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Pressemitteilung des GDA Arbeitsprogramm MSE: Psychische Ursachen von Rückenschmerzen: Neue Broschüre der DGUV

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu, Projekte müssen abgeschlossen, andere vor Jahreswechsel noch in Auftrag gegeben werden. Im Handel und in der Logistik startet das Weihnachtsgeschäft, in der Gastronomie die Zeit der Weihnachtsfeiern und in der Verwaltung bricht das „Dezemberfieber“ aus: Die Vorweihnachtszeit ist für die meisten Menschen mit Hektik und Zeitdruck verbunden. Auch Privat. Das aber schlägt auf den Rücken: Studien belegen, dass Stress zu Muskelverspannungen, langfristig zu Beschwerden und Erkrankungen im Bewegungsapparat führen kann.

Aus Belastungen Chancen machen

Aber nicht nur zur Weihnachtszeit arbeiten Menschen unter Stress. Die neue Broschüre der DGUV „Rundum gestärkt – Wie psychosoziale Faktoren bei der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen am Arbeitsplatz berücksichtigt werden können“ (www.gdabewegt.de/ProduktdesMonats) erklärt, welche arbeitsbedingten Belastungen zu Beschwerden führen können und gibt Tipps und Hinweise, was Betriebe dagegen tun können. Zu den beruflich bedingten, seelischen Belastungen können beispielsweise gehören:

  • Auf der Ebene der Arbeitsinhalte und -aufgaben
    Über- oder Unterforderung, unklare Verantwortlichkeiten, einseitige Aufgaben, geringe Entwicklungs- und Qualifikationsmöglichkeiten
  • Auf der Ebene der Arbeitsumgebung
    Lärm, räumliche Enge, unzureichende Arbeitsmittel
  • Auf der Ebene der Arbeitsorganisation
    Leistungs- und Zeitdruck, hohe Arbeitsintensität, häufige Störungen, keine oder geringe Möglichkeit der Unterstützung durch Vorgesetzte und Kollegen, intransparente Informationsflüsse, widersprüchliche Arbeitsanweisungen
  • Soziale Faktoren
    Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung, fehlende Führung, zu geringe Zahl sozialer Kontakte

Foto: Eine Frau an ihrem Büro-Arbeitsplatz telefoniert über ein Headset, schaut auf ihr Handy und macht sich gleichzeitig Notizen

Die gute Nachricht ist: Psychische Belastungen können in gesundheitsförderliche Ressourcen verwandelt werden, wenn man sie entsprechend gestaltet. Beispiel: ständige Erreichbarkeit durch neue Kommunikationstechnologien. Durch klare Regelungen, etwa, dass nur zu vereinbarten Zeiten E-Mails gelesen werden müssen, wird aus der höheren Flexibilität ein gesundheitsförderlicher Vorteil: die bessere Verein-barkeit von Familie und Beruf. Oder: hohe Arbeitsintensität. Durch eine bessere Aufgabenverteilung und die Organisation kollegialer Unterstützung kann aus einer Überforderung eine Herausforderung werden, die die Beschäftigten zugleich fordert und fördert.

Meist eine Ursachenkombination

Kommt es zu Beschwerden oder Erkrankungen, so wird sie meist durch eine Kombination aus körperlichen und seelischen, beruflichen und privaten Belastungen verursacht. Die Broschüre „Rundum gestärkt“ legt den Schwerpunkt auf die psychosozialen Faktoren und erklärt konkret und anschaulich:

  • welche Belastungsfaktoren es gibt,
  • was Unternehmen, Führungskräfte und Beschäftigte konkret tun können,
  • welche Institutionen sie dabei unterstützen.

Wichtig für die Akteurinnen und Akteure im Arbeitsschutz ist: Nehmen Sie Schmerzen der Beschäftigten immer als Warnsignal und zum Anlass, sofort zu handeln. Nur so lassen sich Chronifizierungen vermeiden.

(ca. 3.900 Zeichen)

Pressekontakt:

Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) – Arbeitsprogramm MSE
c/o Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Frauke Rothbarth, Marketingreferentin
Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg
Tel.: (040) 202 07 - 2747, Fax: (040) 202 07 - 2798
E-Mail: frauke.rothbarth@bgw-online.de
www.gdabewegt.de

25.10.2016

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