Navigation und Service

Schwere Lasten ziehen und schieben: So schützen Sie Ihre Beschäftigten!

Sie ziehen sperrige Mülltonnen über Treppen und Straßen, schieben Pflegebetten und Transportwagen über lange Flure, bewegen Paletten, Kisten und Pakete, kurz: Millionen Beschäftigte in Spedition und Logistik, im Einzelhandel, in der Kranken- und Altenpflege, bei der Gebäudereinigung oder der Müllabfuhr sorgen dafür, dass unser tägliches Leben reibungslos funktioniert. Damit das so bleibt, müssen sie sich schützen.

Denn: Gerade diese Berufsgruppen ziehen und schieben tagtäglich schwere Lasten und sind daher einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt, eine Muskel-Skelett-Erkrankung zu erleiden.

So sind alle auf der sicheren Seite!

Unternehmerinnen und Unternehmer sollten daher in enger Abstimmung mit ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit bzw. ihrem Betriebsarzt, ihrer Betriebsärztin zunächst die Belastungsursachen und -faktoren in ihrem Betrieb analysieren, um danach geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die Schwere der Belastung ist dabei von mehreren Faktoren und deren Intensität abhängig, beispielsweise dem Gewicht der Last, der Körperhaltung oder der Häufigkeit des Ziehens oder Schiebens.

  • Informieren Sie sich über die wichtigsten Belastungsfaktoren auf dem MSE-Portal www.gdabewegt.de Menüpunkt: Risikobezogene Tätigkeiten.
  • Identifizieren und bewerten Sie die Belastungsfaktoren, beispielsweise über die Leitmerkmalmethode „Ziehen und Schieben“, und halten Sie die Ergebnisse in einer Gefährdungsbeurteilung fest.
  • Sofern Handlungsbedarf besteht: Lesen Sie im MSE-Portal über geeignete Schutzmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem:

    • auf der technischen Ebene:

      • Stellen Sie geeignete Hilfsmittel und Flurförderzeuge bereit.
      • Stellen Sie sicher, dass Transport- und Durchgangswege eben und breit genug sind.
    • auf der organisatorischen Ebene:

      • Teilen Sie Lasten in möglichst gut handhabbare Größen und Gewichte ein.
      • Ermöglichen Sie Ihren Beschäftigten bei der Arbeit den Wechsel zwischen be- und entlastenden Tätigkeiten.
    • auf der persönlichen Ebene:

      • Beziehen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Verbesserung ihrer Arbeitsabläufe mit ein.
      • Schulen Sie sie im richtigen Arbeitsverhalten und im Umgang mit unterstützenden Hilfsmitteln.

Eine kurze, spielerisch aufgemachte Unterweisungsbroschüre finden Sie unter www.gdabewegt.de, Stichwort „Produkt des Monats“. Das zehnseitige DIN A 4-Heft der BGN unterrichtet Beschäftigte und Unterweisende über die häufigsten Risiken, wichtigsten Hilfsmittel und das richtige Verhalten beim Ziehen und Schieben. Humorvolle Zeichnungen verdeutlichen, wie man es nicht machen sollte, wie man es machen sollte und was Arbeitgeber und Beschäftigte alles tun können, um ihre Gesundheit zu schützen. Den Abschluss bildet eine Teilnahmeliste, die dokumentiert, dass der Arbeitgeber damit seiner Unterweisungspflicht nachgekommen ist.

Wer wir sind

Die GDA ist ein strategisches Bündnis aus Bund, Ländern, Kranken- und Unfallversicherungsträgern. In ihrem Arbeitsprogramm Muskel-Skelett-Erkrankungen hat sie sich zur Aufgabe gemacht, die arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen zu minimieren. Ziel ist es, über Aufklärung, Schulungen und Handreichungen die Arbeitsverhältnisse in den Betrieben gesundheitsgerechter zu gestalten und ein gesundes Arbeitsverhalten der Beschäftigten zu fördern.

Ca. 2.700 Zeichen

Ansprechpartnerin für die Presse:

Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) – Arbeitsprogramm MSE
c/o Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Frauke Rothbarth, Marketingreferentin
Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg
Telefon (040) 202 07 - 27 47, Telefax (040) 202 07 - 27 96
E-Mail: frauke.rothbarth@bgw-online.de

16.08.2016

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)