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Was hilft, Unfälle mit Blutkontakt zu vermeiden?

BGW mitteilungen, Ausgabe 1/2019

Nadelstichverletzungen müssen nicht sein. Das machen auch die Rückmeldungen aus Unternehmen deutlich, die bei einem Forschungsprojekt der BGW ausgewertet wurden.

Was könnte zukünftig mehr Sicherheit schaffen?

Welche Schutzmaßnahmen nannten die Befragten am häufigsten?
(Foto: BGW/in.signo)

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Der Einsatz von Sicherheitsgeräten hat in den letzten Jahren zu einem Rückgang von Nadelstichverletzungen geführt. Dennoch sind sie weiterhin eine der häufigsten Unfallursachen im Gesundheitswesen.

Seit einiger Zeit unterstützt die BGW deshalb ihre Mitgliedsbetriebe mit einem Online-Erfassungsbogen für Unfälle mit Blutkontakt. Er hilft Unternehmen, intern Vorfälle zu dokumentieren und Rückschlüsse für die Prävention zu ziehen. Zusätzlich werden die anonym eingegangenen Daten für die Forschungsarbeit der BGW ausgewertet.

Über die Hälfte der bisherigen Nutzerinnen und Nutzer des digitalen Fragebogens sieht dabei Möglichkeiten, durch Schutzmaßnahmen an ihren Arbeitsplätzen zukünftig Nadelstichverletzungen zu vermeiden.

In ärztlichen Praxen wird besonders häufig der Einsatz sicherer Instrumente angesprochen. In Krankenhäusern stehen dagegen arbeitsorganisatorische Aspekte stärker im Vordergrund (Zeitdruck nehmen, Pausen einhalten, regelmäßige Unterweisungen). Reinigungs- und Hauswirtschaftskräfte wünschen sich vor allem geeignete Handschuhe zur Müllentsorgung.

Dass insbesondere in ärztlichen Praxen so häufig auf sichere Instrumente verwiesen wird (36 Prozent) und dies insgesamt oft genannt wird, könnte auf einen Nachholbedarf hinweisen.

Denn Sicherheitsgeräte sind Pflicht und müssten längst zum Standard gehören. Bei einem Unfall können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gegebenenfalls haftbar gemacht werden - es kommt darauf an, ob ein bewusster Verstoß vorliegt. Das hat unlängst ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Nürnberg bestätigt.

Autor(en): Dr. Johanna Stranzinger, Christian Frosch

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31.01.2019

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