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Sicherheit durch Betriebsanweisungen  |  DGUV Information 211-010 / BGI 578

Grundsatz der Sicherheitstechnik ist, dass Gefährdungen von Beschäftigten durch zwangsläufig wirkende technische Maßnahmen, z. B. sichere Konstruktionen, sowie durch die Verwendung ungefährlicher Stoffe und Zubereitungen vermieden werden. Aus fertigungstechnischen Gründen kann es jedoch erforderlich sein, dass Werkzeuge teilweise ungeschützt bleiben, z. B. Bohrer, Fräser oder Stoffe und Zubereitungen mit gefährlichen Eigenschaften verwendet werden. Darüber hinaus müssen bei einzelnen Instandhaltungsarbeiten oder Störungsbeseitigungen Schutzeinrichtungen entfernt werden.

Es ist deshalb notwendig, die technischen Schutzmaßnahmen durch organisatorische Maßnahmen und ein sicherheitsgerechtes Verhalten der Beschäftigten zu ergänzen. Sowohl die organisatorischen Maßnahmen als auch das sicherheitsgerechte Verhalten dürfen jedoch nicht dem Zufall überlassen bleiben.

Sie müssen vielmehr im Voraus durchdacht und für das Betreiben von Einrichtungen und Verwenden von Stoffen oder Zubereitungen festgelegt sein. Dementsprechend sind die Gefahren, Schutzmaßnahmen und Verhaltensweisen für den konkreten Einzelfall in Betriebsanweisungen zusammenzufassen.

Die vorliegende Druckschrift (Nachdruck von Februar 2019) der BGHM soll den Unternehmern und Unternehmerinnen helfen ihrer Pflicht zur Erstellung von Betriebsanweisungen nachzukommen. Diese unterstützen Unternehmer und Unternehmerinnen sowie Vorgesetzte bei der Unterweisung der Beschäftigten. Sie helfen allen Beschäftigten, sich bei ihren Tätigkeiten stets sicher verhalten zu können. Sie erklärt die Anforderungen an Betriebsanweisungen sowie deren Inhalte. Weiterhin sind verschiedene Beispiele abgebildet.

Die inhaltliche Gestaltung von Betriebsanweisungen unterliegt dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates nach § 87 Absatz 1 Ziffer 7 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG).

01.12.2012

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