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BGW-Fotowettbewerb "Mensch, Arbeit, Handicap"

Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben: Diesem Thema widmet die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) einen Fotowettbewerb zur Inklusion. "Mensch, Arbeit, Handicap" lautet der Titel. In Medienpartnerschaft mit dem Magazin chrismon lädt die BGW Fotografinnen und Fotografen ab 18 Jahre zur Teilnahme ein. Ausgelobt sind Preisgelder von insgesamt 22.000 Euro.

Hintergrund ist die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), die in Deutschland seit 2009 gilt. Kern der Konvention ist die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Handicap. "Eine zentrale Rolle kommt dabei der Arbeitswelt zu", erklärt Prof. Dr. Stephan Brandenburg, Hauptgeschäftsführer der BGW. "Denn Arbeit schafft Struktur, verbessert die Möglichkeit soziale Beziehungen aufzubauen und trägt zum Selbstwertgefühl bei."

Zum Wettbewerb

Der Fotowettbewerb der BGW leistet einen Beitrag zur Inklusion und damit zur Umsetzung der UN-BRK. Idealerweise werben die Wettbewerbsbeiträge in ihrer Grundaussage für eine inklusive Arbeitswelt. Es besteht jedoch keine Beschränkung bei der Motivwahl – alle Beiträge, die sich ernsthaft der Thematik widmen, sind willkommen. Pro Person kann wahlweise ein Einzelfoto oder eine bis zu fünf Motive umfassende Fotostrecke eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 31. Mai 2017.

Über die Preisvergabe entscheidet eine Fachjury: Dirk Artes (Art-Direktor bei chrismon), Peter Bialobrzeski (Professor für Fotografie an der Hochschule für Künste Bremen), Lars Lindemann (Fotochef beim GEO-Magazin), Rainer Schmidt (ehemaliger Paralympionike) sowie Dr. Ulrich Bethge und Silvia Thimm (Mitglieder des BGW-Vorstands).

Die Prämierung der 15 besten Wettbewerbsbeiträge erfolgt Anfang September 2017 im Rahmen des Fachkongresses BGW forum in Hamburg. Weitere Informationen, etwa die genauen Teilnahmebedingungen, finden sich unter www.bgw-online.de/fotowettbewerb.

Behinderung und Inklusion in Deutschland

2013 lebten in Deutschland nach Daten des Statistischen Bundesamtes rund 7,5 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten Schwerbehinderung. Davon hatten circa 62 Prozent eine körperliche Behinderung und rund 20 Prozent eine zerebrale, geistige und/oder seelische Behinderung. Bei etwa 18 Prozent der betroffenen Menschen konnte die Art der Behinderung nicht eindeutig zugeordnet werden.

Die Arbeitslosenquote der Menschen mit Schwerbehinderung betrug 2015 nach dem "Inklusionsbarometer Arbeit" der Aktion Mensch 13,9 Prozent – gegenüber 8,6 Prozent in der Vergleichsgruppe ohne Schwerbehinderung. Über 181.000 Menschen mit Behinderung waren der Studie zufolge 2015 arbeitslos. Gleichzeitig waren von den sogenannten Pflichtarbeitsplätzen, die Unternehmen für die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen bereitstellen müssen, nur 33.000 unbesetzt.

Deutschland war einer der ersten Staaten, welche die UN-BRK am 30. März 2007 unterzeichnet haben. Am 26. März 2009 ist sie in Kraft getreten. Die Bundesregierung, viele Bundesländer, Landkreise, Kommunen und auch die gesetzliche Unfallversicherung haben Aktionspläne zur Inklusion herausgegeben und sind dabei, diese umzusetzen.

"Als Berufsgenossenschaft beschäftigen wir uns zum einen damit, wie unsere Versicherten gesund und sicher arbeiten können – egal, ob sie mit einer Behinderung leben oder nicht", erklärt Prof. Dr. Stephan Brandenburg. "Zum anderen gehört es zu unserem gesetzlichen Auftrag, Versicherte nach einem Arbeits- oder Wegeunfall oder im Falle einer Berufskrankheit wieder ins Berufsleben einzugliedern," so der Hauptgeschäftsführer der BGW. "In beiden Aufgabenbereichen spielt das Thema Inklusion eine große Rolle."

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Über uns

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für knapp 8 Millionen Versicherte in rund 630.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Über chrismon

Das evangelische Magazin chrismon erscheint monatlich in einer Auflage von 1,6 Millionen Exemplaren als Beilage zu verschiedenen Zeitungen – darunter „Die Zeit“, die „Frankfurter Allgemeine“, die „Süddeutsche Zeitung“ und „Welt am Sonntag“. chrismon erzählt – in großen, bildreichen Reportagen, in Interviews und Kolumnen –, wie Menschen heute leben. Was sie bewegt, was sie über Gott und die Welt denken, wie sie Konflikte bewältigen und wie ihnen Versöhnung gelingt. chrismon ist das Magazin für Menschen mit Gefühl und Verstand. Und mit Haltung.

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Torsten Beckel und Sandra Bieler, Kommunikation
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29.08.2016

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