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BGW und VBG planen Präventionszentrum in der HafenCity

Zwei der größten Berufsgenossenschaften in Deutschland planen in der Hamburger HafenCity ein Präventionszentrum. Die BGW und die VBG möchten im Quartier Elbbrücken ab 2021 unter anderem neue Qualifizierungs- und Beratungsangebote zur Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit starten und Prävention in Themenwelten erlebbar machen.

Berufsgenossenschaften sind die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Unternehmen in Deutschland. Sie sorgen beispielsweise dafür, dass ihre Versicherten nach einem Arbeits- oder Wegeunfall oder bei einer Berufskrankheit die bestmögliche Hilfe und angemessene Entschädigung erhalten. Ihr gesetzlicher Auftrag geht aber weit darüber hinaus: So ist ihre vorrangige Aufgabe die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Darum geht es in dem aktuellen Vorhaben.

Was ist ein Präventionszentrum? – Das Konzept

Die fortwährende Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft erfordert auch immer wieder Neuerungen in der Prävention, damit diese zeitgemäß und zukunftsweisend bleibt. Zu den aktuellen Herausforderungen gehören beispielsweise neue Technologien und die Digitalisierung der Arbeitswelten, die neue Vielfalt der Beschäftigungsformen und die demografische Entwicklung in Deutschland.

Die beiden Berufsgenossenschaften machen bereits sehr gute Erfahrungen mit Aus- und Weiterbildungsangeboten zum betrieblichen Arbeitsschutz für Unternehmerinnen und Unternehmer, Führungskräfte, Betriebsärztinnen, Betriebsärzte und Sicherheitsfachkräfte, Sicherheitsbeauftragte und betriebliche Interessenvertretungen. 2015 nahmen an ihren Seminaren bundesweit rund 55.000 Personen teil. Sowohl die VBG als auch die BGW haben in Norddeutschland Bedarf an zusätzlichen zentral gelegenen und zukunftsweisend ausgestatteten Räumlichkeiten für diese Aufgabe.

Ergänzend zu den bewährten mehrtägigen Schulungen planen sie unter anderem neue Kompaktveranstaltungen, die sich leichter in den beruflichen und familiären Alltag eintakten lassen. Das geplante Zentrum soll barrierefrei sein und beispielhaft zeigen, wie sich Bildungseinrichtungen inklusionsgerecht gestalten lassen.

Neben Musterarbeitsplätzen sollen Themenwelten und Ausstellungen die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren erlebbar machen – und zumindest in Teilen für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich sein. Vorgesehen ist darüber hinaus die individuelle Beratung von Versicherten mit berufsbedingten Gesundheitsproblemen. Nach den Erfahrungen der beiden Berufsgenossenschaften lässt sich über diesen Weg so manche drohende Berufskrankheit verhindern. Gleichzeitig soll das Präventionszentrum als Innovationsschnittstelle die Forschungsaktivitäten von BGW und VBG samt Wissenstransfer in die Praxis fördern. Dazu sind Projekte und Kooperationen mit Wissenschaftseinrichtungen geplant.

Am Standort Hamburg haben beide Berufsgenossenschaften ihre Hauptverwaltung. Durch ein gemeinsames Präventionszentrum in Hamburg lassen sich Synergien schaffen. VBG und BGW können so Flächen, Räume, Ausstattung und die sonstige Infrastruktur wirtschaftlicher nutzen, gegenseitig vom Innovationspotenzial profitieren und ihre Angebote für Branchen, die teils bei der BGW und teils bei der VBG versichert sind, optimal abstimmen.

Stand des Projekts

Das Vorhaben befindet sich noch in einem sehr frühen Planungsstadium. Voraussetzung für die Umsetzung ist unter anderem die Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde.

Im Mai 2016 hat die Stadt Hamburg den beiden Berufsgenossenschaften ein potenziell geeignetes Grundstück in der östlichen HafenCity zur Planung anhand gegeben. Für das Baufeld 121 im Quartier Elbbrücken läuft aktuell ein Architekturwettbewerb, dessen Ergebnis im März 2017 erwartet wird.

Der angestrebte Standort befindet sich in zentraler Lage mit zukünftig unmittelbarer S- und U-Bahn-Anbindung. Die Neuerschließung des Quartiers Elbbrücken bietet einen großen Gestaltungsraum, um das Präventionszentrum nach den Zielvorstellungen von BGW und VBG zu konzipieren. Das Präventionszentrum wird im neuen Stadtteil zur Belebung beitragen: Neben circa 15.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Qualifizierungsveranstaltungen rechnen BGW und VBG jährlich mit rund 15.000 weiteren Besucherinnen und Besuchern, die wegen der Praxiswelten, Ausstellungen und Veranstaltungen in das Präventionszentrum kommen. Darüber hinaus werden etwa 180 Beschäftigte der BGW und VBG regelmäßig den Standort an den Elbbrücken aufsuchen, um dort zu arbeiten.

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Zu ihren rund 630.000 Mitgliedsunternehmen mit knapp 8 Millionen Versicherten gehören unter anderem die Wohlfahrtsverbände, frei gemeinnützige und private Krankenhäuser, ärztliche, tierärztliche, zahnärztliche und therapeutische Praxen, Einrichtungen der Altenpflege und der pädagogischen Arbeit, Apotheken, Friseursalons und Kosmetikstudios. Vorrangige Aufgabe der Berufsgenossenschaft ist die Prävention von Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Im Schadensfall gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Weitere Informationen: www.bgw-online.de

Die VBG ist eine gesetzliche Unfallversicherung und versichert bundesweit über eine Million Unternehmen aus mehr als 100 Branchen – vom Architekturbüro bis zum Zeitarbeitsunternehmen. Der Auftrag der VBG teilt sich in zwei Kernaufgaben: Die erste ist die Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten. Die zweite Aufgabe ist das schnelle und kompetente Handeln im Schadensfall, um die Genesung der Versicherten optimal zu unterstützen. Rund 480.000 Unfälle oder Berufskrankheiten registriert die VBG pro Jahr und betreut die Versicherten mit dem Ziel, dass die Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft wieder möglich ist. 2.400 VBG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich an elf Standorten in Deutschland um die Anliegen ihrer Kunden. Hinzu kommen fünf Akademien, in denen die VBG-Seminare für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz stattfinden. Weitere Informationen: www.vbg.de

Ansprechpersonen für die Presse:

Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW)
Torsten Beckel und Sandra Bieler, Kommunikation
Pappelallee 33/35/37, 22089 Hamburg
Telefon (040) 202 07-27 14, Telefax (040) 202 07-27 96
E-Mail: presse@bgw-online.de

VBG (Verwaltungs-Berufsgenossenschaft)
Daniela Dalhoff und Julia Schambeck, Öffentlichkeitsarbeit
Deelbögenkamp 4, 22297 Hamburg
Tel.: (040) 51 46 - 25 25, Fax: (040) 51 46 - 22 55
E-Mail: daniela.dalhoff@vbg.de

22.09.2016

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