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BGW trialog 2012: Blick ins Publikum bei einer Plenumsveranstaltun

Rückblick: BGW trialog - Die Fachtagungen von 2004 bis 2016

Seit 2004 finden alle zwei Jahre bundesweite Fachtagungen in der Reihe "BGW trialog" statt. Im Vordergrund steht die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung. Jede Veranstaltung hat einen thematischen Schwerpunkt.

Teilnehmerinnen auf dem BGW trialog 2014

BGW trialog 2014: Sich miteinander vernetzen und Know-how zum Arbeitsschutz austauschen.
(Foto: Stephan Floss)

Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE) waren das Schwerpunktthema beim 6. BGW trialog vom 22. bis 24. Mai 2014 in Dresden. Dabei trafen sich Betriebsärztinnen und -ärzte, Fachkräfte für Arbeitssicherheit und BGW-Fachleute, um sich über die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung zu informieren und über die Umsetzung des Gesundheitsschutzes in den Unternehmen auszutauschen.

Zu den MSE zählen unter anderem Beschwerden des unteren Rückens, Muskel-und Gewebeverletzungen sowie Entzündungen der Schulter-, Arm- und Handgelenke. Auch im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege sind MSE ein bedeutendes Thema. Fachleute stellten in Vorträgen und Workshops neue Konzepte zur betrieblichen Rückenprophylaxe und zum ergonomischen Arbeiten vor.

Darüber hinaus wurde die Kampagne "Denk an mich. Dein Rücken" vorgestellt.

In übergeordneten Plenen informierten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über MSE. Dabei wurde deutlich: Die Integration der Prävention in die betriebliche Arbeit ist eine Herausforderung. Zahlreiche Workshops standen deshalb unter dem Motto "Rückenbelastung reduzieren - Handlungskompetenzen erweitern".

Der 5. BGW trialog Dresden beschäftigte sich vom 10. bis 12. Mai mit dem Schwerpunkt "Psychische Belastungen". Die Veranstaltung bot ein breites Fachwissen für die 270 anwesenden Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte und BGW-Experten.

Personelle Engpässe, finanzielle Zwänge oder Zeitdruck führen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer häufiger dazu, dass sie die Balance zwischen Antriebskraft und Anspannung verlieren. Die Folgen - von längeren Auszeiten bis zur kompletten Berufsunfähigkeit - sind für die Betroffenen wie auch die Betriebe oft gravierend.

Für die BGW war es deshalb naheliegend, sich auf dem BGW trialog Dresden 2012 eingehender mit dem Thema zu befassen.

Deutlich wurde, dass Führungskräfte wesentlichen Einfuss auf die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter nehmen können.

Mitbestimmung und Anerkennung stärken die Leistungsbereitschaft und fördern die Motivation. Schwierig wird es allerdings, wenn die Verantwortlichen den Zusammenhang nicht sehen oder sehen wollen.

Oft reichen auch die finanziellen Ressourcen im Betrieb nicht zur Umsetzung von Maßnahmen aus. Vorgestellt wurden deshalb BGW-Produkte, die effektive Unterstützung für die Arbeitsschutzexperten und die von ihnen betreuten Unternehmen gewährleisten - von Medien über Veranstaltungen bis zu Analysetools.

In Fachvorträgen informierten renomierte Referenten über aktuelle Entwicklungen und in einer abschließenden Podiumsrunde wurde diskutiert, wie Beschäftigte noch erfolgreicher auf ihre Führung einwirken können.

BGW trialog 2010: Reger Betrieb an der "BGW-Infothek"

BGW trialog 2010: Die "BGW-Infothek" war Anlaufstelle für Fragen und bot umfangreiche Infos zum Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Beim BGW trialog Dresden 2010 diskutierten Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit mit Experten der BGW, wie sich Infektionsgefährdungen für Beschäftigte im Gesundheitsdienst am besten vorbeugen lässt.

Die mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung vom 6. bis 8. Mai 2010 waren sich einig, dass es beim Infektionsschutz vor allem auf die bestmögliche Abstimmung und enge Zusammenarbeit aller Präventionsexperten ankommt.

Vorhandene Standards zu Strategien zusammenzuführen, forderte Professor Dr. Axel Kramer vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald: "Die Sicherheitskultur der Einrichtung bestimmt die Wirksamkeit der Prävention."

Am Beispiel MRSA wurde deutlich, dass erfolgreiche Ansätze dabei auch über Grenzen hinaus reichen: So führte beispielsweise die deutsch-holländische Infektionsbekämpfung im Rahmen von "EUREGIO MRSA-net" zu der Entwicklung eines Qualitätssiegels für Krankenhäuser, wie Dr. Robin Köck vom Institut für Hygiene des Uniklinikums Münster berichtete.

Mit den Auswirkungen einer Pandemie beschäftigte sich die abschließende Podiumsdiskussion. Angesichts der Fehler der jüngsten Pandemieplanung stand vor allem die Forderung nach einer mutigeren Risiko-Kommunikation im Raum. Jede Einzelne müsse dabei seine Erfahrungen einbringen, so Dr. Wolfgang Panter, Verband deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. Dr. Annegret Schoeller von der Bundesärztekammer: "Es ist noch viel früher zu übermitteln, was man nicht weiß."

