuchung erläutert. Ergänzend kann ein Plakat zum Aushang in der Praxis bestellt werden, das auf den Flyer verweist.

Mehr erfahren

Weitere Infos und Angebote für tierärztliche Praxen gibt es auf www.bgw-online.de/tiermedizin. Hier sind auch die neuen Medien zu finden:

  • Broschüre: BGW check – Gefährdungsbeurteilung in der Tiermedizin
  • Flyer: Tipps für einen entspannten Tierarztbesuch – Katzen und Hunde
    (zur Information der Halterinnen und Halter)
  • Plakat: Tipps für einen entspannten Tierarztbesuch – Katzen und Hunde
    (zum Aushang in der Praxis)
  • Flyer: Tipps für eine entspannte Untersuchung – Pferde
    (zur Information der Besitzerinnen und Besitzer)
  • Film: Pferde in der tierärztlichen Praxis: Gefahren vermeiden – sicher arbeiten

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Über uns

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für über 8,5 Millionen Versicherte in mehr als 645.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.



Ansprechpersonen für die Presse:

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Torsten Beckel und Mareike Berger, Kommunikation
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Telefon (040) 202 07-27 14, Telefax (040) 202 07-27 96
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26.02.2020

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