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Aufbruch Pflege – Moderne Prävention für Altenpflegekräfte  |  BGW 04-09-013 / TS-AP-11

Immer mehr alte Menschen auf der einen Seite, immer weniger Beitragszahler und Berufsanfänger auf der anderen – das bedeutet mehr Pflegebedarf mit weniger Geld und Personal. Wenn die Strukturen bleiben, wie sie heute sind, werden Pflegekräfte weiterhin verstärkt wegen der steigenden körperlichen und psychischen Belastungen aus ihrem Beruf ausscheiden. Die Qualität der Pflege einer unaufhaltsam anwachsenden Zahl von Pflegebedürftigen zu halten oder gar zu verbessern, wird kaum noch möglich sein. Der künftige Bedarf kann nur mit gesunden, motivierten Beschäftigten gedeckt werden. Deswegen ruft die BGW Politik und Betriebe eindringlich zu einem "Aufbruch Pflege" auf.

Die BGW will den Pflegeeinrichtungen helfen, die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Dies verschafft allen Vorteile: Die Altenpfleger sind motivierter, identifizieren sich stärker mit ihrem Beruf und suchen seltener nach Alternativen. Die Unternehmer können mit gesundem, zufriedenem Personal eine höhere Qualität der Pflege bieten - betriebliche Gesundheitsförderung wird somit zum Wettbewerbsfaktor. Weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten bedeuten weniger Lohnfortzahlungen und somit eine finanzielle Entlastung der Arbeitgeber; weniger Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten halten letztendlich auch die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung niedrig.

In diesem Bericht – mit einem Grußwort von Franz Müntefering, Bundesminister für Arbeit und Soziales – stellt die BGW die Fakten dar, zeigt Handlungsbedarf auf und präsentiert Lösungsansätze. Die aktuelle Lage der Pflege muss verbessert werden, indem die Gesundheitsförderung ansetzt, bevor es zu Belastungen kommt – die Prävention. Gefragt sind übergeordnete Strategien und ganzheitliche Managementsysteme, die Gesundheitsförderung als Teil der Unternehmensentwicklung und der Qualitätssicherung verstehen. Der Blick muss auf die Organisation der Prozesse im Unternehmen gerichtet sein, wie diese sich auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirken und ob sie optimiert werden können. Die BGW zeigt hierfür eine Reihe von Vorschlägen auf, die auf der Managementebene konkret umgesetzt werden können, um dann im Unternehmen zu "wirken".

  • Weitere Informationen zur Initiative finden Sie in unserer Rubrik "Aufbruch Pflege".
  • "Sieht die Pflege bald alt aus? – BGW-Pflegereport 2007". Im zweiten Pflegereport – mit einem Grußwort der Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – legt die BGW den Fokus auf den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Altenpflege. Das Thema "Demografischer Wandel" vertiefen wir in der Rubrik "Demografischer Wandel".
01.02.2007

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