Ähnlich sah dies Dr. Jörn Knöpnadel, Kassenärztliche Bundesvereinigung: "Man muss auch Unsicherheit kommunizieren." Für seine Forderung nach einem leitenden "Dirigenten" erhielt er viel Beifall. Unterstützung für die Einrichtungen müsse darüber hinaus von den Betriebsärzten und Fachkräften für Arbeitssicherheit kommen, ergänzte Dr. Arno Weber vom Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e.V.

Bestmöglicher Arbeits- und Gesundheitsschutz gelingt nur im konstruktiven Zusammenspiel aller beteiligten Fachleute. Dafür bot der 3. BGW trialog Dresden vom 29. bis 31. Mai 2008 optimale Gelegenheit. Zentrales Thema der Veranstaltung war die Gefährdungsbeurteilung. "Hinter diesem Wort steckt weitaus mehr als eine formale Pflicht des Betriebs. Sie bietet die Chance, Arbeitsunfällen und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren gezielt vorzubeugen", so Professor Dr. Stephan Brandenburg (Mitglied der Geschäftsführung der BGW) am Eröffnungstag vor 250 Teilnehmern.

BGW-Experten präsentierten Neuerungen aus der DGUV-Fachausschussarbeit und daraus resultierende BGW-spezifische Umsetzungen am Beispiel der BGV A2 (Unfallverhütungsvorschrift Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit) in Kleinbetrieben. Dabei legten sie die mögliche Entwicklung der Einsatzzeitenregelung sowie aktuelle Rahmenbedingungen von Betreuungsmodellen der BGV A2 dar.

Die Teilnehmenden wurden über deren konkrete Ausgestaltung informiert und erfuhren mehr über das darauf basierende Produktangebot der BGW. "Zukünftig", so der Leiter der Präventionsdienste, Jens Kähler, "werden verstärkt Kooperationen mit Dach- und Standesorganisationen angestrebt." Diese Zusammenarbeit soll künftig eine qualitativ hochwertige betriebsärztliche und sicherheitstechnische (BuS-)Betreuung gewährleisten und attraktive Rahmenbedingungen für Unternehmen schaffen, das Thema Arbeitsschutz umzusetzen.

BGW trialog 2006: Podiumsdiskussion am Tag der Haut, Bühnenszene.

BGW trialog 2006: Podiumsdiskussion zum Thema Hautschutz

Vom 18. bis 20. Mai 2006 stand die BG Akademie in Dresden ganz im Zeichen der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung. In Vorträgen und Workshops, an Infoständen sowie auf Tour durch die Praxisfelder bot die Veranstaltung 260 Sicherheitsfachkräften, Betriebsärzten und BGW-Experten Gelegenheit zum intensiven Austausch von Wissen und Erfahrungen.

Die im Oktober 2005 in Kraft getretene BGV A2 wurde intensiv erörtert. Die BGW berichtete über praktische Erfahrungen und ging dabei auch auf Probleme von Unternehmen bei der Umsetzung ein. Aktuelle Themen waren "Führung und Gesundheit", "Gewalt und Aggression" und "Qualitätsmanagement". Besonders groß war der Informationsbedarf zur Gefahrstoff- und Biostoffverordnung. Die Workshops zu diesen Themen leisteten aktive Unterstützung für den Berufsalltag, sie zeigten zum Beispiel, wie sich der Dokumentationsaufwand wirkungsvoll reduzieren lässt. Beispielhaft wurde auch die Anwendung geeigneter Verhaltensmaßnahmen - wie Schutzhandschuhe, Mund- und Atemschutz - demonstriert.

Eine weiterer Schwerpunkt des 2. BGW trialogs war das Thema Haut. Die Botschaften zum Hautschutz - "desinfizieren statt waschen", "Schmuck ablegen" und "regelmäßige Anwendung von Hautschutz" - wurden über eine unterhaltsame Show vermittelt und dann im Expertengespräch und der abschließenden Podiumsdiskussion aufgegriffen. Kontrovers diskutierte das Plenum schließlich die Meldepflicht von Hauterkrankungen und die Anschaffungskosten von Hautschutzmitteln.

Vom 13. bis 15. Mai 2004 trafen sich rund 150 Experten in der BGW-Akademie Dresden zum ersten Dresdner Trialog. Drei Tage lang wurde den Trialog-Teilnehmern (Betriebsärzten, Sicherheitsfachkräften und BGW-Experten) ein kompaktes Programm zum Thema "Arbeits- und Gesundheitsschutz" geboten. Vorträge, Workshops und rege Diskussionen dienten hierbei dem Wissenstransfer und -austausch.

Wie wichtig die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung ist, stellte Dr. Stephan Brandenburg, Mitglied der Geschäftsführung, gleich in der Begrüßungsansprache heraus: "Gerade das Zusammenwirken und gemeinsame Handeln aller Experten ist von entscheidender Bedeutung für einen optimalen Arbeits- und Gesundheitsschutz in den Betrieben."

Bei Vorträgen, in Workshops und bei einer gemeinsamen Betrachtung der Praxisangebote der Berufsgenossenschaftlichen Akademie sammelten die Teilnehmer neue Erkenntnisse. Die Ergebnisse der Veranstaltungen wurden wiederum im Plenum vorgestellt. Der letzte Trialog-Tag stand im Zeichen des Rückens und begann mit einer ganz besonderen Inszenierung: Claus Iffländers Theaterstück "Auf Biegen und Brechen - das Drama der Wirbelsäule" erntete begeisterten Applaus.

06.05.2016

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