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Inklusion in Kindertageseinrichtungen  |  DGUV Information 202-099

Tageseinrichtungen für Kinder sind bereits auf dem Weg zur Inklusion. Diese Schrift kann helfen, die spezifischen Bedürfnissituationen aller Ziel- und Nutzergruppen einer Kindertageseinrichtung genauer in den Blick zu nehmen, um richtige Entscheidungen vor Ort für ein gutes inklusives Betreuungs- und Bildungssetting zu treffen.

Ausgehend von einer Begriffsbestimmung und der rechtlichen Einordnung von Inklusion werden im Hauptteil dieser DGUV Information die Bedürfnisse und (Entwicklungs-)Aufgaben aller Nutzergruppen einer Kindertageseinrichtung dargestellt und Konsequenzen für die pädagogische Arbeit und die Raumgestaltung abgeleitet. Insbesondere wird dabei auf die Situation von Kindern mit spezifischen Bedürfnissen eingegangen. Auch die Erzieherinnen und Erzieher selbst und die Eltern haben Ansprüche an eine Kita. Erst ein ausreichendes Wissen über diese Ansprüche und Bedürfnisse ermöglicht den pädagogischen Fachkräften ein angemessenes Handeln und die adäquate Anpassung der räumlichen Umgebung. Es wird deutlich, dass Inklusion nicht nur Kinder mit Behinderung umfasst, sondern alle Kinder unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft und kulturellem Kontext, um ihnen allen eine gleichberechtigte Teilhabe am Alltag in der Kita zu ermöglichen.

Der Begriff Behinderung beschreibt keine feststehende Eigenschaft Einzelner oder bestimmter Gruppen mehr, sondern primär die unvollständige oder nicht gelungene Umsetzung von sozialer Teilhabe und Bildungsteilhabe. Ausgehend von einem internationalen Diskurs ist die Umsetzung von Inklusion in Deutschland seit 2009 rechtlich verankert und damit auch ein Thema für Träger von Tageseinrichtungen für Kinder.

29.08.2019

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