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Die 4. BGW Sifa-Fachtagung 2017

12. und 13. Mai 2017 – Tagungszentrum DGUV Congress

Mehr als 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten am 12. und 13. Mai 2017 die 4. BGW Sifa-Fachtagung 2017 in Dresden. Im Tagungszentrum DGUV Congress informierten sie sich über aktuelle Entwicklungen im Arbeitsschutz.

Zur Eröffnung stellte Jörg Schudmann (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der BGW) wesentliche strategische Ziele der BGW vor: Die zukunftsorientierte Umsetzung des gesetzlichen Auftrags zur erforderlichen Aus- und Weiterbildung, die Verzahnung primärer und sekundärer Individualprävention sowie die Förderung der Präventionskultur in Unternehmen. In diesem Kontext steht auch die geplante Errichtung des gemeinsamen Präventionszentrums von BGW und VBG in Hamburg.

Dr. Heike Schambortski (Leiterin des Gesamtbereichs Präventionsdienste Hauptverwaltung der BGW) erläutertet anschließend, mit welchen Maßnahmen sich die BGW auf neue Anforderungen im Arbeitsschutz einstellt. Dazu zählen die Entwicklung alternativer Präventionsstrategien (u.a. durch verstärkte Großkundenbetreuung und die Kooperation mit Wohlfahrtsverbänden), der Ausbau von E-Learning-Werkzeugen sowie Angebote speziell im Themenfeld psychische Belastungen, Gewalt und Aggression. Fazit: Eine gute Präventionskultur im Unternehmen erst sorgt für ein sicheres Netz mit doppeltem Boden.

Veränderte Handlungsfelder und neue Aufgabenstellungen

Die Veränderungen unserer Arbeitswelt erzeugen Chancen und Risiken gleichermaßen: sie sind einerseits mitverantwortlich für neue Belastungen, bieten gleichzeitig oft bessere Möglichkeiten für einen effektiven Arbeitsschutz. Vor diesem Hintergrund präsentierten Dr. Klaus Große (Vorstandsmitglied im VDSI) und seine Mitarbeiterin Katrin Zittlau Leitlinien zur präventiven Ausgestaltung der "Arbeitswelt 4.0".

Ist eine Kooperation von Mensch und Maschine möglich? Ulf-Thorsten Dohne (Aufsichtsperson BGW Würzburg) berichtete in seinem Vortrag vom Einsatz kollaborierender Roboter in Werkstätten für behinderte Menschen und zeigte auf, inwieweit unter bestimmten Voraussetzungen eine Unterstützung durch Maschinen am Arbeitsplatz machbar ist. Jörg Stojke (Leiter BGW Akademie Dresden) stellte anschaulich dar, wie Fachkräfte für Arbeitssicherheit das Thema Diversity für ihre Arbeit nutzen können. Seine Einschätzung: "Zukünftig wird Vielfalt im Betrieb noch mehr Beachtung finden – insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels."

Interaktive Plenardiskussion und fachlicher Austausch

Der Einsatz moderner Softwaretechnik (VoxR®) ermöglichte es den Anwesenden aktiv am Geschehen mitzuwirken. Über das eigene Smartphone wurden Kommentare zu bestimmten Themen oder Fragen sofort live angezeigt und später gesammelt ausgewertet – hierbei ergaben sich interessante, teils überraschende Ergebnisse.

Sifa-Fachtagung+2017%3A+J%C3%B6rg+Schudmann (Bild anzeigen) Eröffnung: Jörg Schudmann (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der BGW)(Foto: BGW)

Sifa-Fachtagung+2017%3A+Dr.+Heike+Schambortski+am+Rednerpult (Bild anzeigen) Dr. Heike Schambortski (Gesamtbereichsleiterin Präventionsdienste Hauptverwaltung der BGW)(Foto: BGW)

J%C3%B6rg+Stojke+h%C3%A4lt+einen+Vortrag (Bild anzeigen) Vortrag: Diversity Management − ein Thema für die Sifa? Jörg Stojke (Leiter BGW Akademie Dresden)(Foto: BGW)

Die+Teilnehmer+der+Fachtagung+im+Gro%C3%9Fen+Saal (Bild anzeigen) Großer Saal: Über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden sich im Tagungszentrum DGUV Congress ein(Foto: BGW)

Eine+Frau+simuliert+die+Behandlung+einer+anderen+Frau+in+einem+Krankenbett (Bild anzeigen) Vorträge und Workshops: Vielfältiges Themenangebot in 20 Workshops und drei Foren(Foto: BGW)

Vier+M%C3%A4nner+stehen+im+Kreis+und+unterhalten+sich (Bild anzeigen) "Von Sifas für Sifas": Fachlicher Austausch wird großgeschrieben!(Foto: BGW)

Tagungsteilnehmer+schauen+sich+Brosch%C3%BCren+am+BGW-Stand+an (Bild anzeigen) Kongressbegleitenden Fachausstellung: An den Ständen präsentierten sich verschiedene Organisationen und Verbände(Foto: BGW)

Das Motto der Tagung "von Sifas für Sifas" spiegelte sich in den Foren "Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen", "Systemische Arbeitsschutzberatung" und "Brandschutz und Notfallplanung" wieder, in denen die Teilnehmenden von den Erfahrungsberichten der Referentinnen und Referenten profitierten. In den insgesamt 33 Workshops wurden besonders relevante Themenstellungen weiterbearbeitet. Dazu gehörten fachliche Aspekte (wie die Biostoff-, Gefahrstoff- und Betriebssicherheitsverordnung und die DGUV Vorschrift 2), konkrete Handlungsanleitungen (Unterweisungen, barrierefreie Arbeitsplatzgestaltung, Gewalt- und Stressprävention, Work-Life-Balance) und der Gebrauch neuer Medien (wie Internetforen, Online-Tools) im Sifa-Arbeitsalltag.

Kommunikation großgeschrieben: An den Themen-Tischen auf dem Marktplatz konnten interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Referierenden sowie weitere Fachleute direkt ansprechen. Im persönlichen Austausch ließen sich offene Fragen abschließend vertiefend diskutieren.

Autor(en): Martin Pertsch

31.05.2017

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