Navigation und Service

BGW forum 2013 - Krankenhaus und Klinik

BGW forum – Das Interview zur Kongressreihe

Im Jahr 2001 wurde das BGW forum aus der Taufe gehoben. Seitdem entwickelt sich die Kongressreihe zum Thema "gesundes und sicheres Arbeiten" ständig fort und passt sich den Erfordernissen der versicherten Branchen sowie Neuerungen auf dem Veranstaltungsmarkt an.

Heute sind unter der Reihe eine bundesweite sowie mehrere regionale Veranstaltungen vereint. Das „große Forum“ und die „kleinen Foren“ wechseln sich jährlich ab und richten sich vornehmlich an die Branchen Krankenhaus und Klinik, Behindertenhilfe, Altenpflege und pädagogische Arbeit.

In diesem Interview erfahren Sie mehr über die Kongressreihe. Drei Mitarbeiter der BGW, die die Fachkongresse entwickeln und verantworten, sprechen über deren besonderen Kennzeichen und geben Einblick in die Veranstaltungsorganisation.



















Die Fragen im Überblick:

Björn Kähler: Wir sprechen diejenigen an, die Arbeitsbedingungen gestalten können. Also Führungs- und Fachkräfte der jeweiligen Branchen, Fachleute für Arbeitsschutz, Betriebsärztinnen und -ärzte, Beschäftigte in verschiedenen Arbeitsbereichen sowie Vertreter und Vertreterinnen der Verbände.

Björn Kähler: Das BGW forum ist ein Kongress von Praktikern für Praktiker, bei dem Best-Practice-Modelle vorgestellt werden und Betriebe eingeladen sind, ihre Erfahrungen auszutauschen und zur Nachahmung zu empfehlen. Wir wollen motivieren, dass sich die Leute für den Arbeitsschutz begeistern und dessen Sinn und Zweck erkennen.

Andreas Schatte: Das BGW forum ist auch eine Möglichkeit, Wertschätzung und Selbstmotivation zu erfahren. Viele gehen nach einer Veranstaltung gestärkt und motiviert raus. Sie lernen andere Leute aus ihrer Branche kennen und sehen, dass sie nicht allein sind.

Marco Müller: Auf lange Sicht sollten Sicherheit und Gesundheit in alle unternehmerischen Prozesse integriert sein wie alles andere auch, also etwa wie Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz. Zu zeigen, welche Vorteile und welchen Nutzen das für die Beschäftigten UND das Unternehmen bietet, ist auch ein Ziel der Kongresse.

Andreas Schatte: Erst einmal ist das BGW forum ja eine Non-Profit-Veranstaltung, sie fungiert als Verbindung zwischen der BGW als Unfallversicherungsträgerin und ihren Mitgliedern, bei der sich beide Parteien von Angesicht zu Angesicht austauschen können. Besonders ist vor allem, dass Gesundheits- und Arbeitsschutz anschaulich gemacht werden - und nicht abgehoben, nur in Gesetzen verortet, vermittelt werden.

Björn Kähler: Ja, genau. Wir wollen es anders machen, wir wollen die Leute begeistern und Wissen auch auf eine interessante oder witzige Art vermitteln. Es ist ja so, dass wir Begleitveranstaltungen und Aktionen haben. Wir hatten schon Foto- und Kunstausstellungen, musikalische Beiträge und Show-Acts. Das sind Herzensöffner und Stimmungsbringer, die den Teilnehmenden auch in Erinnerung bleiben und zum Konzept BGW forum dazugehören.

Marco Müller: Und wir bieten eine große Methodenvielfalt. Also nicht nur Vorträge und Workshops. Wir kümmern uns darum, die Veranstaltungen modern zu gestalten, Trends aufzugreifen und mit neuen Formaten und Methoden die Menschen anzusprechen.

