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Risiko Nadelstich – Infektionen wirksam vorbeugen  |  M612

Nadelstichverletzungen bergen ein hohes Infektionsrisiko und kommen weit häufiger vor als gedacht: Fast 50 Prozent aller gemeldeten Versicherungsfälle im Gesundheitsdienst sind darauf zurückzuführen. Hinter jedem dieser – vermeidbaren – Unfälle steckt ein persönliches Schicksal: eine Erkrankung, die möglicherweise nicht heilbar ist.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber im Gesundheitswesen haben die Pflicht, das Risiko von Stich- und Schnittverletzungen minimal zu halten. In dieser Broschüre erfahren Sie, welche Infektionsgefahren durch Stich- und Schnittverletzungen im Praxis-, Stations- und Einrichtungsalltag bestehen und mit welchen Maßnahmen sie im beruflichen Alltag wirkungsvoll vermieden werden können.

Die Broschüre informiert darüber, wie Sie die Gefährdungen beurteilen, Schutzmaßnahmen festlegen und diese – mit der Unterstützung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – etablieren können. Wir stellen Ihnen Sicherheitsgeräte und Verfahren vor und erklären – wenn doch ein Unfall geschehen ist –, welche Maßnahmen sofort zu ergreifen sind.

Dazu liegt der Broschüre ein kompakter Leitfaden zum Vorgehen bei potenziell infektiösen Verletzungen oder Kontaminationen bei. Das Faltblatt, das auch einzeln bestellt werden kann, lässt sich vor Ort aushängen.


Beispiele für Tätigkeiten mit besonders hohem Risiko für Stich- und Schnittverletzungen:

  • Punktieren, injizieren, Blut entnehmen
  • Legen von Gefäßzugängen
  • Entnehmen von Proben zur Diagnostik
  • Endoskopieren, zystoskopieren
  • Operieren, Obduzieren, Nähen und verbinden von Wunden
  • Umgang mit fremdgefährdenden Menschen bei Gefahr von Biss- und Kratzverletzungen
  • Zahnärztliche Behandlungen mit spitzen oder scharfen Instrumenten
  • Umgang mit benutzten Instrumenten (Kanülen, Skalpelle)
  • Umgang mit infektiösen beziehungsweise potenziell infektiösen Abfällen
  • Aufbereitung und Entsorgung von: Pen-Kanülen, Trokaren, chirurgischen Nadeln, Drähten, Tuchklemmen, Akupunkturnadeln, scharfen medizinischen Instrumenten
  • Arbeiten an kontaminierten Medizinprodukten (einschließlich medizinischen Geräten), Hilfsmitteln und anderen Gegenständen, die nicht zuvor desinfiziert worden sind, etwa wegen mangelnder Zugänglichkeit
  • Spritzenwechsel in Drogenambulanzen

Sicheres Arbeiten mit sicheren Produkten

29.06.2016

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