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Handschuhe haben immer Saison – unter anderem im Haushalt

Die wärmenden Fäustlinge wandern jetzt im Frühling wieder nach hinten in den Kleiderschrank. Andere Handschuhe haben dagegen immer Saison: beispielsweise im Haushalt. Damit sie die Haut richtig schützen, sollte man allerdings ein paar Punkte beachten, informiert die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Wasser trocknet die Haut aus

Im Haushalt kommen die Hände häufig mit Feuchtigkeit in Kontakt – ganz besonders beim ausgiebigen Wohnungsputz, der für viele im Frühjahr ansteht. "Leider trocknet Wasser die Haut aus", so Alexandra Morch-Röder, Hautschutzexpertin bei der BGW. "Es greift die hauteigene Schutzschicht an und löst deren Fette wie den Mörtel aus einer Backsteinmauer. Reinigungsmittel verstärken diesen Prozess noch." Die Berufsgenossenschaft kennt das Problem von ihren Versicherten, die im Berufsalltag viel Feuchtarbeit leisten müssen. "Aber auch zu Hause ist es wichtig, die Hände zu schützen", betont Morch-Röder.

Fünf Tipps für einen hautschonenden Wohnungsputz:

  1. Beim Hantieren mit Wasser und Reinigungsmitteln am besten flüssigkeitsdichte Handschuhe mit langen Stulpen tragen. Für manche beruflichen Bereiche gibt es dafür spezielle Modelle, zu Hause kann man Haushaltshandschuhe nutzen.
  2. Die Enden der Stulpen nach außen umschlagen: So läuft keine Flüssigkeit über die Unterarme in die Handschuhe hinein.
  3. Darauf achten, dass die Hände und die Handschuhinnenseiten vor dem Anziehen trocken sind.
  4. Auf kurze Tragezeit achten: Nach einer Weile fängt die Haut in flüssigkeitsdichten Handschuhen zu schwitzen an. Bei längeren Tragezeiten dünne Baumwollhandschuhe unterziehen: Sie saugen den Schweiß auf.
  5. Nicht wegen der Schwitzgefahr auf Handschuhe verzichten: Die dabei entstehende Feuchtigkeit belastet die Haut weniger als der direkte Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln.

Alternativen zu Latex

Viele Haushaltshandschuhe bestehen aus Naturlatex. Die darin enthaltenen Proteine können Allergien auslösen. "Als Alternative gibt es mittlerweile in vielen Geschäften latexfreie Modelle zu kaufen", informiert die Hautschutzexpertin der BGW, "beispielsweise für Menschen mit empfindlicher Haut."

Mehr erfahren

Weitere Informationen zum Thema Hautschutz gibt die Berufsgenossenschaft unter www.bgw-online.de/hautschutz. Dort kann man beispielsweise nachlesen, wie die Haut aufgebaut ist, welche Aufgaben die verschiedenen Hautschichten haben, was sie schädigt und wie man sie in Gesundheits-, Pflege- und Beautyberufen schützt.

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Über uns

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für über 8,4 Millionen Versicherte in rund 640.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Ansprechpersonen für die Presse:

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Torsten Beckel und Sandra Bieler, Kommunikation
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03.04.2018

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