Andreas Schatte: Es gibt einen sogenannten call for papers. Das ist ein Zeitraum von ungefähr drei Monaten, in denen potenzielle Referenten und Referentinnen die Möglichkeit haben, eigene Beiträge einzureichen. Daneben informieren wir uns auf anderen Veranstaltungen und führen eine Marktanalyse durch, was aktuell wichtige Themen sind. Wir sichten dann die Themenvorschläge, stellen mögliche Schwerpunkte zusammen und stimmen das genaue Programm mit der BGW-Selbstverwaltung ab. Dort sind Vertreterinnen und Vertreter der bei uns versicherten Branchen eng an der Entwicklung unserer Kongressreihe beteiligt.

Marco Müller: Auch unsere Aufsichtspersonen, Präventionsberater und -beraterinnen bringen ihre Erfahrungen aus der Praxis ein. Wir stimmen uns zudem mit anderen Fachabteilungen, Rehafachleuten und unseren Forschungsbereichen ab. Darüber hinaus fließen Ideen und Vorschläge der externen Berater und Dozenten ein. Unser Ziel ist es, ein buntes und praxisorientiertes Programm auf die Beine zu stellen, das Lösungen für tatsächliche Probleme in den Betrieben anbietet.

Björn Kähler: Inklusion ist mehr als nur eine Rollstuhlrampe aufzubauen. So haben wir beim letzten Forum für die Behindertenhilfe begonnen, Live-Streaming für diejenigen, die zuhause bleiben müssen, anzubieten. Zudem arbeiten wir mit Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetschern zusammen. Schon bei der Online-Buchung der Kongresse kann man angeben, ob man Unterstützungsbedarf bei der Veranstaltung hat. Wir geben da ganz pragmatisch Hilfe und organisieren die benötigte Unterstützung.
Und beim BGW forum in Hamburg gibt es auch immer eine Veranstaltung aus dem Behindertensport, also zum Beispiel Rollstuhlbasketball, Rollstuhltischtennis oder Ähnliches. Das machen wir mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband e.V. zusammen. Das ist ein tolles Event, das das Verständnis untereinander fördert und für Inklusion sensibilisiert.

Björn Kähler: Das BGW forum bietet eine unglaubliche Vielfalt an Themen und eine halbe Erlebniswelt. Allein schon dadurch unterscheidet es sich von vielen anderen Fortbildungen, Vorträgen und Workshops. Und man kocht nicht im eigenen Saft, sondern bekommt ganz viel Einblick in andere Einrichtungen.

Andreas Schatte: Ich würde sagen, dass es eine Riesenchance ist und etwas, das es sonst in der Art nicht auf dem Markt gibt. Ob Beschäftigter oder Führungskraft, alle können etwas zur Umsetzung von Arbeits- und Gesundheitsschutz mitnehmen. Durch die Vielfalt ist auf alle Fälle etwas dabei. Und ich würde gern noch mit der Abendveranstaltung locken. Dort gibt es nicht nur tolles Essen, man kann vor allem Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen.

Marco Müller: Es sind Veranstaltungen in toller Lokalität mit abwechslungsreichem und spannendem Programm, das man sich selbst zusammenstellen kann. Die Kombination aus individueller Informationsbeschaffung und emotionalen, gemeinschaftlichen Erlebnissen macht das BGW forum aus. Dann kostet die Teilnahme einen vergleichsweise geringen Beitrag. Und ein wichtiger Punkt ist auch, dass man sich mit Gleichgesinnten austauschen und auf den neuesten Stand bringen lassen kann. Das ist eine tolle Möglichkeit, denn im normalen Arbeitsalltag kommen Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes oft noch zu kurz. Zudem gibt es immer wieder rechtliche Neuerungen, die teilweise schwer zu überblicken sind. Auf den Foren werden solche Gesetze in komprimierter Form veranschaulicht und die Teilnehmenden können Fragen stellen und mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen.

Sie haben weitere Fragen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Aktuelle Veranstaltungen aus der Kongressreihe:

08.10.2018

Diese Seite

BGW online (Link zur Startseite)

Start­sei­te